Was bei einem Drittel wohl los wäre
Einiges wäre am Abgehen, könnte man mit universellen Fluggeschäften auf ein Drittel des Lichts hochschalten.
Wie was, das ... Zumindest gehört das mit zur großen Legendenbildung. Die eine Legende, die mit einer düsteren Asteroiden-/Meteoritenabbildung eröffnet wurde.
Mit so was, das man fototechnisch in einer Weise aus der sonnenerhellten Umdunkelung herausholte. Daß das mit einer "künstlerischen Darstellung" auch stimmig ist. Eine gewisse technische Rechnerhilfestellung benötigte man am Ende mit Sicherheit, das eine Fluggeschäft - angesichts der Ausdehnungen des Sonnensystems ein Staubkorn - in seinen Schattierungen dergestalt wirklichkeitsgetreu abzubilden.
Damit alles so rüberkommt, wie es ziemlich detailliert auf eine Fotodarstellung geriet. Die alleine nicht reichte. Es kamen des weiteren aufgeregt rumkreischende Wissenschaflter in Sicht. Alles andere als Ruhe, die herrschte. Ihren guten Ruf, den einige riskierten, so auf der "Ufologen"- und "Science fiction"-Schiene. Schlußendlich schrien, kreischten ein paar nur so rum, "Oumuamua", der wäre ein Raumschiff. Das Gesichtete, das man "Oumuamua" - "Kundschafter" - taufte, müßte die technische Hervorbringung einer außerirdischen Intelligenz sein.
An sich kann an "Oumuamua" alles ganz gewöhnlich sein. Die äußere Präsentation für ein betrachtendes Auge: die eines massiven Gesteinsbrockens oder so. Wie zigfach ähnliche Dinger im Sonnensystem rumschwirren.
Alles an "Oumuamua" durchaus handelsüblich, wie durch "Oumuamua", dem "Kundschafter", auch nichts Ungewöhnliches passierte. Da prallte "Oumuamua" von der Erdgravitation weg, statt daß da mit ihm als Asteroiden/Meteoriten größer was weiterging. Eine Gefahr des Eindringens in die Erdatmosphäre: war nicht. In den Folgetagen und -wochen flog "Oumuamua", gleichbleibend moderat im Tempoaufkommen, tauglich für jede Art Dauerbeobachtung, fort aus der Erdennähe.
Langsam, die Reise. Aber doch lange ausreichend rasch, daß kein heutiges Instrument, kurz von der Erde aus ins All geschossen, "Oumuamua" größer folgen hätte können. Alles wäre so schon abzuhängen gewesen, nur nicht das Teleskopauge, das einen fixierten Zielpunkt festhalten konnte,
Also, "Oumuamua" trudelte, torkelte, sich um sich selber drehend, so dahin. Dann unterrichteten SIE einen medial über eine Tatsache. Etwas, das doch unvermittelt losgegangen sein soll. Fast aus dem Stand, daß der Asteroid/Meteorit abrupt an Tempo gewann. Als hätte irgendwem das eigene "Gähntempo" nicht mehr gefallen. Aufs Gaspedal wurde draufgestiegen. "Boost" gegeben. Um ein vielfaches legte "Oumuamua"an Geschwindigkeit zu.
Zumindest hat es das geheißen, daß das ein Vorkommnis an dem Asteroiden/Meteoriten war. Daß es zu einer unverständlich plötzlichen Geschwindigkeitszunahme an jenem wie irgendso ein normaler Asteroid/Meteorit daherkommenden "Teil" kam, "Oumuamua" mal getauft.
Bis wohin die Nadel auf der Geschwindigekeitsangabe gezeigt haben soll? Für die Menschheit reicht das Maß allemal.
Nicht die Lichtgeschwindigkeit. Auch nicht halbe Lichtgeschwindigkeit. Ein Drittel der Lichtgeshwindigkeit war in Worten wo lesbar, als wärs einem in Zahlen vielleicht zu böse deutlich, klar.
Welche menschengeschaffene silbern glänzende Maschine kommt in diesen Gegenwartstagen auch nur annähernd da ran?
Für so die Wissenschaftler stellte sich die Frage: Wie? Warum? An was könnte man bei so einer Geschwindigkeit denken? "Sonnensegel" war einer ihrer Gedanken.
Und dann, bei einem Drittel des Lichts die Fragestellung: Wo sind eventuell im näheren Lichtjahreradius noch so einwandfrei leuchtende Sterne? Irre Auswahl hat man nicht. Mögliche Herkunftsorte können klar benannt werden.
Drei soll es im näheren Fünfzehn-Lichtjahre-Radius in dieser Milchstraßenspiralarmumgebung noch geben. Bei zigfach Sternenüberresten mit dem Thema "Es war einmal" noch so circa drei.
"Tau Ceti", knappe zwölf Lichtjahre von der Erde weg, der wäre so ein weiter einwandfrei wie gestern rumleuchtender Stern.
In der Vergangenheit machte diese eingeschränkte Auswahl an guten Sternen Wissenschaftler schon mal froh. Weil doch dann die Erde, je weiter der nächste brauchbare Stern weg ist, noch um so schwerer erreicht werden kann. Das Glück wurde empfunden, daß in der Nähe des einen Erdstern mit seinem Planetensystem höchst wenig los ist. Da war man beim Sternengucken und in seinem Sternenguckerberuf sofort unbesorgter. Man konnte heiraten, Häuser bauen ...
"Tau Ceti", die Zwölf-Jahre-Lichtfahrt-Ferne. Eine gewaltige Distanz. An sich ein Abgrund.
Bloß - bei einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit, wenn die sich an einem Festkörper gezeigt hat ...
Was da wohl seit dem "Oumuamua"-Ereignis bei den Astronomen und Physikern und denen los ist? Da kommen vielleicht dem und der von jenen die Monster, die bei "Dr. Who" und dergleichen über den Bildschirmmonitor flimmern, ganz anders vor. Man braucht sich wirklich nur eins vorzustellen: Bei einem Drittel an Lichtgeschwindigkeit wäre die Menschheit auf der Erdoberfläche wohl höchst bereit für Expeditionen zu den Sternen. Bei einem Drittel an Lichtgeschwindigkeit ist "Tau Ceti" lediglich so dreißig bis vierzig Jahre entfernt. Das sind keine Menschengenerationen. Dreißig bis vierzig Jahre, da könnte jemand, fünfzig-, sechzigjährig, noch persönlich auf eine der "Supererden" bei "Tau Ceti" runtergucken.
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