Von vorne nach hinten alles aufgearbeitet
Man muß das sehen, wenn eins sicher ist im Universum, dann der stete Wandel. Alles ändert sich, kann morgen ebensogut umgeschichtet und ganz woanders sein. Und so.
Das ist geradezu eine universelle Gewißheit: die geklimperte Wüstendünen-Weise. Die der Sandgegenden auf Erden. Die Wüsten, ihre Dünen wandern, sie nehmen neue Räume ein oder erobern sich alte Flächen zurück. Genausogut, wie sie geräumige Gebiete hergeben können.
Eine andere Sache ist die, daß jedes Schwarze Loch, dem eine Leuchte-Blase vorgelagert ist, ALLES restlos von vorne nach hinten aufarbeiten kann. Bei Sonne, Mond und Sternen kann man in der Ansteherreihe voran- und drankommen. Eine Runde weiter sein. Fast unmerklich, DAS, aber stetig. Daß das, was heutzutage weit hinten ein Spiralarmende der Milchstraße ist, DIE unmittelbare Perspektive hat: die auf das eine Milchstraßen-Schwarze Loch. Auf DAS höchstpersönlich.
Schon die Frage: Wie lange braucht so ein Schwarzes Loch, das was früher hinterwärts war, in der Reihenfolge vorwandern zu lassen? Sich durch das gesamte Freßpaket, in welchem Zustand auch immer, mal "durchgefressen" zu haben? Daß die Galaxie gänzlich erneuert betrachtet werden könnte, obwohl das, bei dem man mal mit dem Hinsehen anfing, auch schon wieder das älteste an Zeug ist. Daß ein Schwarzes Loch das in ihrer "Vorratskammer", in dieser weitläufigen Blase, mal grundlegend durchgegangen wäre. Ohne daß deswegen was größer zu bemerken wäre, bei haarscharf derselben Landschaft. Müßt einem erst aufgehen können, bewußt werden: andere Sonnensysteme, Sternenbilder. An sich sieht alles bei Sonne, Mond und Sternen immer gleich aus. Nachdem das DAS ist, das zumeist untendrunter rauskommt. Routiniertes Endergebnis.
Da wäre eine Langzeitstudie vonnöten, das mal zu blicken, ab wann das, das man im grellen Blaseninnern bei einem Schwarzen Loch blickt, wirklich nur mehr Neuigkeit ist. Braucht man wohl aufwändige Rechnermodelle für. Müßt man eben den Blasenkörper einer Galaxie im passenden Zeitraffer leeren. Ohne das Neue zu sehen.
Am Schluß: Viel Unterschied zu früher mag da nicht sein. Bei den ewigen Sonnen unterschiedlicher Größenordnung, den Gas- und erdähnlichen Planeten, bei allen restlichen Gesteinsbrocken in den verschiedensten Planetensystemen. Obwohl sich faktisch der Austausch grundsätzlich umfänglich vollzogen hat, hat sich rundherum nicht allzuviel abgespielt. Während das Bemerkenswerte das eine Schwarze Loch an sich selber sein könnte. DAS, wieder mal um einiges schwerer geworden. Um ein paar mehr Millionen an Sonnenschweren wurd zugenommen, zwischenzeitlich. Womit sich das gravitatorische Einzugsgebiet des Schwarzens Lochs abermals erweitert hat. Dieses eine, das hört ja quasi grundsätzlich nicht auf. Da findet an sich keine Sättigung statt. Das kennt Expansion, sonst nichts.
Jedes Universum könnte daraus hervorgehen, ein neues von Universumweite das alte zu ersetzen. Unmerklichkeit in Reinkultur. Abtrennung. Abnabelung. Daß sich irgendwas separiert. Am Ende sind Galaxien ja lange Universen im kleinen. Der Minimaßstab. Am besten an der Großen Magellanschen Wolke erkennbar. Deren Schwarzes Loch unaussprechlich alt sein könnte. Und das größte, schwerste Schwarze Loch hier.
Mittlerweile hat bei der Großen Magellanschen Wolke sogar eine Entwicklung stattgefunden. Ohne die SIE überhaupt nicht mehr über ihre Umgebung Bescheid wüßte. Hätte sie ihre beiden Kleinen Magellanschen Wolken nicht im Vorbau um sich rum, "wüßte" die Große Magellansche Wolke überhaupt nicht mehr so recht, was sich bei ihr in der Umwelt abspielt. Von wegen dem Treiben der anderen "Wandersgesellen" im Galaxienhaufen. Erst die Kleinen Magellanschen Wolken sorgen am Monsterkörper für die Information der Giganteneinheit. Quasi für die Ahnung, den Weltbezug. Wie sie gleichzeitig die Waffen der Großen Magellanschen Wolke sind. Von einem der Dinger - die Kleinen Magellanschen Wolken - heißt es ja, daß es böse in der Milchstraße einschlagen wird. Tief eindringen. Sich festsetzen. Die heute übliche Milchstraßen-Gravitation bald zu verblasen.
Wie viele Sonnenschweren das eine Schwarze Loch der Großen Magellanschen Wolke wohl haben mag? Und die Fragestellung: Wie oft schon könnte die Große Magellansche Wolke alles bei sich in der grellen Blasenweite schon mal grundsätzlich durchgearbeitet haben?
Vorstellen kann man sich das schwer, wenn man alles nur so fixiert sieht: daß bei den Galaxien so handfest "geknabbert" und "geknuspert" wird. Wie oft war da schon mal bei der Großen Magellanschen Wolke das, daß das, was sich außen befand, plötzlich tiefer drinnen war? Oder ES sogar beim Schwarzen Loch ankam? Um zum unmittelbar nächsten in der Anstehreihe zu werden, an dem das eine Schwarze Loch sich beim nächstfolgenden Gang nährt? Seinen "Hunger" am Servierten, Aufgetischten stillt?
-------