Dauernd dasselbe am Bild
Ist es nicht klar? Wenn ich so bunte, farbenprächtige Hochglanzbilder aus den Universumsuntiefen sehe, da bin ich schier begeistert. Sage vielleicht: Wahnsinn. Alles so riesig, gewaltig. Monströs.
Was aber so ein undurchsichtiger Wissenschaftler spricht, der sich solche Bildchen Tag für Tag beguckt, weil es sein Beruf ist - schon die Frage. Ob das viel mit der Jedermann-Betrachtung aus der Art Touristik was zu schaffen hat?
Überdies Örtlichkeiiten, dermaßen weit weg. Alles im Grunde so was von unerreichbar ... Weitest entfernt. Schon einhundert Lichtjahre sind eine Distanz ... Von der Seite: Du kannst schauen, aber anfassen, das geht einfach nicht. Dort bist du ein ewiger Gaffer, der Rest bleibt ein Ding der Unmöglichkeit, ein Dauerfrust.
Daß sich so ein Wissenschaftsmensch eher um Sachen, Angelegenheiten kümmert, die ihm "näher" sind. Seine Frau, Kinder, die Bezahlung im Beruf. Nach dem nächsten Gähnen, das er sich kaum verkneifen kann, schaut er sich das nächste neu aufgenommene schnöde Farbbildchen an. Alles dasselbe für ihn. Monotonie inklusive. Das hatte er gestern tausendfach, vorgestern. Voll langweilig. Zum Glück kriegt er am Ende ein bißchen Geld für sein Treiben, weil er, sie es auf einen Wissenschaftsposten schaffte.
Eher sollt man sich denken, daß was anderes ein wenig "erreichbarer" ist, für die der Wissenschaftlerfront. Etwas, das man kann. Eventuell, daß man es sogar zu Gesicht kriegen könnte. Daß man darauf hofft, daß man einmal wirklich NICHTS weiter blickt.
Ein Sachverhalt, mit dem man ganz anders was anderes auf Erden und beim Erdenbewohner bewirken könnte, als mit den nächsten Galaxienfotos. Wäre das Erwartete beim "Urknall" einem denn nach all diesen Jahrzehnten endlich am Schirm am Aufscheinen. Daß in Echt festzuhalten wäre: "bingo"! Kein Glaube mehr, Wissen.
Die Sekunde, ließen sich wirklich keine "neuen" Galaxien oder aus irgendeinem entlegenen Dunkelbereich mehr herausarbeiten. Nachdem das einem letztens leider wieder gelingen mußte: Man kriegte neue langweilige Galaxien zu Gesicht, zig Parsek schnell.
Zigfach Parsek hochgeschwind.
Als wäre etwa nicht auch die Große Magellansche Wolke zig Parsek schnell unterwegs, auf ihrer Angriffsfahrt. Würde nicht rasend an Tempo auf die Milchstraße loshetzen, die die Wolke, der Jäger, lange eingefangen hat, um sie sich denn mal ausgiebig vorzuknöpfen.
Bei was den Fragen von Religion, Philosophie und so dem, dort hätte da was seine Auswirkungen, käme es da mal bei den Teleskopen beweisbar, unwiderlegbar etwas zum Vorschein. Das mit der "Urknall"-Ansicht zusammenhinge.
Es bleibt schließlich bis heute bei allem bei dem aus dem Gestern. Als SIE eigentlich noch kenen "Urkall" hatten. Ehe der Knall zu dem EINEN wurde, fest von ihnen auf der Fahrschiene fixiert. Bis in diese Gegenwart, Jahr '19 nach dem Millenium", herrscht er vor, der "Urknall". "The big bang".
Die allerletzte Beweislast konnten SIE derweil bis heute für die "Urknall"-Vermutung nicht heranbringen. Außer, daß man sich als Wissenschaftler bei beim "Urknall" einig wurde, bleibt es bis auf weiteres bei den ehedem schon bekannten Tatsachen. Nichts geändert an den Perspektiven, außer daß man für sich den "Urknall" annahm. Sich um den "Urknall" kümmert.
Der "Urknall", der der Wissenschaftlerschar klarging, nach so Erkenntnissen der stellaren "Fahrt", "Reise", die Hubble damals noch als Neuigkeit kundtat. Daraufhin sahen die "Gottsucher", die der Priesterschaft in Zivil, die den Wissenschaftlern mit ihren erhobenen Zeigefindern beständig irgendwas bedeuteten, lange unzufrieden mit den Begebenheiten bei den Wissenschaftsmenschen waren, ihre Stunde für gekommen. Sie rissen das der Deutungshoheit bei einem Wissenschaftstreffen an sich, und damit wurd es "Urknall".
Trotzdem ist alles seit dieser einen Gestrigkeit nicht größer verändert: Alles könnt genausogut noch sein. Daß es ihn geradezu bräuchte, den einen letzten Blick an einen Rand, eine Kante, dort, in dem dem "Urknall" gegenüberliegenden Rund. Um ... Um sich endgültig zur Ruhe zu verhelfen.
Voll zur vollsten Zufriedenheit endgültig verortet ist beim "Urknall" doch nichts. Nur "geglaubt" gewußt und festgehalten hat man IHN, den "Urknall". Er war das Resultat eines großen Wissenschaftlerkonvents. Seitdem hat man IHN vor Ort, den "Urknall". Ohne so den echten, fundierten Durchbruch bei den allerletzten Beweisen. Obwohl der "Urknall" als Wissen im Lexikon drinnen steht.
Daß er fast direkt ein "Kreationisten"-Himmel ist, der "Urknall". Einer von Leuten, die ... Darwin wird von so welchen angezweifelt, man stelle sich vor. So vor zehntausend Jahren oder so soll ALLES auf der Welt überhaupt erst losgegangen sein, bei solchen, die sich streng nach einer Religionsschrift richten.
Was religiöser Fundamentalismus sind SIE doch. Strenggläubige. Und der "Urknall", der ist auch was aus jenem Himmel. Dem von "Kreationisten". Nur, hier, die Wissenschaftsseite. Von einem kruden Horizont von vierzehn bis achtzehn Milliarden Jahren seit dem "Urknall" sprechen diese Leute. Immerhin so viele Milliarden Jahre. Die sind einem zumindest begreifbarer, von dem her, als krasse "zehntausend Jahre", für alle Begebenheiten der heutigen Welt.
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