Der tiefe Blick - und man sieht plötzlich wieder was
Der tiefe Blick - und man sieht plötzlich wieder was
Wie sich da der Schöpfungsakt in manchen Religionswerken seit altersher abbildet, der "Urknall" widerspricht der strukturierten Wegstrecke nicht. Der "Urknall" brachte die Wissenschaft schließlich, als man sich von Wissenschaftlerseite auf ihn einigte, ihn als DAS festlegte, relativ in Einklang mit zahlreichen religiösen Vorstellungen. Der "Urknall" schuf ein bißchen besseren Frieden zwischen den Religionswelten mit ihren Exklusivbuchwerken, in denen alles längst haarklein drinnensteht, man müßte es denn bloß endlich glauben, als Wissen, Gewißheit annehmen, wie im Mittelalter, und der forschenden Wissenschaft. Nichts mehr offene Forschung, beim "Urknall" war dann der "Urknall", den man als das EINE Wesentliche hinzunehmen hatte. Um den "Urknall" weiß alle Wissenschaft bis heute Bescheid.
Eben wegen dem Anfang, dem großen Mittelstück, dem dazwischen, bei dem alle Erdenwelt lebt, und der Ansicht eines perspektivischen Abschlusses. Beim "Urknall" sollte das ebenfalls als Teil der Legende gesehen werden. Wie bei "Gott", der ja der, der "Im Anfang" und so. Dann befand "Gott", es wäre was für "gut". Bis es sich denn mal weiterentwickelt, es zu einem Schlußpunkt allen Lebens kommen muß. Einem "jüngsten Tag". Zu jenen Dingen, daß es führt, wie sie etwa so in einer "Offenbarung" bei einer Abschlußszene textlich beschrieben werden.
Beim "Urknall", dieser "Singularität", war das erste, daß die unterschiedlichsten komprimierten Mächte sich nicht länger halten ließen. Alles flog nach überallhin ins Rund von dannen, als da was nicht mehr länger dichthalten konnte.
Wenn das nun also eine elementare Detonation war, beinhaltet das, daß eine letzte Grenze, ein so eben noch errreichbarer Ausdehnungshorizont zu vermutbar wäre. Etwas, das einem zwangsläufig irgendwo aufscheinen müßte. Weil da die Dinge ja bei einer Explosionsdruckwelle nicht weiter als bis dorthin reichen. Auch im "leeren Raum" müßte da was sein, das "bis hierhin und nicht weiter", das müßte festzuhalten sein.
In nichts widerspricht der "Urknall" doch den Vorstellungen von Sachverhalten, wie sie in allen möglichen Religionswerken geschrieben stehen. Von einem "Ende aller Zeit" steht da oft was in diversen Worten für den Lesenden da.
Was bei philosophischen, religiösen Bildern mitinbegriffen ist, das ist ja die große wissenschaftliche Fragestellung am Universum und beim "Urknall": Was wird aus allem und jedem? Wo geht die Reise letztendlich hin?
Deshalb all der technische Aufwand bei den immer weiter verbesserten, Unsummen an Geld kostenden Sonden für die Weitsicht. Das Gerät, das man in den leeren Raum hinausschießen läßt. Oder die Teleskope auf der Erde, die man wo an Orten erbaut, wo kein Stäubchen die Linsen eintrübt.
Irgendwas möcht man mal beim Hinausschauen überblicken können. Bestimmt einen allerletzten Horizont in die Sicht kriegen. Der eine Blick darauf, der wäre es doch für jeden Wissenschaftler. Schließlich, daß die "Urknall"-Philosophie, religös motiviert, bei ihnen vorherrscht. Seit Jahrzehnten wird bei ihnen nun bereits der "Urknall" als das EINE gelehrt und vorausgesetzt. Nicht in einem religiösen Sinne als "Glaube", sondern als "Wissen" markiert. Da könnte jeder weltweit gefragte Preise einheimsen, der in der Lage wäre, für die endgültigen Beweise der besonderen "Urknall"-Imaginierung sorgen zu können.
Jedem brächte derartiges unvorstellbaren Ruhm, Schulkinder müßten diese und jene Namen irgendwann im Unterricht lernen.
Wer immer das demnach zufällig genauer betrachten könnte, was dort an dem dem vermuteten "Urknall"-Punkt gegenüberliegenden Dunkelhorzont genauer los wäre, der ... Bei den schlußendlich weiterhin nicht so recht beantwortbaren Fragen, was aus aller Welt würde. Bisher, daß die sich immer nur immer weiter "inflationär" ausdehnt. Obwohl man "Urknall" hat und beim "Urknall" doch auch den Schlußpunkt wie selbstverständlich anbei hätte. Daß einfach die Kante wo zwingend sein muß, anders klappt das nicht so richtig, das mit dem "Urknall".
Zuletzt wurde aller Welt ja Kunde gegeben, daß man wieder "nur" neue Galaxien aus so Aufnahmeformaten herausfilterte. Aus Fotobildern, laufender Kameraszene. So dort am Rand, wo man ständig die selbstverständliche technische Limitierung abkriegt. Weil die Auflösung an natürliche Grenzen stößt.
Erneut hatte man was von Galaxien zu schreiben. Eine doofe "Galaxien"-Runde war. Unendlich alte Galaxien, unendliche Äonen entfernt. Ururalte Szene. Galaxien jedoch, auf zigfach Parsek-Geschwindigkeit hochbeschleunigt. Unvorstellbares Tempo. Wahrhaftige Galaxien-Rennautos. Oder was?
Was die Galaxien so irre beschleunigt, das konnten sie nicht genau erkennen. Mangelnde Vorstellungskraft gaben sie vor, was für eine wahnsinnige Kraft für dieses Geschwindigkeitsaufkommen sorgen könnte. Irgendwas, das Galaxien so unheimlich hochgeschwind nach wohin hinreißen kann. Einstweilen für sie als Betrachter nichts zu gewahren, was daran die Schuld tragen könnte. Fast, als ginge es hin zu einer übergroßen, böseren Ausformung eines Schwarzen Lochs. Da in jener Schwärze, in der Schwärze oftmals nicht gleich Schwärze ist. Man hat unterschiedliche Arten von Dunkelheit, Finsternis am Hof.
Das heißt, ihr Blick, als der sich schärfte, haben sie erneut nichts weiter als die nächsten nach irgendwohin abdüsenden Galaxien wahrzunehmen gehabt. Ewige Galaxien. Satt haben sie die unaufhörlichen Galaxien. Der Rest, für den brauchen sie weiterhin noch mal verbesserte visuelle Gerätschaft. Wieder noch tiefer reingucken zu können, in die verschiedenen Schwarzschattierungen. Um mal den Abschluß wo gewahren zu dürfen, weil sie sich dem gewiß sind, es muß mal Schluß sein hier. Ende, Aus, "Amen". Darauf wurd von IHNEN gewettet, das WOLLEN sie.
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