Könnte man an den Rand, die Kante sehen
So in einer "Offenbarung" und bei so was, da kann einem als Leser beispielsweise eine religiöse Endzeitdarstellung in die Ansicht geraten. Wie was eventuell sein sollte, angedacht wäre, wie aus einer "Gottes"-Betrachtung heraus nach einem Endspiel gesehen wurde.
Das heißt, es wird erst ein "Im Anfang" verortet, in der Folge so mancher Zwischenbereich, wie das Leben, mit dem dazwischen. Ansonsten sollte alles grundlegend so sein, wie sich einem die Vorgänge bei Geburt, Leben und Tod so darstellen.
Nach einem kürzerem, längerem Weilchen endet für jedermann das Dasein mit etwas Unvermeidlichem: mit dem Tod. Eine Begebenheit, für alles der äußeren Welt vermutet man ganz dasselbe. Wenn "Gott" was erschafft, das er für "gut" befunden hat, hat das eine Zeitlang seine Verweildauer. Bis ...
Dieses Etwas eines Schlußpunktes für alles dieser sichtbaren Welt, dieses EINE, das hat der "Urknall" wie selbstverständlich mitinbegriffen.
Ein Ende bei allem, das vom Knallpunkt aus fortfliegt, regelrecht zwingend wäre das, beim "Urknall".
Eine "Abpfiff"-Perspektive, die müßte beim "Urknall" geradezu aufscheinen. Irgendwo in der Ferne. Wenn denn endlich in der Finsternis, der Dunkelheit nichts weiter wäre.
Der Frohsinn, all das, das man bei den Religionen den Sterblichen verkündet, beim "Urknall" bleibt er gewahrt: Zwar wäre da dann das Ende, aber nach dem Ende ist alles lange nicht aus und vorbei. Danach geht es erst so richtig rund.
Man hat schließlich, bei der Religionsperspektive,, den "Jüngsten Tag" zu erwarten. Am "Jüngsten Tag" erscheint "Gott" samt Gefolge. Es ist der Zeitpunkt gegeben, daß die Toten aus den Gräbern gerufen werden. "Gericht" sollt gehalten werden. Das "Jüngste Gericht", diese Entscheidung, die für jeden anstünde. Zur Kenntnis zu nehmen hätte man Sachverhalte durch "Gott". Eine Aufteilung in "Gut" und "Böse", zu der es kommen sollte. Die für "gut" Befundenen, die dürften das erwarten, daß "Gott" sie ins "Paradies" führt. Dem verbleibenden Rest, dem ging's denn nicht so besonders. Der harrt der "ewigen Verdammnis".
Von dem her, bei mancher "frohen Botschaft", wenn man sich die Wiederauferstehung erhofft. Die "frohe Botschaft", die sich bei einem stehenden All nie so recht in Erfahrung bringen ließe, wenn was immer Bestand hat.
Deshalb ja auch der "Urknall", daß der DAS war. Der die Religionsvertreter beruhigte.
Beim "Urknall" wäre es die Möglichkeit, daß ein Versprechen gehalten werden könnte. Daß man, war man im Leben "gut", hing dem und dem Glauben an, war keiner der Ungläubigen .. Als gläubiger Mensch möchte man doch schon im Leben das eine oder andere nebenher mit erfahren. Darüber Bescheid wissen, daß manches Erhoffte tatsächlich eine Möglichkeit wäre. Das, daß "Gott" der Welt wiederkehre, daß das mit dem "ewigen Leben" ...
Das treibt die "Gottessucher" der Wissenschaft in Scharen an die Teleskope. Ihr Sinn ist dabei wirklich nicht die unablässige unendliche Weite. Der Blick immer noch tiefer hinein, der gilt echt was anderem. Nicht der Anblick von noch mal und noch mal neuen Galaxien, der wäre es für sie. Die Galaxien, die werden bestenfalls kühl zur Kenntnis genommen, bei der schnöden Feststellung: da hat man noch nicht weit genug geguckt. Da muß man noch mal weiter rausgucken. Da wirklich mal was zu sehen. Was man mal erkennbar sein müßte. Nachdem bei einem der "Urknall" das Bestimmende auf der Szene ist, hat man einen ganz anderen Erwartungshorizont, als immerzu die gräßliche Weitschweifigkeit.
Bei einem Blick hinaus, erhofft man sich mal den letzten Ausdehnungshorizont zu entdecken. Schlußendlich beinhaltet den die "Urknall"-Rechnung. Daß man sie zu Gesicht kriegen müßte, die Kante, den Abschluß, den allerletzten Rand. Beim "Urknall" müßte eine natürliche Begrenzung zum Vorschein kommen, der letztendliche Druckwellenmoment der Explosion. Bis hierhin und nicht weiter..
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