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Blog von TeddeMehr

Groß das Erhoffte

8. September 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Es wird demnach - wie soll man das beschreiben? - auf das Ende gehofft.

Der "Urknall", der bietet zuerst einen Anfang an. Ein Anbeginn von allem. Durch den einen obskuren "Böllerschlag", mit dem alles losgebrochen sein soll, was das Auge betrachten kann. Vielleicht, als so ein "singulares Wesen", ein "Gott", so was dieses X-Faktors meinte, festhielt, es läßt sich nicht mehr zusammenhalten. Da flog dann alle Materie auseinander. Bis heute fliegt das nach überall rundherum von dannen. Alles von dem einen Punkt fort, den SIE als Verortetes - geben SIE zumindest vor, die Verortung -, genau kennen. So eine Region, vor vierzehn bis siebzehn, achtzehn Milliarden Jahren, dort wäre es losgegangen. Kann man gut und gern in der einen oder anderen Karte des  sichtbaren Universums eingetragen finden, den "Urknall"-Punkt.

Also, kann man da nicht sagen: "Im Anbeginn"? Beim "Urknall". Da legt dann das los, will man es als Kleriker sehen, daß dort was mit der Weltschöpfung insgesamt war. So das mit den ersten paar Tagen, mit denen es in der Schrift losbricht.

Aber, der "Urknall", der beinhaltet im Grunde noch viel mehr: die Aussicht auf ein gesichertes Ende. Daß mal Schluß ist, mit allem hier. Mit allem und jedem. Der "Urknall", der gibt einem Gläubigen auch von der Wissenschaftsseite her die Hoffnung, daß er nicht ewig auf was zu warten hat. Bei dem, was er sich im Leben erhofft hat, weil es ihm als die "frohe Botschaft" einer "Wiederauferstehung" bei ihm verkündet ward. Beim "Urknall" hat man auch von der Wissenschaftsseite her nicht bis in alle Ewigkeit auf etwas zu warten. Beim "Urknall" sollte mal wo Schluß sein. Aus und vorbei. Im "Urknall"-Fall hat man nicht auf irgendwas hinzuwarten, auf was, das man ansonsten knapp so verdächtigen könnte: daß es nie passiert. Der "Urknall", der bezieht sich auf ein "inflationäres" Universum, das irgendwann ein Ende mit inbegriffen hat. Wo was beginnt, muß was zwingend aufhören. Das sagt der "Urknall". Wie der Faktor bei Geburt, Leben, daß am Lebensende der Tod aufscheint. Alleine schon in der Vorstellung eines ersten Knalls ist das mit der Vergängnis dabei. Schließlich: Jede Detonation hat eine gewisse Ausdehnung. Irgendwann, daß die Kraft einer Explosion seine natürliche Grenze erreichen muß. Auch mal im Universumsrund. Weiter fliegt was Zeug einfach nicht davon. Es müßt im fernen Radius irgendwann zum Stehen kommen. Anhalten. Ist es der "Urknall", der ... Beim Weltall, je tiefer man schaut, müßte das mit dem "Inflationären", war es ein Knall, eine Explosion, zwingend aufhören. Beim "Urknall" müßte man als Wissenschaftler mit all seinen Teleskopen, je tiefer man in die Unendlichkeit des Alls hinausblickt, mal zwangsläufig eine Begrenzung erkennen. Und wenn man die nicht wahrnimmt, diese letzte äußere Ausdehnung, dann hat man vielleicht einfach noch nicht tief genug in das Universum hineingeblickt. Deswegen, daß man wieder noch bessere, teuere Teleskope benötigt. Daß man endlich wirklich an den finalen Abschlußhorizont heransehen könnt, weil der zwingend wäre, bei der "Urknall"-Vorstellung. Der "Urknall", eine Einschränkung, Begrenzung hat der an sich mitinbegriffen.

Der "Urknall". wohl weniger eine wissenschaftliche Erkenntnis, sondern ein Kompromiß von Wissenschaftsleuten mit den verschiedensten Kirchenleuten. Einem Klerus, der lange nach der Wissenschaft hingeguckt hatte, dem das dauernde Treiben da auf der Sternenguckerbühne von Haus aus suspekt war. Da erwartete man, als jemand mit religiöser Gesinnung nichts Gutes. Bis dann, nach so "Hubble'schen" Erkenntnissen und so, da fand man besseren Zugriff. Ab da war dann das mit dem Zuschauen, Lernen vorüber. Man beschäftigte sich ja auch mit dem Universum und hatte eigene Teleskopeinrichtungen bei sich eingerichtet, berechnete was, rechnete Dingen hinterher. Da trat man denn, aus dem heraus, als kirchlicher Abgesandter im Wissenschaftlergewand bei ohnehin jenen Wissenschaftlern mit anständiger Religionsgesinnung herausfordernd vor. Und die Forderungen wurden einem von der Wissenschaftsseite, angesichts von Drängeleien und komischen Ansprachen denn auch erfüllt. Der "Clou" dabei: der "Urknall", dieses von einem Minimalpünktchen aus Davonstürzende aller Materie.

Der "Urknall", der von dem her wohl nicht weiter kann, als eine Explosionswelle trägt. Selbst im leeren Raum nicht. Daß ein "Jüngster Tag" wo für den gläubigen Menschen beim "Urknall" ebenfalls in Sicht kommen sollte. Irgendwann müßte der Abschluß, die weitestmögliche Ausdehnung mit einem Teleskopauge doch zum Vorschein gebracht werden können. Womit ... Der Beweis erbracht wäre. Das dringend benötigte Ende würde absehbar. Das Ende aller Zeit. Der "Jüngste Tag", er wäre am Horizont. Im Bereich des möglichen. Der Moment berechenbar, an dem der eine "Gott" sich vorzeigen würde. Alle Toten würde er ins Leben zurückrufen, die, die lange genug drunten unter der Erde auf die Ankunft "Gottes" warteten. Daß das wäre, worauf sie als Lebende mancherlei Hoffnung setzten. Daß "Gott" ihnen am "Jüngsten Tag" der Richter wäre, einer, der in "Gut" und "Böse" einteilt. Die "Guten", die holt ER zu sich. Die "Bösen", die schickt ER in die ewige Verdammnis.

 

 

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