In aller Geläufigkeit
"Denken lernen in ein paar Tagen, mit Profis, von Platon bis Sartre, Philosophie der Zukunft!" - hat einer hier gemeint.
Denke ganz profan, irgendwann muß man mal ohne DIE auskommen, sich nicht mehr zuviel "vordenken" lassen, von irgendwelchen Leuten.
Komisch, was los ist, seit einem kleinen Weilchen, auf der Plattform. Scheint viel Unterschwelligkeit unterwegs zu sein. Wenn man etwa liest: "Alle reden vom Klima - ich rede vom Klimagerede". Oder: "Weltklima oder Betriebsklima? Entern esoterische Anthroposophen das Parlament?"
"Anthroposophen"?
Fällt mir jetzt nebenher ein, mal über die zu reden, die hier derzeit die sind, die über das Klimagerede reden. Zumeist entstammt das ja einem Herkunftsort. Abdrücke, zuortbar.
Schon klar, daß da weiter jeder was "normal das Wetter" finden kann, wenn er Wetterphänomene wahrnimmt. Schließlich gab es Stürme früher wie heute. Auch mal mächtiger oder weniger mächtig. Wie es so eben ist, das "Wetter".
Wobei ich persönlich da weniger an den Forschern, Wissenschaftlern zweifele, die einem im Heute davon Mitteilung machen, daß man sich auf der Welt wettertechnisch auch was einbrocken kann, mit seinen gedankenlos ungehemmten menschlichen Handlungs- und Verhaltensweisen. Daß man eventuell mal auch was Folgen tragen können wird müssen, wenn plötzlich zu viel von bestimmten miserablen Vorkommnissen "lokal" wo aufscheinen. Schmilzt das Eis an Polen, dann ... Kann es Landnahmen von Meerwasser geben, eine Zunahme der Kraft der Winde.
Nun, so der Trotz gegenüber denen, die am Wetterhorizont auch katastrophale Ereignisse voraussagen ... Da scheint Leuten Michael Crichton, der Mensch mit jenem, dem "Jurassic Park", Bestimmten , die eine Weltanschauung ihr Eigen nennen, einen besonderen Text abgeliefert zu haben. Bei Zeilen, in denen Crichton Klima- und Wetterforscher, Wissenschaftsvolk zu den Bösen machte. DIE, nicht die "Guten", sondern der böse Charakter. Schlimme Finger, die nichts als Zugriff auf staatliche Institutionen nehmen wollen, Machtpositionen vereinnahmen, die ihnen nicht zustünden. Selbst noch über das Staatsbudget würden sie gerne mitbestimmen, dabei immer mehr Geld für sich und ihre Projekte sich wünschen. Selber vor allem eins zu werden: reicher, mächtiger.
Welchen Postionen sprach Crichton eklatant das Wort, die sich heute insbesondere in der Politik des Jahr '17-US-Präsidenten wiederfinden. Als hätten da DIE bei Chrichton ein Büchlein bestellt, das abgekriegt, ganz nach Wunsch. Alles diskutierte Chrichton in DEREN Sinne.
Der eine Jahr '17-US-Präsident, einer der seltsamsten Präsidenten, die die Vereinigten Staaten von Amerika je hatten, der kommt hier nun wieder mal vor. Der eine, der sich bereits früher in Ansprachen oft einen "Rechtskonservativen" nannte. "Rechtskonservativ", ein Weichspülerwort, mit dem sich die "neue", "alternatiive" Rechte diese Gegenwartszeiten besonders gerne umtut.
Eine neue Rechtslastigkeit, groß im Gegenwartsaufkommen. Ein Rechtsraus, das alles mögliche gerne hat, aber nicht so das üblche Wort "Faschismus" in Bezug auf sich. Nach so vielen Jahrzehnten, die seit dem zweiten Weltkrieg vergangen sind, scheinen sich diese trügerischen Personen bestens kaschieren zu können, hat eine Gesellschaft Probleme, IHNEN hinter die frischen Wortschöpfungen zu kommen. Jedenfalls werden sie wie noch was von so Bevölkerungen gewählt. Als wäre da Volk der schlimme Horizont bei Figuren wie dem "Duce" oder dem "Führer" abhandengekommen. So Denkweisen, Anwürfe, die man wieder bei sich Platz nehmen läßt. Unreflektiert.
In vielem, auch bei so was, kann man den Jahr '17-US-Präsidenten in der Rolle von jemandem sehen, der mancherlei Rechtskonservativen, diesen Gegenwartskreaturen der rechten Faschismus-Last, vorausgeht. Seine Strahlkraft ist die, für vieles weltweit verantwortlich. Mit seinem hellen Fackelschein, daß der Nordamerikaner Orientierung hoch zehn vorgibt. Wie man etwa beim Thema "Klima" sehen kann, bei dem sich die der "neuen, alternativen Rechten" haarscharf an diesem US-Präsidenten ausgerichtet haben. An dem, der seine nordamerikanische Regierung aus einem großen Klimaabkommen mit weltweiten Bestrebungen aussteigen ließ.
Diese Position als in Klimafragen Ungläubige nehmen die von Rechtsraus heutzutage am liebsten ein. Bezweifeln alles des Klimas. Diese Rechtsraus, die in der Gegenwart, momentan Ende September des Jahres '19 nach dem Millenium, immer naiver beschaut und an der Wahlurne mit Wahlstimmen für bessere Zahlenwerte versehen werden. Unfaßlich was. Oft, daß man da als Betrachter der Szene nicht recht mitkommt, wie das so zugeht, das bei DENEN, warum DIE auch nur eine Stimme mehr kriegen. Bei dem, was DIE sind. Wie SIE daherreden. Erzählen SIE es doch!
Von dem her, da geht klar, was gegenwärtig Sache ist. Man fühlt sich als wer. Als dieses Erfolgreiche. Als das der rechten Last, als das bildet man sich scheinbar auch auf so einer Plattform langsam aber sicher deutlicher, markanter ab. Nicht die rote Karte, die rumverteilt wird; es wird einem sogar noch Applaus gespendet. Daraus folgt: ein Zugewinn an Kühle. Daß man von sich gut und gerne in der Mehrzahl schreibt.
Man kommt offener da beim Eigenen mit dergleichen an, glaubt nun anscheinend, was in bester Beiläufigkeit freiweg unterbringen zu können. Bei Empfehlungen. Als Ratgeber. "Guten Rat", den man hergibt. Kostenlos. Worüber wer zu texten hätte. Für den Erfolg. Etwa über dergleichen: "Welt ohne Europäer", "Europa ohne Europäer", "Die letzten Weißen". Eine Themenvielfalt. Gut für was Schundwerke der "Neuen Rechten". Wohl, weil man seine "Essays", Aufsätze in den Illustrierten der "Neuen Rechten" ziemlich unterbringen könnte. Für sein monetäres Fortkommen oder so ebenfalls nicht schlecht, hätte man in jenen Magazinen regelmäßig seine Veröffentlichungen.
Das vorzubringen, das scheint hinzuhauen, weil man scheint's wähnt, sich nicht länger bergen, bedeckt halten zu müssen. Man sieht eher die Applaudierer, als daß man eventuell als DAS angesehen würde, was man ist. Das, was man preisgibt, so als der Dreißiger-Jahre-Augenzwinkerer in dieser Gegenwartszeit.
"Dreißiger-Jahre-Augenzwinkerer? Man überlege: Früherdings, die dreißiger Jahre, daß es auch Sympathisanten für den "Duce" und den "Führer" in aller Herren Länder gab. Britannien, Amerika, allüberall. Typen, die wohlgesonnen verharmlosend über das Treiben, die Verhaltensweisen des "Duces", "Führers" redeten. Bei sich daheim in der Heimat überlegten, wie man die Politik eines "Duce", "Führers" ebenfalls unterbringen könnte.
Überdies, zur Kollaboration waren diese Augenzwinkerer auch noch fähig. Als diejenigen, die den den Nazi-Deutschen bereitwillig aushalfen, "Juden" und alles mögliche dazu aufzufinden und in die Vernichtungslager zu verbringen. Überall dort, wo die aus Nazi-Deutschland die Besatzer waren, was da was soldatisch und so am Nazi-Geist Kleinigkeiten betrieben wurde, da waren sie auch von zahlreichen einheimischen Helferlein rumringt. Örtlichen Gesinnungsgenossen, Polen, die nach Polen guckten, Franzosen nach Franzosen und so fort.
Und die gehen scheinbar im Gegenwartseuropa groß, die Kollaborateure von damals, die ihre Wieder-, Nachgänger gefunden haben, in den verschiedenen europäischen Regionalgebieten. Auch sie, "nur" Nachgeborene.
Im Augenblick also, manche, die die Vermutung haben, sie könnten lässig was schleichen lassen. Es wäre niemand mehr weit und breit, bei dem der Geruch, der bei ihnen den Ausgangspunkt hat, Erwähnung findet.
Mir ist der nicht gerade wohlriechende Dampf hier allerdings schon die und die Zeile wert. Kann einfach eine Duftnote nicht als "Parfüm" empfinden. So gesellschaftsfähig sie sich in der Gegenwart schon wieder findet. Weiter verbreitet.
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