Die Rechenübung bei vorgegebenem Ergebnis
Worauf hofft man als Astronom auf dem Planeten "Terra"?
Auf neue bunte Galaxien auf Aufnahmen aus der nächsten unendlichen Ferne? So fern und tiefste Vergangenheit, kaum mehr wahr.
Womöglich, daß es die abgebildeten Galaxien im Heute überhaupt nicht mehr gibt. So das auf den Farbaufnahmen, die als Fotos in Wissenschaftsbüchern, -magazinen die Leute begeistern. Überdies: Die Wissenschaftsleute haben dieses Zeug zuhauf. Ewig dieselbe Farbpalette.
Nichts, mit dem man an sich auf der Erde in seiner augenblicklichen Situation bei den Raketen und dem mehr als nötig was anzufangen weiß. Nach dazu als religiöser Mensch, bei "Gott" und so, einer Gläubigkeit verhaftet. Nichts weiter ist man darüberhinaus, als ein Statistiker, Galaxien- und Sternenzähler, Größennormierer. Astronomische Buchhalterei am Distanzenrechner und gelangweilt angeödeter Namensgeber für dies und das. Man gähnt sich eins.
Fürs Universum gilt das wirklich: Du darfst kurz gucken, aber nicht anfassen. Zumindest hat der Mensch noch einiges vor sich, will er nicht demnächst von einem Nachwuchs-Schwarzen-Loch gefressen werden. Total noch verloren zu gehen, samt der Grabstätte.
Nichtsdestotrotz läßt man sich als Staat sein Astronomie-Hobby mancherlei kosten. Werden Satelliten mit Sonden in den Himmel hinaufgeschossen, daß sie die Erdatmosphäre durchstoßen. Draußen im Vakuum wird was abgeladen, für den noch ferneren Blick. Das Staubkorn am Mond kann die Auflösung vereinzelnen. Gut, daß es noch die Meteoriten gibt, die in Erdnähe gelangen können, daß man sich einigermaßen gegen Angriffe erwehren kann, wenn der eigene Sinn bezweifelt wird, man das mit den Unkosten erwähnt. Immerhin: "Oumuamua" konnt man enddecken. Vierhundert Meter in der Länge ein gewaltig Teil. Ist doch was. Wär "Oumuamua" auf der Erde aufgeschlagen, mit seiner Pfeilform, wär viel Undenkbares in der Gegenwart los.
Das heißt, es müßte jedem deutlich sein, um was bei den Sternenguckern geht. Nach was SIE Ausschau halten. Nach Zeug, Müll in Erdnähe und einem gewissen Horizont, wo es schwarz wird für die Guckinstrumente vom Erdplaneten aus.
Deshalb darf man die gereizte Stimmung eventuell beruhigt glauben, zuletzt, als es jüngst was gegeben hat. Mit neuester Teleskophochauflösungstechnologie.
Auf ein neues war ewig dasselbe: SIE waren in der Lage noch mal Galaxien bei Bildwiedergaben herauszufiltern. Myriaden an unausstehlichen Lichtjahren entfernt, wo lange das große Dunkel einer Blickgrenze für die menschliche Technik als die allergrößte Problematik vorherrscht.
Wieder mal: nichts als Galaxien. Galaxien, Galaxien und noch mal: doofe Galaxien. Herauszuarbeiten waren sie. Abzufiltern. Und auch noch rasant am "Fahren", die Galaxiendinger: zig Parsek schnell. Irre wird dort vorangerast.
Wo sich bald mal langsam was einbremsen sollte, müßte hier. Geschwindigkeitsabbau, das würde dem eher entsprechen, das die eigenen Rechnungen am "Urknall" inbegriffen haben. Relativen Stillstand, den man wo vermutet. Eine Sekündchen des Entscheids. "Bingo" oder nicht "Bingo". Sobald nichts mehr ferner fährt, sondern einen Beharrunghorizont nimmt. Nichts weiter mit dem, das alles im Hier und Jetzt in dem Maß nach vorn trägt.
Und doch war man dazu gezwungen, das festhalten und zum x-tenmal eingestehen zu müssen: neuerlich Galaxien, zig Parseik schnell. Galaxien am Rasen. Was sie als eine exklusivere Besonderheit am medialen Nachrichtenhimmel vermelden ließ. Ohne Assoziationszusatz. Als wäre das dort eine außerordentlichere Extratempozunahme als hier im örtlichen Galaxienlokal. In Milchstraße-Nähe. Vollkommen was eine Besonderheit.
Verknüpft einem wohl lediglich keiner keinem was. Alles nimmt jeder anscheinend als Solostück für sich bei den Beiträgen als vorgegeben an. Zusammenhänge herzustellen, lieber nicht. Oder: auch ein Glücksumstand. Am "Urknall". Am "Urknall", bei dem man sich befindet.
Ansonsten würd man eventuell ... Das mit der Großen Magellanschen Wolke. Irrsinnig, wie die sich umtut. Die Große Magellansche Wolke, sie fliegt, sie hetzt, sie jagt mit einem unsäglichen Geschwindigkeitsaufkommen auf die Milchstraße zu. Auf die Milchstraße, die hiesige Galaxie, von der das Sonnensystem der Erde ein Minimalstteilchen ist.
Die Große Magellansche Wolke, ihre Absicht, etwas anzufangen mit der Milchstraße. Sie sich vorzuknöpfen, sie auszuweiden. Zu "kannibalisieren". Vielleicht auch, einen Zusammenstoß mit "Sagittarius A", dem einen Schwarzen Loch, Eigentümer des gesamten Rests an Sonne, Mond und Sternen, Pipapo, das die Milchstraße im Großen und Ganzen ausmacht, herbeizuführen. Nochmals an zusätzlichen Sonnenschweren zuzulegen, das Schwarze Loch der Großen Magellanschen Wolke. Das jetzt schon viel schwerer ist als das Schwarze Loch der Milchstraße.
Zwanzig, fünfundzwanzig Millionen Sonnenschweren könnte das Schwarze Loch der Großen Magellanschen Milschstraße schwer sein.
Die Große Magellansche Wolke, mit vielfacher Parsek-Geschwindigkeit setzt sie der Milchstraße hinterher. Wohl nicht viel langsamer als die Galaxien, die man da am Rand der Dunkelwelt als "Neuware" zur Kenntnis zu nehmen hatte.
Was wohl zu guter Letzt nichts anderes heißt, als daß alles immer noch ein Stückweit weitergeht, am Kosmos. Die Schlußstrecke, sie läßt auf sich waren. Sich bitten.
Zudem, nicht eben erfreulich für die Kosmologie am "Urknall" an sich, wenn dort die Dinger zwar rasend sind, aber nicht viel langsamer Geschwindigkeit haben wie hier. Das Tempo, das spricht von einer hübsch weiteren Strecke, die die Teleskope, bei denen es viele Sorgen gibt, zu durchdringen haben.
Da fängt man ja fast an, am "Urknall" vom Glauben abzufallen. Da wird das mit den tatsächlichen Begebenheiten und denen des "Urknalls" wieder komplexer. Das bei den Berechnungen. Schließlich hat man den "Urknall" als gegeben hinzunehmen. Als das, das unterm Strich herauszukommen hat. Wie immer.
Der "Urknall", der ist ja das Endergebnis, zu dem man es bei seinen Rechenübungen bringen muß. Oder ...
DAS war ja am Ende das Große des einen großen Wissenschaftskonvents damals vor Jahrzehnten. Nicht länger die Suche. Sondern das, daß man etwas gefunden hat, das man am Religionshimmel lange ewiglich hatte. Es war da diese Vergangenheitsepoche, Zweite-Weltkrieg-Gegend, der "Urknall" das, das man sich als die singulare Exklusivität wünschte. Als man sich wegen Hubble auf der Wissenschaftlerbühne für den "Urknall" als den Kern der Sache entschied. Seit dieser epochalen Zeitenwende, daß man sich damit voranschafft, hauptsächlich im Sinne des "Urknalls" seiner Forschungs- und Rechentätigkeit nachzugehen. Die Drohungen, "exkommuniziert" zu werden, die waren mit dem "Urknall" augenblicklich weniger. Seinen großen Frieden hatte man am Wissenschaftshof. An den "Urknall" geraten. Der "Urknall" als "Wissen" im Lexikon, nicht als das einer Glaubensangelegenheit. Daß man, trotz der Aufklärung. Als Wissenschaft.
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