Lange war er da erwünscht, der "große Knall"
Astronomie und Weltraumforschung und der "große Knall", eine Gegenwartsalltäglichkeit.
Der "Urknall" und seine singende Religionsweise. Seitdem denn am Wissenschaftshorizont urplötzlich allerorten was losknallte. Selbst auch als abrupter Böllerschlag ausdeutbar, der "Urknall", der der Wissenschaften. Dieselbe Umrißhaftigkeit. Aber nicht aus dem Nichts.
Alles andere als Zufall, daß da mal was knallmäßig passieren mußte. Dreißiger, vierziger Jahre. Im Laufe jener Jahrzehnte. Als die Zeiten dermaßen düster und unangenehm waren, daß es da glattweg "Urknall" werden konnte. Beinahe wie selbstverständlich. Nahezu unreflektiert steht seitdem der "Urknall" der Menschheit im erdenweiten Luftraum rum.
Wobei - wer hat sich den "Urknall" denn bestellt?
Sicherlich, daß die Wissenschaften den eher nicht dringend nötig hatten. Da hätte man fröhlich, unbeschwert freigeistig weiterforschen können. So knapp ohne bessere, besondere "Wissens"-Feststellung. Die reinste Freisinnigkeit, die man sein Eigen nannte. Jedes Ende war ebenso gut und möglich, für sie drinnen. Ihnen wars egal. Wollte man es von dem her tatsächlich zu gesicherten "Wissen", "Sicherheit" bringen? Zu einem Endresultat in der Rechnung?
Mit allem hätte sich mancher Wissenschaftler sicherlich lieber überraschen lassen. Die damalige Ära, man stelle sich vor. Da hielt man sich nicht umständlich mit jahrtausendealten "Wissens"-Ständen auf. Von jeder Feststellung an "Wissen" war man weit entfernt. Dafür brauchte es anderes.
Gräßlich Gegenwartstage waren das allerdings, mit mancherlei Folgen hatte man sich herumzuschlagen. Auch als jemand, der Wissenschaftswelt anteilig. Während anderswo ... Wie es immer so ist. Der eine hat es, das Glück, der andere weniger.
Mancherorts war das möglich, fröhlich weiter seine wissenschaftliche Forschung voranzutreiben. Größere Besorgungen, nicht das kleinste bißchen, daß diese vorherrschten. Alles war wie eh und je. Außer, daß man sich nebenher darüber wunderte, zu was Menschen fähig sein konnten. Zu Dingen, von denen man jedoch hautsächlich was las, wie man in heutiger Gegenwart von einem zweiten Welktrieg auch eher was liest. Von all den Ereignissen in jenem Krieg und zuvor die dreißiger jahre.
Früherdings mancherorts nicht anders, war das was Zeug aus der Membran am Radioempfänger. Beiläufig, daß man gruselnd da was erlauschte. Selbst das Fernsehgerät war hie und da schon präsenter. Technik, die sich weiterentwickelte, trotzdem viel einem kriegerisch-mordlüsternen Treiben gefrönt wurde. In den KZ beispielsweise, richtig eine Mordinstustrie, zu der man es brachte. Bei einer tauben, niedergeschlagenen reichsdeutschen Bevölkerung. Zu einem Wahnsinn von was. Wie in der Jahr '19-Gegenwart die und die Wählerschaft von Leuten fast schon wahnsinnig zu nennen ist. Hat man sie noch alle? Mit solchen zu trotzen? Statt sie unter fünf Prozent zu belassen. Wo sie hingehören würden.
Also konnte man sich bei seinem Wissenschaftlerberuf am Abend womöglich mit einem Whisky und einer Zigarre hinsetzen, in aller Ruhe seine Zeitung lesen. Als Wissenschaftler sich womöglich selbst noch Bewegtbilder betrachten, vor einem neuartigen Glotzkasten. Hatten eben andere Nachtschicht am Teleskopauge oder so. Man kann es sich schließlich auch bei den Wissenschaftsberufen wie an einem handelsüblichen Arbeitsplatz einrichten und in der Weise in bezahlten Stunden denken. Die Kontoüberweisung am Monatsende.
Möcht man in dem Sinne da irgendwas größer meinen, hier am Platz, derweil man den "Urknall" in seiner vollsten Umarmung hat? "Urknall"-umarmt ist man, noch und nöcher. Preise am "Urknall", letztens vergeben. Tolle Auszeichnungen. Unfaßlich, daß dem damals - im Verlauf jener beim Menschen blutig-durchgeknallten Epoche, die man heute die der grobschlächtigen Faschisten nennt, als die Rechtsraus alles schon mal grundsätzlich hatten - noch nicht so war. Keinem Wissenschaftsmenschen saß der "Urknall" auf der Pelle, daß es nicht zu glauben ist. Zu jener Ära war der "Urknall" lediglich ein Welbild unter mehreren denkbaren. Und das, als die Gegenwartstage für zu viele ärger als arg waren.
Obwohl da natürlich was der Exklusivität und "Singularität" dräute. Eine Finsterwolke, die hing über der Wissenschaft. Auf die weniger von altersher die Aufmerksamkeit gerichtet hatten. Weil eine Lebensgegenwart böse hernahm. Selbst zum unvermittelten Tode konnte sie führen. Währenddessen Hubble mit seinen Neuigkeiten mehr und mehr besprochen wurde, Anklang fand. Daß die Rede oftmals auf den "Urknall" am Weltbildhorizont kam. Hubbles Betrachtungen deuteten eine "Urknall"-Neigung für das Weltall an. Wissenschaftsartikel um Wissenschaftsartikel verfaßten Hubble und Co.. Die Fahrt und die Reise von "Galaxien" anbetreffend. Die eine Richtung, in die alles da dauerfahrend zu streben schien. Als wäre alles von einem Punkt aus zu betrachten. Weit und breit nicht viel Gegenverkehr bei den Galaxien. Voranfahrt, wie an der Perlenschnur aufgereiht. Höchstens mal ein flüchtiger Überholvorgang.
Tja, soll man Hubble für das verantwortlich machen, was aus seinen Wissenschaftsneuigkeiten gemacht wurden? Zu welcher Interpretation man durch ihn sich bemüßigt sah? Dafür benennt man heute Weltraumsonden nach ihm, für diesen Ruhm.
Fast was, angesichts der Thematik bei Hubble und Kollegenschaft, auf das man lange gewartet hatte. All die "Gottsucher", bei denen Priesterschaft rumhing, wissenschaftlich im Gestus. Als hätten sie Wissenschaftlichkeit im Interesse. Jahrelang, knapp auch Jahrzehnte längst, war da die Wissenschaft religiösen Mächten schon eine bessere Not. Zu viel an Jugend, die las "Science fiction", träumte von "Außerirdischen", "Außerirdische", die nicht die Gestalt von "Engeln" hatten. Wo man schon Probleme zwischen Schwarz und Weiß hatte, schauten Außerirdische monstermäßig für den Horror aus.
Man möchte dabei gar nicht erst auf die Dritte-Reich-Intoleranz-Aufführungen hinweisen.
Außerdem hatte man schon die eine oder andere Hysterie von wegen "Marsianern", "grünen Männchen" und so. "Ufo"-Sichtungen besprach man in rauhen Mengen. Bis man das Thema nur mehr ständig niederschlug. Auch von Staats wegen.
Jedenfalls, man fand sich als Mensch der Religion in einem erregten Dauerzustand. Beklagte sich fast in einer Tour. Sogar in der Landschaft kreischte man rum, bellte sich eins. Redete etwas davon, wie schön es noch im Mittelalter war. Bei "Inquisition" und Scheiterhaufen. Als noch keine "Aufklärung" in Europa über einen gekommen war, mit der man sich aus dem "Wissen" zum Wort "Glauben" zurückzuziehen hatte. Um noch von Bestand zu bleiben. In Europa oder sonstwo, wo man sich der Aufklärung annahm.
Eben das Mittelalter, als man mit Leuten noch was anstellen konnte. Wie die Nazis in den dreißiger, vierziger Jahren was mit Volk, "unwertem Leben" anfangen konnten. Im Mittelalter, als man nichts ertragen mußte, sondern handfest, massiv sein durfte. Durchregieren konnte man, autokratisch, despotisch. Mit dem vorgehaltenen Schwert in der einen Hand, dem "Buch der Bücher" in der anderen. So, daß man auf der Szene herrschte, Das eine Buch, auch ein dicker Wälzer, zweifelsfrei gut fürs Zuhauen. Oder die Streiche von Gegnern damit aufzufangen, hatte man zwei starke Arme, nicht bloß einen Schwertarm.
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