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Blog von TeddeMehr

Unten auf der Erde

18. November 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Der Umstand, daß der "Urknall", dermaßen umfänglich auf den Erdplaneten herabkam - ein paar kurze Erdjahrzehnte erst her. Zuvor war der "Urknall" länger nichts weiter als eine von mehreren Möglichkeiten, die für die kosmische Weltenentstehung in Betracht zu ziehen waren.

Bis ... Bis eben eine umdüsterte Gegenwart vorherrschte. Während der es jedoch zwischendurch auf Erden plötzlich "Urknall" werden konnte. Beinahe unbeobachtet von aller Welt, von kaum jemandem in dem Sinne größer, böser bedacht. Dabei stellt die Feststellung "Urknall" bei denen der Wissenschaften nichts dar, über das man hinwegsehen sollte. Nichts, bei dem gleichmütig abzuwinken wäre.

Der "Urknall" auf Erden, auch nicht viel länger her als ein Weltkriegsende. Dieses eine Kriegsende, das gleichbedeutend damit war, daß sich richtig eine Epoche, die der Faschisten, zu verabschieden hatte. Die große eine der Faschisten, unter denen die "Nationalsozialisten" noch mal ein wahrer Gipfelsturm an Infamem waren.

Zwar war nach dem Abgang der "Nazis" und der "Duce"-Faschisten in Italien die Freude groß. Bloß, geistig auf der Höhe war man nach dem Abtreten der Nazis, ihren Kollaborateuren und den "Duce"-Freunden noch lange nicht wieder.

Man hatte dieses mordlüsterne Faschisten- und "Nationalszialistenvolk zwar vom Hals, nur, einiges war dafür vonnöten gewesen. Jede Menge Verwüstung, die das kriegerische Treiben hinterließ, nicht nur bei den Trümmerfeldern. Auch geistig war was los.

Viel Aufmerksamkeit der Menschen, selbst noch weltweit, lag darauf, angesichts seiner alltäglichem Nöte, Zwänge, schnöde von Tag zu Tag zu gelangen. Nicht unbedingt jedem Weltgeschehnis wurde deshalb die ihm gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Das hießt, um aufmerksam zu werden, hätte man erst mal die dafür nötigen Denkweisen vor Ort haben müssen. Mit jenen war es aus besagten Gründen allerdings nicht weit her. Deshalb war einem dieses und jenes Geschehnis womöglich gar kein Begriff, sofern das einem Hintergrundwissen abverlangte. Einen anderweitigen Geisteshoizont. Man muß wirklich fragen: Wer hatte für so ein Geschehnis unter Wissenschaftlern allzu viele Sichtweisen parat?

Wer immer was davon erfuhr, daß es erdenwärts "Urknall" geworden war, der nahm dieses Wissens allerhöchstens zur Kenntnis. Ansonsten ließ es ihn weitgehend kalt. Das Geschehen am "Urknall", schließlich eine verschrobene Wissenschaftlerangelegenheit. Die bei exklusiv-exzentrischer Sternenguckerei, einem mathematischen Rechnereiwesen, nochgerade einem am Kosmos. Man hatte sich um sich selber zu kümmern, um die eigenen Zwänge, Notwendigkeiten. Von Sternwarten war man so weit weg, wie die von irgendwelchen dort wahrgenommenen Sternen, die wahnsinnigerweise noch ganze Galaxien sein konnten. Wahre Parallelwelten zur einheimischen Milchstraße. Daß einem jedem die Ohren bis heute schlackern könnten.

Die möglichen Hintergründigkeiten beim "Urknall", von dem her, wer war unter den Menschen in der Lage, da Dinge, Verhältnisse zu durchschauen? Die Späße, die sich am Wissenschaftshof abspielten. Das, warum es "Urknall" war, den Leuten eigentlich genauso piepe, wie wenn es nicht "Urknall" wäre. Ohnehin gab man, wegen der eigenen Notigkeit, manchem Elend, das einem mitspielte, den Kirchenbesuchen wieder den Vorzug. So ehedem. Man betete wieder vermehrt was, präsentierte Gläubigkeit, legte die Beichte ab, um manch eine Schwere im Beichtstuhl von sich zu nehmen. Unter vielen war man, drängelte sich im blanken Dutzend billiger bei den Kirchenbänken. Sprach mit bei den Gebetszeilen und sang die Lieder, die einen "Gott" priesen. Die Kirchen und Tempel waren voll, übervoll. Nicht allzu viele, die nicht was Glaube und Religion hatten. Und wenn, in der Minderheit waren sie. Hatten einen schlechteren Leumund, als Gottlose.

Vielen, daß es von dem her an irgendeinem Bewußtsein mangelte, da zuviel was von was durchblicken zu können. Überhaupt irgendwie Absichten sich klarzumachen, die so schon verstohlener untergebracht wurden. So das Mysterium, was es des weiteren mit so was wie einem "Urknall" auf sich haben könnte. Wen interessierten da die irdischen Ereignisse, die den Urknall" bewerkstelligten, überhaupt? War es denn nun "Urknall", daß es der "Urknall" war, dann war dem denn eben so. Kirchlich hatte man keine besonderen Beschwerden, wegen dem "Urknall", also war man im Kircheninneren nicht aufzuregen. Die Priesterschaft, die verkündete so das "Im Anfang schuf ..." - wie schon immer. Das hörten die Kinder in der Schule. Das hatte man so auch schon selber in ähnlicher Weise in der Schule mitgekriegt. Nichts dran war größer verändert. Wenn man ein "Buch der Bücher" aufschlug, war das der eine Text. In den "Büchern der Bücher", in denen man lesen sollte. In IHNEN lesen, sonst in nicht vielen Büchern. Was anderes hatte man oftmals auch nicht, worin man lesen hätte können. Am wenigsten kamen Wissenschaftstexte einem unter.

Wäre an sich aber auch DAS gleichgültig gewesen. Seitdem es der "Urknall" wurde, kann man auch wissenschaftlich nicht viel Unterschiedliches lesen. Schlußendlich war das das eine Hauptmerkmal, das eine, das die große "Urknall"-Anpassung mit sich brachte. Daß man eins war. Daß ein Gleichklang herrschte, "wissenschaftlich" wie religiös. Sowieso eher der damaligen Ära entsprechend. Als da von Wissenschaftlerseite der "Urknall" verkündet, vermeldet wurde, allem Religiösen, daß man von Haus aus zugeneigt war. An den Lippen der Priesterschaft hing man, verweilte bei der althergebrachten Weltenentstehungslegende derer mit der Religionsmotivation. Eine, die nun, zufällig, des weiteren gefestigt schien, abgesichert, wie es ausschaute. Wenn da so Wissenschaftsleute vom "Urknall"was erzählten, der "Urknall" als das universelle Schöpfungsmodell, der dem "Schöpfungsakt", dem durch "Gott", ganz ähnlich war. Bei Worten wie "Singularität" überdies. Wissenschaftlich war man demnach auf was draufgekommen, daß man bestens in Einklang mit jenen der "Ein Gott"-Religion geriet. Jetzt hatte die Wissenschaften und der Religion die ähnliche Weltentstehungslegende, man sprach nur ein klein wenig anders von ihr, was jedoch zu vernachlässigen war. 

Hatte das nicht der Priester letztens gemeint, daß sich die Wissenschaften nun bei "Gottes Schöpfung" eingefunden hätten? Endlich wäre man zur Einsicht gelangt. Zu "Gott". Überdies, sieht man das - daß, womöglich, die Wissenschaften bald noch den "Jüngsten Tag" belegen könnten. Das aus der "Offenbarung" und so. Wenn denn der große Moment bei "Gott" wäre, daß von IHM die Toten aus den Gräbern gerufen würden ...

Mit für solcherart Kunde war es denn "Urknall" geworden. War die Gleichschaltung von Religion und Wissenschaft besorgt worden. Der "Urknall", das Gleichschaltungsgesetz, das eine Moment, in dem sich Religion und Wissenschaft gleichschalteten. Bei Hubble und der Kollegenschaft Hubbles, was die an Wissenschaftnachrichten kundgaben, was die Fahrt und Reise von Galaxien anbetraf. Eine wahrhafte "Urknall"-Euphorie unter den Wissenschaftsleuten herrschte ehedem vor. Fast, als wäre plötzlich was entschieden, so verhielten sich die "Gottsucher" unter den Wissenschaftlern. Diese "Gottsucher", unter denen sich auch noch wahre Wissenschaftskoryphäen befanden, solche, auf die man hörte. Kaum mehr einkriegen konnten die einen sich vor "Urknall"-Begeisterung. Und bei jenen, diesen im Weltall einen "Gott" suchenden Leuten, ging wissenschaftlich sich verhaltende Priesterschaft um. Praktisch bei den EINEN aus und ein. Mit Sicherheit noch um ein vielfaches mehr "Urknall"-begeisterter. Noch mal mehr war man in Begeisterung geraten, als die Möglichkeiten erkannt wurden. Das, daß einem eine Gelegenheit geboten war. Das sahen SIE, zu was sie es bei den wissenschaftlichen "Gott"-Gefälligen des weiteren bringen konnte: zu einem wahrhaftigen Grundsatzentscheid. Einem am Markt der Weltbilder. Schließlich entsprach der "Urknall" seit eh und je eher den Dingen der Religion als irgendwas anderes. Daß es eigentlich regelrecht "Urknall" werden MUSSTE. Wie dringlich da was vonnöten war, zeigt, daß bei dem einen Wissenschaftstreff nicht nur so allgemein das Übliche an Priesterschaft vor Ort war, die bei denen der Sternenguckerei wie gewöhnlich mitdiskutierten, bei der Rechnerei den Senf dazugaben. Selbst noch Kirchenstaatabgeordnete, die am Konventort eintrafen. All dem Restlichen dazu. Die "Gottsucher"-Wissenschaftler, die in ihrer "Urknall"-Begeisterung nicht nachlassen sollten. Zusätzliche Stärkung sollten sie erfahren. Am "Urknall" sollten Nägel mit Köpfen eingeschlagen werden. Es mußte zu einer großen allgemeinen "Urknall"-"Wissens"-Feststellung kommen, auch wenn der "Urknall" an sich nicht abgesicherter wie zuvor die Jahrzehnte war. Zu einer exklusiven "Urknall"-Installation, die für alle Wissenschaft galt, hatte man es zu bringen. Grundsätzliches mußte man mit den Wissenschaftlern endlich klären, Grundsätzliches wurde geklärt. Die der Wissenschaften, sie waren das Nachgiebige, sie waren bei allem die große Veränderliche. Dort, bei den Wissenschaften, änderte sich alles. Während man selber, von seiner Religionspostion aus, am "Urknall" vor all den Dingen des Wissenschaftsvolkes schlagartig seine Ruhe hatte.

Wie man heute wahrnehmen könnte, wenn man mag: Jahrzehnte hat man sie nun schon, seine Ruhe. Die vor den Neuigkeiten aus dem Wissenschaftshaus. Mit dem "Urknall" besorgte man sich einen anhaltenden Frieden auf Erden.

Wenn das nicht beste Erdpolitik ist. Nicht für das Weltall, die Realität am Kosmos, sondern für all die Kleinigkeiten drunten am Erdboden hat man gehandelt. Beinahe durchgegriffen. Von oben herab. Autokrat. Despotisch.

Vor sein Kirchenvolk kann man seitdem lächelnd hintreten. Mit dem Wort "Gott". Darauf verweisen, was Wissenschaftsvolk kraus meinen würde, wenn es was von einer "Singularität" anklingen ließ. Oder was von einem "X-Faktor". Überdies, man muß nicht lange darauf hinweisen, daß das "Im Anfang schuf ..." und die "Urknall"-Weltentstehungslegende der Wissenschaftler ...

Man selber, man spricht klar von "Gott", die anderen erwähnen "Gott" nur bei "Singularität" und "X-Faktor". Alles nichts als eine Umschreibung - mit der man sich jedoch nicht zufriedengeben müßte, in seinem Glauben.

 

 

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