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Blog von TeddeMehr

Eine astreine Glaubenssache

25. November 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Beim Glauben wird einem vermutetes Wissen unterbreitet. Eines, das man meint, aber von dem man nichts restlos gesichert weiß.

Welcher Lebender hat am Ende diese Kompetenz, sagen zu können, was mit ihm ist, wenn er tot ist? Im Grunde niemand.

Bei der eigenen Gläubigkeit beteiligt man sich also mit anderen bei Sachverhalten, die einem ferner mitgeteilt werden, ohne daß in letzter Konsequenz zu behaupten wäre, daß diese und jene Umstände am Ende so wahr wären, wie man sie annimmt. Selbst die "Seele" ist eine reine Glaubensangelegenheit. Altvorderes Zeug. Man wähnt sie, die "Seele". Nur, auch sie ist in letzter Konsequenz was der alten Ägypter und ihres Totenkults. Als solches anbei einer Glaubensfrage.

Letztendlich gültig zu nennen sind Glaubensangelegenheiten nur für einen, der im Sinne dieser und jener Religion "glaubt", sich verhält. Der Anhänger dieser Religion ist, jener.  Wobei man mit seinen Glaubensinhalten lange nicht unter dem Stichwort "Wissen" im Lexikon drinnensteht. Sondern anteilig dem Begriff "Glaube und Religion" ist.  Ein Umstand, der manchem Gläubigen derweil gar nicht schmeckt. Oft genug haben religiöse Leute das schon versucht, aus der Glaubens- zur Wissensperspektive rüberzuwechseln. Nicht länger das im Sinn, Gläubigkeit zuzugeben, sondern echtem Wissen anteilig geworden zu sein. 

Vor der einen großen "Urknall"-Installation für das Wissenschaftliche, war man als Wissenschaftler auch verschiedentlich nichts als "gläubig". Schließlich war man von jeder Wissensfeststellung, trotz mancher Kunde aus dem Weltall, zu der man sich als Sternengucker, Rechenkünstler verhalf, weit entfernt. Zumindestens dann "wußte" man nichts, wenn man ergebnisoffen forschte, freisinnig, -geistig die Angelegenheiten seiner Arbeit sah. Wenn man von dem her demnach keiner von mehreren Weltenentstehungslegenden für das Universum den Vorzug gab. Da nichts eines Anliegens hatte, nicht viel irgendwas"glaubte", von dem man ohnehin kaum etwas abgesicherter festhalten konnte. Alles war eben möglich, für das Universum. Man kam gut ohne "Urknall" zurecht, seit einem der mal perspektivisch auseinandergesetzt wurde. Durchaus, daß es der "Urknall" auch sein konnte, restlos ausschließen konnte man das auch nicht.

Seit der "Urknall"-Einführung zu umdunkelter Zeit ist das ein anderer Charakter.. Seitdem man festgelegt ist. Am "Urknall" seine Szenerie fix auf Lager hat. Sein Endresultat, das, was unterm Strich rauszukommen hätte.

Grundsätzlich ziemlich geändert hat man sich mit der großen "Urknall"-Installation. Nachdem man mit dem "Urknall" eine Art nicht restlos gesicherte Gewißheit als Wissen einführte. Strikt sich außerdem verhält. Obwohl man weiter nichts als ein "gläubiger" Mensch am "Urknall" war und ist. Bei den "Gottsuchern" war ehemals am Wissenschaftshof etwas am Abgehen. Die "Gottsucher" und so, jene wissenschaftlichen Leute, die ständig von echter Priesterschaft bedrängt wurden. Von zivil gehenden Priestern, die den Wissenschaftler vorgaben, dabei am Weltall ihre Religionsziele verfolgten. Bis es denn soweit war, daß diesen Priestern sich auch noch Kirchenstaatabgesandtschaft dazugesellte. Welche, die eine Gelegenheit ausnutzen wollten. Als die Intensität bemerkt wurde, mit der am "Urknall" unter Wissenschaftlern diskutiert wurde. Wegen Hubble und Hubbles nordamerikanischer Kollegenschaft.

Man stelle sich vor: Zu einem Entscheid für die Wissenschaften konnte man es bringen. Für die Astronomen, die am Formelhaften Rechnenden, den Mathematiker am Weltall, für all die wurde es "Urknall". Es kam tatsächlich zum großen "Gleichschaltungsgesetz" von Religion und Wissenschaft, am "Urknall". Ein ungeheuerliches Ereignis. Weltweit allerdings müden Auges angesehen. Mit allergrößtem Selbstverständnis hingenommen, die Tatsache "Urknall". Herrschte vielfach in notiger Zeit nach einem Weltkriegsende, bei Atombombe und dem Aufkommen eines "Kalten Krieges" überall auch die Religiosität vor. Daß es da an sich kalt ließ, daß jetzt bei Wissenschaft und Religion auch noch der Gleichklang herrschte. Der "Urknall" - diese "Singularität" -, ein Ding, das wissenschaftlich zufällig dieselbe Wegstrecke aufwies, wie so das Althergebrachte, Daueraufbereitete, das sich in den "Büchern der Bücher" lesen ließ, bei so den Worten "Im Anfang schuf ...".

Fast ein Späßchen am "Urknall", das man begreifen muß. Ausgerechnet bei den Wissenschaftsleuten wurde etwas untergebracht, einer Angelegenheit zur Wissensstruktur verholfen, die nichts weiter war als eine etwas erhöhtere Wahrscheinlichkeit. Beim "Glauben" hätte der "Urknall" wirklich beruhigt bleiben können.

Mit dieser etwas höheren Wahrscheinlichkeit verhalf man dem "Urknall" allerdings zum Durchbruch. Ließ ihn bei Wissenschaftlern zu dem einen Exklusiven werden. Wiewohl der "Urknall" auch nichts weiter war, als irgendwas eines besseren Glaubens. Und trotzdem hat man all die gesamten übrigen Perspektiven für die Weltallentstehung grobschlächtig vom Tisch heruntergewischt. Um sich mit der "Urknall"-Krone am Haupt zurechtzusetzen. Mit der "Urknall"-Einrichtung ist man vor alle Welt hingetreten. Wissenschaftsleute, die den "Urknall" als das EINE ausriefen. Selbst noch institutionell eingerichtet wurde er, der "Urknall". Als wäre es viel besser mit IHM als früher noch. Selbst während der gräßlichen Faschisten- und "Nationalsozialisten"-Ära war der "Urknall" bloß was, auch mal drinnen im Lostopf. Um dann, als die Faschisten, "Nationalsozialisten" Untergang hatten ... Da war sie, die Chance, scheint's.

Praktisch hat man, ohne restlos abgesichert zu sein, eine reine Glaubensstruktur, die am "Urknall", zum "Wissen" umgeändert. Mittelalterlich. Despotisch. Von oben herab. Voller Selbstverständnis wurde am "Urknall" mit wissenschaftlichem Gehabe ein Glaubensauftritt hingelegt. Der "Urknall" globusweit dem Menschen aufgetischt. Beim Allgemeinwissen, nicht bei den allgemeinen Glaubensangelegenheiten findet sich das mit dem "Urknall". Obwohl ... Nebenher erwähnte man das denn doch: daß der "Urknall" durchaus noch untermauert werden müßte.

Aber nun, nun wüßte man das Ergebnis. Mit so was kann man als Wissenschaftler auch arbeiten, sich beschäftigen. Jetzt mußte man nur noch dafür sorgen, daß man in seiner ferneren Forschungsarbeit ...

Dieser Witz: In Europa hat es für die der Kirche die Aufklärung, die Refomationszeit gegeben. Ab dem Moment war es vorbei mit all dem mittelalterlichen Gehabe. Man hatte sich zu dem Wort "Glauben" zurückzuziehen. Oder man ... Das heißt, man befindet sich dort ja auch bis heute, beim "Glauben". "Gewußt" wird das von einem nur, wenn man das möchte. Will einer das aber nicht, trotz Relgionsunterricht von klein auf in der Schule - hat man denn irgendwann zurückzutreten. Ruhe zu geben. Bei jemandem. Diesen sich selber zu überlassen, was da einer will, was nicht. Ob man mag oder nicht. Weil man ja nichts letztendlich Endgültiges verkündet. Man ist allerhöchstens "gläubig", ein Mensch eines "Glaubens". Einhundertprozentig ist das nicht, was man glaubt. Man will dem und dem Glauben anhängen, weil man sich für ihn entschieden hat.

Diese Freiwilligkeit ... Das ist das Ergebnis von Aufklärung, der Reformationsära. Nicht das Wissen, das man von Kirchen- und Religionsseite im Angebot hat, nur den Glauben. Daß es hübsch zu lachen ist, daß da welche, ausgerechnet bei denjenigen der Wissenschaften, am "Urknall" eine astreine Glaubensangelegenheit beim Wissen einführen konnten. Das gesamte Paket am "Urknall" hat Glaubensverhaftung. Nichts als eine reine Glaubensperspektive, mit der Wissenschaftler jetzt allerdings längst seit Jahrzehnten beim "Wissen" umgehen. Umzugehen haben. Mit allergrößter Selbstverständlichkeit wurd es "Urknall" auf Erden. Einfach mal so. Die Wahrheit am "Urknall" erfährt man ab und zu nebenher, im Beilauf. Vielleicht, wenn wieder mal Preise verliehen werden. Wenn da erläuternde Texte verfaßt werden. Wenn es heißt, daß da Wissenschaftler diesen und jenen angesehenen Preis für was bekommen haben. Für die Tatsache kriegten die die Verleihung ab, daß sie ziemlich gut darin waren, dabei mitzuhelfen, den "Urknall" weiter zu untermauern. Und das, das muß man vorstellen, heutzutage. In der Jahr '19-Gegenwart, der nach dem Millenium. Der "Urknall", dem sie aushalfen, daß der "untermauert" würde. Obwohl der "Urknall" jedermann seit einer halben Ewigkeit an Dekaden beim "Wissen" in den Lexikas präsentiert wird.

 

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