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Blog von TeddeMehr

Ringe geküßt

29. November 2019 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #hug it

Wirklich die Fragestellung: Was hatte man als Wissenschaftler eigentlich vom "Urknall"?

Schließlich muß man festhalten: Eigentlich war es trotz der allgemeinen Wissensfeststellung schwierig mit dem Wissen beim "Urknall". Tatsächlich scheint die Weltsicht "Urknall" als was Perspektivisches ausgegeben worden zu sein. Um trotzdem "Wissen" anzusagen, als hätte wer irgendwo den Faktor "Wissen" dringlicher nötig gehabt.

Wenn das am "Urknall" aber nicht die Glaubensart war und ist, das des Religiösen, dann ... Der, der was glaubt, der hat eine Perspektive; von ihr "weiß" er was. Danach richtet er sich und sein Leben im Glauben aus.

Bloß - es bleibt dieser eine gewisse Restfaktor, das, das nicht zu wissen ist. Jenes Risiko im Glauben.

Das Ding mit dem "Urknall", das konnte man scheinbar trotzdem nicht unter dem Stichwort "Glauben" laufen lassen. Den perspektivischen Blickwinkel "Urknall", den man beim Wissen in die Kästchen einfügte. Beim Thema "Wissen" das Häkchen dahinter machte. Willkürstaatsmäßig.

Daß man sich das durchaus spaßig betrachten kann, das mit der "Urknall"-Perspektive. Der "Urknall" mit beim Wissen anbei. Dort mal dazwischengeraten. Allem zum Trotz.

In Echt, was hatten die der Wissenschaften von diesem einen "Urknall"-Ding? Von dieser massiven Durchdringung, zu der man es mit dem "Urknall" in jeder Hinsicht kommen ließ? Am "Urknall", denen der Wissenschaften wurde an dem nicht sonderlich ausgeholfen. Am "Urknall" zeigt sich vielmehr die Interessenslage anderer. Anderer Kräfte, Mächte.

Eigentlich hatten da Wissenschaftler nicht allzu viel vom "Urknall", als Wissenschaftler. Davon abgesehen, daß man religiöse Blickwinkel bei sich als allgemeingültig zugab, Spießbürgerlichkeit. Das Aufregende der Landschaft, das man gegen eine langweiligere, unaufgeregtere Beschäftigung eintauschte. Den Beruf, eingeteilt in Tages- und Nachtschichten, beim Blick auf die Uhr. Ein Berufsalltag, vor allem nicht schlecht bezahlt. Bei dem einem allein mit dem "Urknall" an sich bereits Fesseln angelegt waren. Eine Verengung des geistigen Horizonts, der "Urknall", eine Einschränkung, Knebelung, fast ein Joch. Eben das des Braven, Biederen. Dergleichen, obwohl der "Urknall" umfänglich den Kosmos abbilden möchte. Im Weltall kann grundsätzlich weiterhin alles und jedes sich ereignen. Auch mit dem "Urknall".

Nun geht alles am "großen Knall" schon seit Jahrzehnten so: Man hat zu-, aufgegeben. Nichts Besonderes stellt man an, seit der "Urknall"-Großinstallation, als so den Versuch zu unternehmen, den "Urknall" untermauern zu wollen. Das "Urknall"-Resultat, zu dem man sich hinrechnen muß. Das, das bleibt, das eine, das unterm Strich herauszukommen hat. Oder ... Oder was schrieb man bei der Betrachtung von zwei nordamerikanischen Preisträgern jüngst im Jahr '19 nach dem Millenium? Daß da zwei sich weiter um die "Untermauerung" des "Urknalls" verdient machten? In einer preiswürdigen Weise machten sie sich darum "verdient", den "Urknall" des weiteren zu untermauern. Den "Urknall" zu "untermauern" ...

Wie soll man das jetzt aber verstehen? Begreifen? Das am "Urknall"? Da steht was mit dem "Urknall" nun ewig beim Stichwort "Wissen" im Lexikon ... Dabei ist alles am "großen Knall" gar nicht so ... So gesichert. Hat weiterhin dauernd alle möglichen Prozentpunkte nötig, allerschlimmste "Untermauerungen". Maurerarbeiten am Fundament. Nichtsdestotrotz tönt man beim "Urknall" im überzeugten Brustton des Wissenden rum. Ist nicht bloß so ein "Urknall"-Gläubiger, sondern führt sich am "Urknall" herrisch wissend auf. Wie so ein religiöser Fundamentalist geradezu. Solche "Fundamentalisten", in heutiger Gegenwart jedem ein Begriff.

Fast nebenher fürs Drüberlesen steht das in so Zeilen für einen Leser solcherart geschrieben: "... den 'Urknall" weiter zu untermauern' ... Dabei ist der "Urknall" im Grundsatz doch eins: als Wissensart ausgegeben. Gleich einem Gesetz. Der "Urknall", beim religiösen Glauben verhält man sich nicht bei ihm, sondern spricht ständig die entschlossene Sprache des Wissens.

Ohne "Urknall" wird man nicht so viel, in der Wissenschaftswelt. Selbst so der Zensur in so Wissenschaftsmagazinen könnt man ohne besondere "Urknall"-Lust unterliegen. Könnt der anheim fallen. Fällt man dahingehend auf. Nach dem Ereignis "Urknall" auf Erden wurde man in den Wissenschaften an sich um einiges vorsichtiger bei seinen Publikationen. Freiweg, fröhlich unbeschwert, wie vor der "Urknall"-Feststellung, gab es das Allerwenigste mehr. Seitdem wird geradezu aufgepaßt, seit der "Urknall"-Werdung.

Nur - auf was paßt man auf?

Obwohl man natürlich weiterhin der Welt diese und jene Mitteilung macht. Bloß, so recht ein Feuer, eine Begeisterung, so was, nahezu abhandengekommen. Am "Urknall", diesem "Wissen", zeigt man sich eher wie jemand, der verlebt ist. Nur noch müden Auges. Klaglos freudlos. Peinlich berührt von dem eigenen Sternengucken, statt ... Wie sich das der "Science fiction" vor Dekaden nun zu "Groschenroman"-Niveau herabminderte - da konnte einer fast schreiben können, wie er wollte. Abwinken hatte er zu gewahren. Die Ansage: "Pah!"

"Ufo"-Aufregungen wurden und werden in einer Art und Weise allumfassend erklärerisch niedergeschlagen, daß man heutzutage richtig danach fragen möchte: Wie man eigentlich noch mal was merken möchte, irgendwo weltweit? Na das, wenn mal vielleicht mal wirklich was los wäre, am Planeten? Schließlich, man hat doch noch ein paar funktionierende systemische Sonnen in der näheren Lichtjahre-Umgebung. Fünfzig, sechzig Jahre der Anreise - selbst für den Menschen wäre das kein Problem. Drei Sonnen kann man da nicht zu diesen haufenweise Sternen-"Leichen" rundherum in der Spiralarmumgebung dazutun. Nicht hinzu zum Rest.

Drei Sonnensysteme stehen in zehn bis fünfzehn Lichtjahren Entfernung, da kann man nicht so genau sagen, was los ist, dort. Bei "Tau Ceti" kennt man bald das gesamte System: zwei "Supererden" sind da voll am Aufscheinen. He, "zwei Supererden"! Nahezu zwei "Supererden", wie sie von "Tau Ceti" aus, von einer jener "Superden" aus, im eigenen Sonnensystem, der der Erde, auch beguckt werden könnten. "Terra" leuchtet wie eine Fackel, seit über einhundert Jahren schon. Bei einer Lichtreise von circa zwölf Jahren hat man, stellt man sich den Sternengucker auf "Tau Ceti" vor, bloß zwölf Jahre zurückzurechnen. Bei der Fragestellung: Was war vor zwölf Jahren auf Erden los?

Beiläufig darf einer das durchaus lesen. Daß da was Horror aufscheinen könnte. Beim Gucken Richtung "Tau Ceti". Des weiteren sind am Platz so Textzeilen, was von dem und dem "Planeten" darüberhinaus, bei "Tau Ceti". "Jupiter", "Neptun" sind hiesig im Erdsystem auch Planeten. So was wird man meinen, wenn man von "Planeten" was anklingen läßt.

Wenn aber überall restlos die Luft aus dem Reifen draußen ist. Wenn keinem mehr was juckt. Dann ...

Fast hat man bald die Gefahr, daß man eigentlich nichts irgendwo mitkriegen kann. Dort, wo einem dauernd alles "natürlich" erklärbar gemacht wird. Während man des weiteren noch religiös ist, vielerorts. Bei dem mit dem Religiösen duldet man das Unerklärliche weiterhin. Fegt dergleichen nicht für sich hinweg, grobschlächtig. Meldet sich wer mit "Fantasy"-Anfeindungen, regelrecht böse möchte man werden. Bei den "Engeln", dem "Heiligen Geist". Wo noch der "Himmel" ist, während anderswo das Universum weit auftut.

Wirklich interessant, wie sich alles am "Urknall" entzauberte. Aber, das mit der Religiosität, das behält man sich schlichtweg am Hof. Das bewahrt man. Wischt man nicht vom Tisch.

Das Weltall, die Wissenschaftsmenschen. Nichts mehr weit und breit wie der Bettvorleger. Braveste Sternenguckerleute. Nichts weiter mehr im Kopf als das Universum in einer Statistik abzubilden, tonnenweise Fotos zusammenzufügen, für die Universumsbetrachtung, samt der Verortung eines exklusiven"Urknall"-Punkts. Beim Blick auf die Uhr: Wann ist endlich Schicht im Schacht? Wann kann man heimfahren? Fort aus der Maloche bei der Teleskopanlage. Heim, an den Fernsehapparat, zu Haus und Hof, der Familie, den Tieren, seiner Gartenarbeit. Ästeabknipsen, Blumenköpfen. Biederste Biederderkeit. Dem Religiösen, am "Urknall" ist man dem von Haus aus zugewandt. Schließlich ist der "Urknall" ja das unausgesprochene Gleichschaltungsgesetz von Religion und Wssenschaft. Das eine Zaubermittel, mit dem da Kleriker, Theologen, Priester, welche auf Erden, ihren Frieden mit dem Universum machten. Keine Gotteslästerung mehr nah und fern, keine Blasphemie, Drohungen mit der "Heiligen Inquisition", am "Urknall" brauchte man nicht länger Bedrohliches auszustoßen. Die Wissenschaftlichen, am "Urknall" waren sie die, die zurückwichen. Die nachgiebige Masse. Während man selber, das muß man sich echt mal überlegen, nicht eine Silbe beim eigenen abzuändern hatte. Nichts in irgendeinem "Buch der Bücher".

So wie gemalt kriegte man es, am "Urknall". Der "Urknall", eine Erdenszene, malerischster Art. Welch ein "Urknall"-Paradies konnt man sich auf Erden abholen. Vor Jahrzehnten.

Fast wurden Träume wahrgemacht, am "Urknall". Alles ein Träumchen, am "Urknall". Am "Urknall" und seiner Wegstrecke ... Die der Wissenschaft beugten vor einem die Köpfe, küßten auf Hüfthöhe Ringe ...

 

 

 

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