Drinnen und draußen
Hier, im Stasis-Feld, weiß man kaum irgendwas. Erst seit kurzem, daß man von draußen Kleinigkeiten mitkriegt. An den "Teilchenbeschleunigern" besorgt man sich Neuigkeiten, jene Röhren, in denen man was einfängt, festhält. Daß man da was davon sieht, was von dort, von außerhalb zu einem reinfährt. Hier ist es der durchlässige "Blasenkörper" der Milchstraße. Die Milchstraße, ein einziger gigantischer "Käscher". Nebenher, daß man einfängt, mitnimmt. Der Wahnsinn.
Mit auf vielerlei Weise ein Glück, das, daß man vor allem eins kann: so rasen. So hochgeschwind von einer Stelle zur anderen kommen. Wirklich: Bleibt jedem selber überlassen, wie er die Aufenthalt von einem an einem Ort sich vergegenwärtigen möchte. Bei der Feststellung, zu welch einem Tempo man sich hochjagen kann. Und was würde, wenn es bei einem zur Einbremsung käme.
Im Grunde ist man die Flucht in Reinkultur. Man ist auf der Flucht. Bloß, man betreibt sein Geschäft auch mit der einen Flucht.
Die Milchstraße, eine Galaxie unter vielen, die Milchstraße, ein einziger gigantomanischer Teilchenbeschleuniger. Wenn mancherorts die Röhrengebilde arbeiten, wie könnt man da erst die Milchstraße sehen? Als was? Nicht wahr?
Diese beiden Momente, die bedingen sich. Das mit dem "Käscher" und der Flucht.
Die verschiedensten Perspektiven, aus denen man die Geschichte eben betrachten kann. Auch so die, die beim eigenen Treiben. Das heißt, nimmt man den Standpunkt der Milchstraße. Die das ist, in und mit dem man unterwegs ist. Auf der wüstesten vorstellbaren Fahrt. Anteilig einem "Geisterteilchen"-Fänger. Das, was man da lange einfangen konnte, das bildet jede Galaxie mit ab.
Etwas, mit dem man auf Widerstände stoßen könnte, so eine Art Charakter ist das anbei. Unterschiedliche Abwehrreaktionen, die man sich dadurch womöglich vergegenwärtigen sollte. Daß man da was auslöst. Abstoßungsvorgänge, all das. Die "Antikörper" gegen eine Erkrankung, die ... Wovon man wegen dem eigenen Tempoaufkommen jedoch nur nebenher was abkriegt.
Tatsache: Schädlich für einen wär mit Sicherheit kein Knall. Mit nichts Mißratenerem könnte man einem daherkommen, wie mit einer Explosion wo. Ist es denn nicht vielmehr so - für Knallerei und Böllerschläge, daß diese und jene Galaxien gerne auch selber sorgen. Als das, das sich an der reinen Energie noch nähren kann - wo hätte man sich bei so was zu bekümmern? An all dem, das blitzt und leuchtend daherkommt, an dem nährt man sich erst. Das ist einem geradezu eine Lust.
Was man daüberhinaus anstellt, als das, das innerhalb einer Leuchteblase reist ... Festhalten dürfte man: Es ist ein Innen zu gewärtigen - und ein draußen, außerhalb. Zu drinnen und dem nebendran außen, das ist ein ziemlicher Unterschied. Und doch hat man auch das von draußen drinnen noch mit dabei. Hat es anteilig mit am Platz. In der Galaxien-Blase, meßbar als "Dunkel-Materie".
Das eigene Treiben, auch gerade das der Milchstraße, das könnt man denn so umschreiben: Man nimmt was mit, das man desorientiert und verletzt. Um es denn nicht nur bei der Verletzung zu belassen. Bei den daraus resultierenden abgesonderten Stäuben. Der kargen Schmauchspur, die es zu lassen hat. Das, das man bei den verschiedenen Durchläufen bereits wie selbstverständlich ab- und mitbekommt. Nein, das genügt lange nicht. Was man vielmehr anstellt, ist, dem noch den Rest zu geben. Willens ist man, irgendwann den gesamten Umfang für sich zu nehmen. Das des toten Körper. Um den, daß man sich kümmert. Ihn sich annimmt. Mit allem der "Leiche" wird umgegangen. Mit dem einen, dem "Leichnam" ist der Umwandlungsprozeß erst abgeschlossen. Nicht der Hauch eines Stäubchens, sondern die gesamte "Asche", den vollständigen "Feinstaub", den man sich vornimmt. Der, mit dem alles restlos dagelassen wird. Das, mit dem die Manifestation abgeschlossen ist. Was man bestens zu komprimieren, aufzubereiten und umzumodeln versteht. Zu Sonne, Mond und Sternen wird das zumeist. Das ist sozusagen ein Endresultat. Mit dem jeder Schullehrer vor einen hintreten könnte: "Jetzt rechnet ihr alle, bitteschön, das aus. Das kommt hinten raus. Dort müßt ihr euch hinrechnen."
"Sonne, Mond und Sterne" - das kommt bei der Rechnung einfach mal als Ergebnis heraus. Obwohl man mit zahlreichen anderweitigen Resultaten des weiteren zufriedensein könnte. Mit allem, das bei IHM für Abwechslung sorgt, ist es zufrieden, so ein Schwarzes Loch. Mit dem, das sich auf der "Speisekartenpalette" im "hauseigenen Großrestaurant" zeigen kann. Man stelle sich nebenher nur vor, man ist so schlicht, leicht zufriedenzustellen, daß jedes profanes Süppchen einen auch genügen könnte. Und doch hat man den "Kaviar" mit bei sich im Rund auf Lager. Frißt das der allerhöchsten Genüsse mit. Wie wer mit Feinschmeckerzunge, dem jedes Feinschmeckerwesen tatsächlich abgeht. Und nichtsdestotrotz ...
Den Zweck der rasenden Fahrt kann man sich auch aus der einen Perspektive erklären: Man sammelt beim Hinterherfahren so schnell wie möglich die flüchtigen Stäube des "Verblichenen" ein, das Zeug, das draußen auf der Straßestrecke vom Abgefackelten wabernd hinwartet. Was man sich nicht mit rein- und abholen konnte, der Nachkommende schafft was davon in sich rein. Wieder der, der hinterherkommt. Wo immer was der "Geisterteilchenwelt"unvermittelt merkt: das war es. Es ist vorüber. Den letzten Schritt der Umwandlung hat es zu tun. Außerhalb, wo die "Photonenspur" waltet, von dort, daß man sich als Nachkarrender was mitverhilft. Wofür das rasante Hinterherfahren wirklich bestens zu betrachten ist. Für diesen Zweck: die Stäube so geschwind wie möglich aufzusammeln. Ehe sie sich verflüchtigen. Dafür mag die grelle Galaxienhaufen-Blase auch klasse sein, daß sich noch viel mehr länger auf der "Fahrbahn" aufhält.
Und, weil man nun mal das ist, was man ist, ist jede Galaxie hier gleichzeitig auch noch auf der Flucht. Jede einzelne Galaxie, jeder Galaxienhaufen flieht. Wohl vor einem schrecklichen Feind: dem Nochvielmehr. Dieses eine, das einen mit einer dicken Staubschicht belegen möchte. Wenn man wo irgendwie stillsteht, wo langsamer würde, unrettbar verloren wäre man. Schwer zu sagen, bei welcher Geschwindigkeit das der Fall wäre, daß man von dem "Angreifenden" überwältigt würde. Daß man in die allergrößte Nöte geriete.
Vielleicht erfährt man haargenau DAS, sobald man mal von der Galaxienstraße abkommt. Die leuchende Fahrspur verläßt.
Was hat man denn eigentlich sonst insbesondere zu fürchten? Wovor könnte man als das hier, was man ist, einen Bammel haben? Eher das ist das Problem, so mit dem zurechtkommen zu müssen, was man ist. Was bei einem immer weiter und weiter zunimmt. Von mal zu mal wächst: es schwillt die eigene "Sonnenschwere". Bei der Milchstraße sind das momentan an die fünf Millionen "Sonnenschweren". Wieviel "Sonnenschweren" wohl die Große Magellansche Wolke hat, dieses Monstrum einer Galaxie?
Es geht sicher darum, daß man sich ständig sauber, rein zu halten hat. Durchlässig bleibt. Wobei das Tempoaufkommen aushilft. Die Blasenlandschaft bei einem, sie muß relativ sauber sein. Die rasante Hochgeschwindigkeitsfahrt, die hält einen quasi erst am Leben. Weswegen man so viele sein muß, die hintereinander herrasen wie beim Rennwagenrennen. Wiewohl es das so nicht ist. Damit man der Erstickungsgefahr entkommt, der nicht ausgesetzt wird, deshalb will man es immer schneller. Und daß man dabei im Beilauf was abfischen kann. Das Ranschwappende, es dosiert einen die Hochtemporeise. So sind die Umfänge weniger schlimm.
So bewahrt man sich das weitblickende Moment innerhalb der Gravitationsblase. Ansonsten wäre schlußendlich das mit der Eintrübung und anbei die Erstickung bei einem fällig. Vor allem deswegen bleibt man lieber auf der Galaxien-"Fahrbahn". Für das hilft man sich aus. Damit das, das nebendran von einem sich befindet, nicht zu dicht über einen kommt. Doch die Glut von einem zu ersticken. Verlöschen würde man irgendwann mir nichts, dir nichts. Was mit Sicherheit jedem einzeln abseits der Straße geschehen könnte. Dort drinnen, wo kein Licht mehr auf lange Distanz einem leuchtet. Wo man jede Spur verlieren kann. Man wäre dort mal das Opfer dieses einen, des Vielzuviel. Der Tausendsten Stäube, zu denen man es bringen kann, die könnten auch noch das letzte Glutnest zum Verlöschen bringen. Die millonenfachsten Sonnenschweren. Viel gefährlicher das, als irgend so ein Knall.
Galaxien - Schwarze Löcher, sie lieben so was echt: Böllerschläge. Ihnen mit Knallern zu kommen, die allerschlimmste Fehleinschätzung. Wenn das IHRE mit die astreine Energie ist - und erst das mit der Feinstaubbelastung nach dem Hochgehen einer Ladung. Da kriegt sich so ein Schwarzes Loch kaum mehr ein. Das wäre das Paradies, das Paradies ist das für Schwarze Löcher. Deshalb ist jede Art von Kracher bei einem Schwarzen Loch ein Fehler. Mit Knallerei gehen Schwarze Löcher auch noch untereinander um. So "feiern" sie miteinander "Hochzeit". Konnt man sich auf einen Namen einigen. Als "flotter Dreier" haut das auch schon mal hin.
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