Abgetestete "Hupen"
Da war einer so im düsteren Straßenlampenschein. Schritt um das Heck seiner Karre rum. Öffnete die Fahrertür, stieg ein, schlug die Autotür zu.
Dann ein aufgeregter Ruf von drinnen, bellend scharf. Ein flüchtigstes Momentchen.
Doch eine Frauenstimme?
Fast nicht zu verstehen. Hat sich dann aber beim Nachdenken drüber so angehört, wie knapp so was: "Faß mich nicht an".
"Faß mich nicht an!" - als ob da eine angefaßt worden wäre.
Scheinbar hat einer in dem Auto, das wegfuhr, entweder von hinten nach vorne gegriffen oder war ohnehin so schon für alles mögliche auf den Rücksitzen rumgesessen. Um denn "Hupen" abzutesten. Einfach mal so. Umstandslos. Weil ihm danach war.
Die, die angefaßt wurde, der hat's denn doch nicht so gepaßt.
War wohl nicht der hinterm Lenkrad. Für den als den einen war alles viel zu geschwind. Die Einsteigerei, das am Lenkrad, das Gasgeben und Losfahren ...
Der hatte kaum die Hände frei. Der Fahrer war das wohl nicht, sondern ein Kollege. Ein Kollege, der was von einer wissen wollte. In Erfahrung bringen. Wie sich da was bei einer so anfühlt, wenn er ihr kurz an die "Hupen" faßt. Da was abtestet.
Was weiter war im Fahrzeug, zwischenzeitlich ins Fahren geraten, zur abgeschlossenen Büchse geworden - zu hören war nichts mehr, nichts darüberhinaus ...
Die galaktischen Kameraden da draußen, die zerschneiden den "Äther", das Vakuum, wie so Düsenflugzeuge auf Erden die Luft. Da knallt und rumpelt was, etwas, das man mit ziemlicher Geräuschkulisse zu hören bekommt, macht man sich das als Wissenschaftler hörbar. Aufdrehen kann man dort wahrhaftigen Universumslärm.
Bisher meinen so Wissenschaftsleute aber lieber, weil sie an sich seit Jahrzehnten auf diesem Zug dahintuckern, dieses Geräuschaufkommen, von ihnen in Lautstärke umgewandelt, das hätte glattweg was mit irgendeinem Uralt-"Böllerchen" zu tun. Einem "großen Knall" von Anno dazumal. Vor "vierzehn bis achtzehn Milliarden" Jährchen. Daß all die Töne, bei denen sie dafür sorgen, daß sie ihnen an die Ohren dringen, mit was diesem Altherbrachtem was zu schaffen hätte. Diesem bestimmten "Urknall"-Böllerschlag. Exklusiv. "Singulär". Mit dem mal von "Gottsucher"-Wissenschaftlern religiöser Notigkeit ausgeholfen wurde. Etwas, was sich bis in diese Gegenwartszeit hinein hält.
Dabei hat man all das galaktische Stampfen, Röhren bis zum letzten Piepser ganz nahe bei sich. Unmittelbar verortbare Verursacher sind ganz in der Nähe von einem. Vielfach Galaxien befinden sich in näherer, fernerer Umgebung der Milchstraße. Die Milchstraße nochgerade, die turnt freiweg in einem "Lokalen Haufen" mitten auf der Landschaft mit rum. Unter argen "Kollegahs". Ein, zwei "Kollegahs", im Moment groß am Auffahren wahrnehmbar. Nicht bloß gucken wollen da welche mehr, sondern echt Dinge probieren. Abtesten.
Anfassen. Hergrabschen. "Tut, tut". Das am Körper.
Die Große Magellansche Wolke, die tut sich dabei ganz besonders hervor, heutzutage. Da wird wirklich nicht nur mehr hingeguckt, was da in der Nachbarschaft von einem Schönes mit auf der Reise dabei ist. Da wird was massiv unternommen, von der Großen Magellanschen Wolke, in die Nähe einer Schönheit zu gelangen. Irrste Fahrt. Rasend. Toll geworden. Die "lüsterne" Große Magellansche Wolke, Kleinigkeiten im Hintersinn, die späterhin rundweg noch in einem intergalaktischen Kannibalismus enden könnten. Da könnte man die Milchstraße schon jetzt kurz davor warnen, was die Große Magellansche Wolke alles von ihr möchte. Nicht bloß die Milchstraße herpatschen, "Hupenantesterei", sondern ... Die Milchstraße, die Große Magellansche Wolke will sie fressen. Auffressen. Mit "Haut und Haaren". Restlos alles möcht die Große Magellansche Wolke sich nehmen, auch das eine, dasjenige, das am "Lenkrad" der Milchstraße. Auch das.
Schwer zu sagen, was die Große Magellansche Wolke aufmerksamer gemacht hat. Vielleicht war der Andromeda- Nebel mal dafür verantwortlich. Der Andromeda-Nebel, der "geile, alte Bock". Erst mal wer DER das, das EINE. Der Andromeda-Nebel in der Hoffnung auf "Frischfleisch". Fröhlich pfeifend beschwingt vor die Milchstraße hingeschippert, der Andromeda-Nebel. Sich der Milchstraße als was "Nettes" präsentierend. All das der Milchstraße hat der Andromeda-Neble an sich "lecken" lassen. Voll auf- und hingestellt. Vielleicht hat's mit dem Andromeda-Nebel hier im hiesigen öffentlichen Lokal auch schon den einen oder anderen Austausch gegeben. Bei dem dabei, was man zwischenmenschlich so als das mit dem "Austausch von Körperflüssigkeiten" bezeichnen würde. Jedenfalls teilen die der Wissenschaftswelt von der Milchstraße mit, daß es da schon zur einen oder anderen Berührung der herrlich gewachsenen, fitten, schlank-ranken Milchstraße mit was der "rumzüngelnden", "naschhaften", "abtestwilligen" Nachbarschaft kam. Die Wissenschafter erwähnen bei dem Thema nur nicht, daß die Milchstraße auch manches betreibt. Angespitzt höchstselbst hergrabscht.
Ein Stückweit war da wer mit wem mal inniger zusammen nebenher unterwegs. Ein klein wenig zwangloses "Petting" oder so. Auch echt was, in jüngster Zeit mal. Das voll Stoff. Ei, ei, ei.
Dran an der Milchstraße war was, die Milchstraße an was dran. Nach drüben ist was an Material, Sonnensysteme und dieses Zeug, gewandert. In der Milchstraße, daß diese und jene Verwerfungen geschahen. Kleinigkeiten, von denen sich die Milchstraße derweil mittlerweile wieder bestens erholt zeigt. Von den Späßen weit und breit kaum mehr was zu merken, die sich ereigneten. Nur Wissenschaftler, die teilen von den Ereignissen die eine oder andere Zeile in Artikeln mit.
Lustig, nicht? Ist aber so. Manch Sonne ohne System wandert scheinbar orientierungslos in der Milchstraße rum. Nicht nur die eine bestimmte, die demnächst, in ein paar Millionen Jahren, dem Erdensystem nahekommen wird. Entweder, daß der Einzelstern vorüberdonnert, ohne was mit dem Sonnensystem der Erde zusammenkommen zu wollen. Oder diese Irrläufer-Sonne, die dringt doch in das System der Erde ein, daß mal zwei Sonnen am Erdenhimmel aufgehen ...
Muß man eben sehen, was genau passieren wird. Wie man derzeit den "duckmäuserischen" Andromeda-Nebel betrachten könnte. Wirklich, wie der sich wegduckt. Auf alles pfeift der Andromeda-Nebel und verhält sich so, als ob er von nichts was weiß. Der Andromeda-Nebel, mittlerweile weggerempelt von dem Monster schlechthin in dem einen örtlichen Lokalen Haufen: der Großen Magellanschen Wolke. Die "Wolke", die das scheinbar mitgekriegt hat, daß der Andromeda-Nebel langsam, aber sicher mal wie beiläufig aus seiner Position im Lokalen Haufen abgewandert ist. Richtung der flotten Schönen, der Milchstraße.
Die Große Magellansche Wolke, die hat da diesen Geschehnissen, Andeutungen "hinterhergeschnüffelt". Woraufhin die Große Magellansche Wolke selber in Wallung geriet, als Folge den Andromeda-Nebel nach der Seite wegschubste. Abgedrängt könnte man sich den Andromeda-Nebel ohne weiters betrachten, möchte man das. Als wolle er doch eilig wegkurven. Wie "furchtig". Obwohl er den weiteren Geschehnissen hier im Lokal weiter harrt. Ob für ihn als "Nebel" nicht Bröckchen vom zukünftigen Riesenmahl abfallen könnten. Wenn sich die Große Magellansche Wolke dann die Milchstraße vorknöpft, was Schönes mit ihr unternimmt, daß es blitzt und ...
Die Große Magellansche Wolke ist das EINE, sie holt sich nun die Milchstraße, dieses naive, ahnungsbefreite Ding ab. Das nichts davon ahnt, was sie da mit den Kleinen Magellanschen Wolken "betatscht", "herfingert".
Viel zu schwach, die kleinere Milchstraße, eine einzige der Kleinen Magellanschen Wolken von der Großen Magellansche Wolke abzutrennen. Vielmehr könnt man das Geschehen noch so umschreiben: da ist keine Liebe, dort. Das ist vielmehr eine gewaltige Keule, die mit einem gewaltigen Geschwindigkeitszuwachs auf die Milchstraße losschwingt. Ein Einschlag in die Milchstraße wird das in zwei Milliarden Jahren sein, der sich gewaschen hat. Durchgewalgt, arg mitgenommen wird die Milchstraße davon sein.
Zum Nebel wird sich die Milchstraße in der Folgezeit wandeln und doch wird sie nichts als ein Opfer bleiben. Als Einzelparzelle bald woanders hingehören. Aufhören zu existieren wird die Milchstraße. Noch ein paar Äonen belanglos dem Lichtschein anteilig sein. Daß wer an einem Teleskop das wähnt, es gäbe dort noch was, wo das Licht der Milchstraße herscheint. Derjenige, käme er jedoch nachsehen, würde er was merken: durchaus, daß es da noch was für ihn gibt: die Große Magellansche Wolke. Die wartet dort am Platz auf ihn. Mit drei Dingern im Vorbau.
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