Ein stehendes Licht
Schon seltsam war das.
Nicht sonderlich spektakulär. Trotzdem was, darüber mal ein paar Zeilen zu verlieren. An ein Nachtphänomen.
Normalerweise sind am nächtlichen Himmel bloß so die Sterne an ihren Plätzen. Was sonst noch leuchtet, funkelt, aufblitzt, blinkt, das hat mit menschlichen Gerätschaften was zu schaffen.
Die jedoch kaum auf der Stelle wo rumstehen, vielmehr das Bewegliche am Platz sind.
Flugzeuge, Hubschrauber, so was, das bewegt sich von Ort zu Ort, quert zumeist den Himmelshorizont. Hat überdies alles seine Lautstärke, sein Geräusch.
Daß was komisch wird, beim Hinaufgucken. Zu den Sternen.
Da hatt ich mich herumgedreht, war am Zurückgucken. Zur umdunkelten Häuserzeile.
Erst mal, ein Fenster, an das dacht ich zuerst.
Das, das hat auch so fenstermäßiges Aussehen gehabt. So eine gewisse Rechteckfläche.
Richtig zusammengepaßt mit der Landschaft hatte das nicht.
Jedenfalls war das mir gegenüber ein fingernagelgroßes Licht. Daß ich der Meinung war, heute sehe ich aber eine tiefe Planetenkonstellation. Wie sie ansonsten der Mond herzeigen mag. Eine Konstellatation, wo so eine glattweg normal nicht in der Art zu blicken war. Nicht bei der Formatisierung.
Die Mondscheibe, die war das durchaus nicht.
So fingernagelgroß war das am Scheinen. Wie ein Fenster bei eingeschaltetem Licht.
Die Scheibe des Monds, die war auf der anderen Seite. Linker Hand über mir, diagonale Blickrichtung hinauf.
Schwer für mich die Frage, was da aus dem Planetensystem so unmittelbar,, Höhe von Gebäuden, leuchten hätte können. Viel zu überdimensioniert für einen normalen Stern. Als wäre da ein fernerer Planet auf seiner Umlaufbahn zu nahe.
Daß es irgendwelche obskure Planetenkonstellationen gäbe, das hat man jedoch nirgends angesagt gehabt. Zumindestens nicht dort, wo öffentlich von einem Beilaufpublikum herumzulesen war.
War schon ein verwunderliches Lichtlein. Auf das hinzuglotzen war. Erst mal, ohne daß es größer überlegenswert gewesen wäre. Wäre nicht was passiert, hätte sich nichts abgespielt, hätte es nichts weiter Erwähnenswertes gegeben. Nicht an dem Platz hier. Wäre da nichts geschehen, das ... Da geht dieses eine Licht glattweg unvermittelt aus. In der einen Weise, als ob jemand das elektrische Licht in einem Zimmer ausgeschaltet hätte.
Total unspektakulär, im Grunde.
Zu erkennen war dann dort nichts weiter. Nichts Dunkleres oder so, das in Bewegung geraten wäre.
Das einzige: Es schien eine Fensterscheibe, wie die eines Zimmers, hinter der wurde in einem Momentchen das Licht ausgemacht. Wie irgendwas per Lichtschalter.
Dann hab ich geguckt, was aus der Wäsche geguckt. Hab weiter verweilt.
Der Giebel des einen Hauses, der mit dem Licht in Beziehung stehen hätte können, der befand sich tiefer als der rechteckige Lichtbestand von Fingernagelgröße, wie der bis zur Dunkelwerdung herumgestanden war.
Außerdem war dort schon vorhin beim Vorüberkommen alles dunkel,, und in dem oberen Obergeschoßfenster, aus dem es leuchten hätte können, war nichts als Finsternis. Eben, wie die Verhältnisse zuvor waren,
Höhe umgebauter Dachboden, damit dort jemand eine Wohnung beziehen und drinnen wohnen konnte - da war nichts als Umdunklung zu gewahren. Entweder alles schlafengegangen, oder keiner daheim.
Nichts an dem von Massivsteinbauweise war zu der Nachtzeit dort die Höhenlage an.
Lokal hatte das eine Licht nicht hinter dem Fensterglas gebrannt. Es wäre darüberhinaus nicht so grelleuchtend gewesen. Da leuchtet es zumeist gedimmter raus.
Weitere Gebäudefluchten gab es an dem Platz nicht, nicht für diese eine nächtliche Perspektive.
Nichts, mit dem die Tatsache des weiteren zu erklären gewesen wäre: ein weißlich-grelles Licht, wie von Elektrizität erzeugt - und dann ist das das Geschehen, als würde auf den Lichtschalter getippt, kurz das Zimmerlicht ausgeschaltet.
Durchaus was schwer eine Frage, was das kurz war.
Wie gesagt, all das handelsübliche menschliche Zeug, das ist ständig in Bewegung, von einem Ort zum andern. Stillstehen tut eine Menschenkreation kaum mal örtlich. Allerhöchstens ein Hubschrauber könnte das.
Aber, es war kein Hubschrauberdröhnen in der Luft. Nichts als der nächtliche Straßenlärm, der auf der entfernteren Autobahn.
Allerhöchstens so eine Drohne könnte das noch gewesen sein. Mit einer Leuchtentfaltung, die ... So ein "Drohne" genanntes Fluggerät, das einer des Nachts mal aufsteigen hatte lassen.
Nur, hört man da nicht auch was irgendwie lärmen, will dran eine Kleinigkeit vernehmbarer sein? Bei verschiedenen kleinen Rotoren?
Auch so was hat seine gewisse Lärmentwicklung. Da ist nichts notwendigerweise leise, nicht vernehmbar. Vor allen Dingen nicht, wenn man horchend, starrend im Freien rumsteht.
Noch mal an schaltete sich der Art Fensterlichtschein nicht.
Und beim Nachschauen, an dem einen mehrstöckigen Gebäude - da war der eine Gebäudeumriß tiefer. Das eine Leuchtende hatte höher am Firmament gestanden. Konnte auch nicht das Licht aus dem einen oberen ehemaligen Dachbodenfenster gewesen sein. Es war höher rumgestanden.
Aber - was soll's? Das wird mir wohl ein bißchen unerklärlich bleiben. Ein Rätsel.
Vielleicht was echt eine Drohne von jemandem Bespaßten, der so ein Teil nachts aufsteigen hat lassen.
Irgendein Trug wird mir mitgespielt haben.
Bloß die Beleuchtung an Drohnen, kann die einen fensterartigen Effekt erzielen? Wie das Licht von hinter einer Fensterscheibe?
Obzwar, möglich wäre auch das. Alles könnt die Möglichkeit sein.
Als wäre da ein Fenster, hinter dem Elektrizitätslicht an war, so weißliches Licht. Wie von einer Halogenzimmerdeckenlampe verursacht. Daß an Zimmertechnisches gedacht werden kann.
Ach was - es wird schon was Normales gewesen sein. Hat mir denn nun das Ereignis bloß hier, bei den erst mal leeren, weißen, erklickbaren Flächen zu ein paar weiteren Worten, Zeilen an Füllstoff verholfen. Einem neuen Textlein am Hof, im Garten. Mal wieder Abwechslung, bei den Schwarzen Löchern, den Galaxien, dem "Urknall" und dem ganzen Zeug da, beispielsweise dem bei den drei "Geisterteilchen"-Zuständen. Eins, das zurückzuckt, eins, das dauerfährt, bis zu dem einen, das abkratzt. Vollständig den toten Körper daläßt. Seine "Asche", seinen Staub.
Ein bißchen Zeilenaufkommen konnte ich damit erneut liefern. Unterbringen.
----