Quarantänisch
Eine Welt in Quarantäne.
Geht das aber?
Viele scheinen sich nicht in Quarantäne schicken lassen zu wollen. Haben Probleme damit, sich in was einzufinden. In so was wie Freizeit.
Was ein Pkw-Verkehr. Autobahnverkehr.
Keine Lastwagentransporte. Deren Zweckmäßigkeit noch nachvollziehbar wäre.
Daß man sich unwillkürlich fragen möchte: Welchen Einfluß nimmt so ein Virus auf einen? Überlegt man sich eine Sekunde, daß so ein Virus an der Weiterverbreitung von sich selber interessiert ist.
Da könnt was Fremdes, Unbekanntes in Virusform eine Interessenslage an einem haben ... Und man ...
Die Stirn ist heiß, die Nase läuft, aber man vermag sich hinter ein Lenkrad zu hocken. Hust, hust am Gaspedal. Besoffen ist man jedoch lange nicht.
Wenn irgendwas eingibt, so spontan, er, sie, es müßte ganz geschwind mal wohin. Irgendwo heimatlich, wo man sich aufhält, könnt man's nicht mehr mit sich aushalten. Die Decke fällt einem auf den Kopf, man stirbt jählings vor Langeweile und so, richtig bricht man zusammen, dermaßen eine Öde herrscht. Irrlichternde Gedankenwelt. Fieberüberlegungen. Bis man dem Impuls auch nachgibt, wohin zu müssen. Dem gehorcht. Einfach, weil man dazu in der Lage ist. Sich erzählt man im Beilauf, man muß ja nirgends aussteigen. Um dann doch einen Zwischenhalt wo einzulegen. Karte hat man ja auch eine dabei ...
Die eigene Karre, oftmals ein falscher Geländewagen. Mit dem Teil ist es ganz rasant nach wohin zu gelangen. Die sinnlosesten Kilometer sind im Nu gemacht. Kennen muß man irgendwo auch keinen. Für ein paar Minuten kratzt auch nichts im Hals, das ist auch ein besonderer Effekt.
Ohne da die Idee zu deutlich besetzt zu kriegen, daß es womöglich ein Virus ist, der in einem Platz nimmt, der einen einflüsternden Willen hat. Meister Virus, er möchte Spaß. Will, daß man Gas gibt. Leutselig hat er es gerne, der Spießgeselle Virus. Man ist ein Virusbefallener, einer, der sich nach unbestimmten Orten hinbegeben möchte. Für die eigene, bessere Replikation mag das der Virus. Für die Dauerverbreitung. Daß man sich fragen dürfte: Wer oder was ist bald der Herr von einem? Wenn's einen so in geselligere Runde zieht ... Zu Unterhaltung, Diskussion, die man nötig hätte, Angelegenheiten wie Umarmungen, die man bräuchte. Auch irgendwo. Obwohl man wo daheim ist. Einzig und alleine, Hunderte Kilometer, im Nu waren die genommen. Ist man den einengenden Heimatumständen geflohen. Jetzt hat man Lustiges mit Fremden. Nie zuvor gesehen, diejenigen.
Könnt man sich irgendwo auf Wissenschaftsartikel entsinnen? Zeilen, die man mal lesen konnte: in Willenssfragen eines Menschen.
Schlecht, der menschliche Wille, in der Bewertung weggekommen. Dienstbar war da ein Mensch, einem Virusaufkommen.
Daß sich angesichts von Verhaltensweisen, nachdem die ein Mensch unberatenerweise an den Tag legte, die Frage stellen dürfte: Wem diente das ureigene Verhalten denn im Grunde genommen? Man ist mit dem Virus ausgegangen, mittenrein nach wo, wie wer, der sich herblinzeln hat lassen, sich naiv zu was verleiten ... Wo man rundweg daheimbleiben hätte können, weil man dort wohl nicht gefehlt hätte, wo man sich mitten hineinbegab. Hochgeschwind auch noch. Flüchtig. Selbst auf der Flucht hat man, bei der Anzeige der Tachonadel bei einhundertundfünfzig, bequem Hunderte Kilometer zurückgelegt. Und der Fieberschub durch den Virusangriff war nicht so, daß man im Rasetempo zwangsläufig einen Unfall ...
Fast so rasant ist da ein Verhältnis, daß alles eine Viertelstunde hersein kann, daß man wo war. Weiß keiner, wo man war. An der Örtlichkeit war man flüchtig. Fast ein Spuk. Ein Gespenst. Jetzt ist man wieder Zuhause. Die Abwesenheit von einem, nahezu unbemerkt geblieben. Gelangweilt ist man auch schon wieder, in den Heimatfluchten. Bei beengter Brust ...
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