Verschiedene Wege, voranzukommen
Manche Ideen hat DAS, das bei Alpha Centauri, erst noch zu entwickeln. Oder auch nicht.
Je nachdem, wie es dazu denn auch so die Gelegenheit bekommt, mit sich lange in der lokalen Galaxienlandschaft herumzuwirtschaften und unbeschwert beim Schnellerwerden einfach nur sinnlos rumzuknattern.
Nachdem sich der Winzling mal das erste Mal aufrichtete, aufrecht stehenblieb, dann erste taumelige Schritte machte, rumlatschte, eine kleine Strecke lief.
Im übrigen, das alles Ideen, die so ein Schwarze Loch-Nachwuchs erst mal entwickeln muß. Wo es doch eigentlich zunächst recht gemütlich und standortbezogen bei ihm zugeht. Warum von wo sich wegbegeben, wenn man mit allem rundum glücklich und zufrieden ist?
Bloß, anbei stellt sich eine Frage: Was ist so einem Dingelchen, Kleinem - einem Wurm-Löchlein - denn erlaubt? Kriegt es die Ruhe, den Frieden ab, jene Zwischenschritte für sich unternehmen zu dürfen?
Schließlich ist es alles andere als unwahrscheinlich, daß es sofort rennen muß. Aus dem Stand losrennen, davonballern. Mit allem Tempo, zu dem es fluchtartig in der Lage ist. Und zwar nicht irgendwie. Auf der Flucht vor einem Verfolger, den abzuschütteln. Einem, der auf nichts zu lange wartet, sondern hinterhersetzt. Auf die Jagd sich begibt. Was er zu fassen kriegt, das ... Das verabschiedet sich auch.
Sollt man sich nämlich überlegen, daß da die unterschiedlichsten Schwarze Loch-Kollegahs marodierend unterwegs sind. Innerhalb der Galaxie Milchstraße haben die von der Wissenschaftsszene in eintausend Lichtjahren Entfernung ein Schwarzes Loch in der Galaxien-Landschaft gesehen. Wohl an sich kein Standbild, sondern ein Schwarzes Loch am Herumfahren.
War doch eine Mitteilung letztens mal, eine weitere Wissenschaftsneuigkeit, die weltweit rübergebracht wurde, oder?
Da fand sich ein Schwarzes Löchlein, quasi eins mit heruntergelassenem Visier, in der Galaxie Milchstraße. Gänzlich unverstellt. Richtiggehend nackig. Unzweideutig als das zu erkennen, was es war. Was nicht unbedingt so das übliche Vorkommnis ist, bei den Schwarzen Löchern, die ansonsten doch ständig vom Tausendsten eingekreist sind.
Sollte doch klargehen, was der Kollege treibt. Hinter was der her ist. Was der so freiweg anstellt. So in einer eintausend Lichtjahre-Ferne, die einem Menschen Sicherheit vorgaukelt. Weil das Licht eine natürliche Geschwindigkeitsbeschränkung hat. Daß es eintausend Jahre der Reise des Lichts nach dorthin braucht, wo sich das Schwarze Löchlein-Pirateriewesen kurz aufhielt.
Forschend, suchend, war da was ein freiliegendes Schwarzes Loch unterwegs, vor eintausend Jahren. Und warum sollte es mit seiner gravitatorischen Anzugskraft voranschnüffeln, rumsuchen? Hinter was für Kleinigkeiten soll es denn her sein?
Schwierig zu beantworten ist das an sich nicht. Das eine knallt alles, was ihm links, rechts, oben, unten vorne dran kommt! Das heißt, alles, was einer bestimmten Größe entspricht. Sicherlich, daß das Gegenüberliegende kleiner sein soll. Kleinerportioniert. Bei was Größerem duckt sich das eine räuberische Wesen mit Sicherheit rasch weg, schaut zu, dem und dem außer Reichweite zu gelangen.
Worum dreht es sich an dem Platz? He, was umständlich und geduldig auf die Ankunft irgendwelcher Sternenreste, Sonnen mit Planetensystem und all das warten - wer braucht das? Geht doch alles eigentlich auch anders. Da klappt auch eine Alternative. Wenn man in der Lage ist, herumzureisen. Rumzukurven.
Schließlich kann man sich ganze Anhäufungen von Sonnenschweren auch auf eine einfachere Weise besorgen. Vielerlei Entwicklungen sind abzukürzen, bei dem mit den Sonnenschweren. Ihrem Ansammeln, Aufhäufen.
Und zwar ganz einfach, indem man - man stelle sich das bloß vor - einen anderen beraubt. Plündert. Bei den Schwarzen Löchern wird grundsätzlich um die Ecke gebracht. All das Zeug irgendwelcher Kollegenschaft dafür da, es sich insgesamt selber einzuverleiben. Früher oder später.
Fahren da Kumpels befreundet miteinander - langsamer darf da der andere bei den Galaxien nicht werden. Wer bremst, nicht die Distanz wahrt, der könnt selber fällig sein, drankommen.
Bei den Schwarzen Löchern wird nicht einfach Hochzeit gehalten, um so eine Familie zu gründen. Anders als beim Menschen, daß da nicht aus zwei drei, vier werden. Bei den Schwarzen Löchern, wird da geheiratet, kommt es zur allgemeinen Vereinigung, verliert der Partner nicht bloß so kurz seinen eigenen Namen. Sondern hat restlos alles von sich her-, preiszugeben. Auch sich selbst. Schwarze Löcher verschmelzen miteinander; am Ende bleibt eins übrig. Eine Gravitation herrscht in den Galaxien vor.
Bei den Schwarzen Löchern gibt es zwar viele Schwarze Löcher, aber eigentlich kann's immer nur eines geben. Zu sehen ist am Horizont immer nur eins. Das andere mehrt dann die Zahl der Sonnenschweren des einen Schwarzen Lochs. Ist dort noch zu messen. Sonst für nichts mehr.
Oder haben da die der Wissenschaften nicht zuletzt ein einzelnes Schwarzes Loch in tausend Lichtjahren Entfernung erwähnt?
Schwer zu sagen, was für ein Tempo dieses Schwarze Loch schon draufkriegt. Um sich eine Vorstellung davon zu machen, müßte man vielleicht nachsehen, wie hochgeschwind die Große Magellansche Wolke auf die Galaxie Milchstraße zugeschossen kommt. Damit einem mal die perspektivischen Richtlinien hier klar würden. Wen man der Raserei bezichtigen kann, wen nicht.
Unvorstellbar nämlich, mit welcher wollüstigen Höchstgeschwindigkeit die Große Magellansche Wolke auf die Galaxie Milchstraße losgeballert kommt. Wie die Große Magellansche Wolke sich beeilt. Um doch erst in vier Milliarden Jahren bei der Galaxie Milchstraße anzukommen.
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