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Blog von TeddeMehr

Das mit der Brenndauer eines Sterns

13. Juli 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #mehr meilen

Eine Winzigkeit, die in der Folgezeit zum Vorschein kommt, als standortbezogenes Kernschmelz-Restchen.

Wäre sicherlich auch beim Erdstern Sol nicht anders. Nachdem das mit dem Korona-Aufschlagen ein zwingendes Geschehnis ist.

Hat das eine Sonnenkraftwerk das äußerste Moment erreicht, dann passiert bei ihm etwas.

Ein Ereignis, so zwingend wie das Sterben eines gewöhnlichen Lebewesens. An sich ist dem nicht zu entkommen. Früher oder später kriegt man darüber Bescheid. Der Sarg, die Urne gerät in Sichtweite.

Genauso ist das bei jedem Normaloglitzerstern. Einer Sonne, die brennt, ergeht es nicht viel anders.

Eine halbe Ewigkeit von zig Milliarden Jahren hat sie denn irgendwann gebrannt. Trübe vor sich hingebrütet. So vier Milliarden bis vierzehn Milliarden Jahre, daß im Galaxienrund mit seinem Licht herumgeflackert wird.

Es kommt alles bloß auf die Größe eines einzelnen Sonnengebildes an, wie lange als Üblichkeitsstern geleuchtet wird. Daß innerhalb einer begrenzten Raumparzelle Planeten beschienen werden.

Aber, diese Zeit ist gewissermaßen auch nur etwas für ein Weilchen. Ein begrenzter Zeitrahmen.

Wie eine Lebenszeit. Anfang - Kindheit, Jugend - Erwachsenenleben - Alter. In der Weise beguckt sich ein Mensch die Szene. Stirbt einer nicht vor seiner Zeit, nähert er sich einem höchstmöglich erreichbaren Maß an.

Dasselbe ist an sich ist bei jedem Stern. An Glitzersternengebilde sind ähnliche Umstände zu verorten. Bis ein Stern, dieses Nuklearkraftwerk, eine Brennwert-Grenze erreicht.Die Brennstäbe des Sternen-Kraftwerks, die müßten schließlich beizeiten gewechselt werden.

Was an einem Stern wirklich keiner unternimmt. Ist schließlich auch nicht der Sinn der Sache bei einer Sonneneinrichtung, das Dröge der Dauerbrüterei fortzusetzen. Immer weiter öde, langweilig vor sich hinzuleuchten, am Dauerbrennen.

Doch klasse, daß da was am Nuklearen schwächelt, sich abbaut. Trotzdem alles am Stern erst mal wie bisher weitergehen möchte. Bloß, es entstehen nicht nur mehr Schlieren an der Sonnenkorona, die von größerer Hitze als früherher was mitteilen. Die Sonne hustet, keucht, stöhnt mal los.

Selbst an einer Neuentzündung versucht sie sich zu guter Letzt noch. Aber irgendwann ...

Jedes Menschenbaby, das muß aus dem Bauch der Mutter raus. Drinnen ist nicht zu bleiben. Das im Sonnnenrund, DAS innendrinnen, das erfährt DAS durch eine finale Überhitzung. Eine Super Nova spielt sich als Folge ab. Eine böse Explosion am Stern.

Ein Knallgeschehen, bei dem sich diese und jene Materie noch über Lichtjahre hinweg in den Raumradius hinaus verteilt. Derweil das eine, was ein Kernschmelz, am einen altvorderen Sternenpunkt zurückbleibt.

Das Kernschmelzüberbleibsel, -restchen. Ein klein wenig was an zusätzlicher Verweildauer hat dieses kümmerliche Restlein noch.

Das Kernschmelz-Seelchen, -Würmchen, in einer äußerst prekären Notlage befindet sich das. Jede Menge - eh! - Mitleid könnt man damit haben. Mutter-, Vatergefühle beinahe abkriegen, wie es vor Ort ächzt, quengelt, jammert. Nach dem ersten Fläschchen plärrt.

Oder - möchte das wer bezweifeln? Hinkt der Vergleich?

Was an der Stelle am Punkt los ist, da braucht was frischen Nachschub. Es hat ein Ding Hunger. Verlangt ein Babyfläschchen, -Breichen.

Ereignet sich nicht das bißchen was - oder, ist das, was geschieht, zu wenig -, kann das Bestimmte innerhalb einer Frist allerhöchstens noch ein kleine Weile haben.

Ein bestimmt sogar absehbares, errechenbares Zeitmaß. Diese Restzeit.

An sich liegt da was im Sterben. Dessen frühere Umgebung ist hinüber.

Das mit dem Ableben, Versterben, das zieht sich zeitlich nur ein wenig hin, ist das eine, der Zeitverzögerung, auf die es hier ankommt.

Hat  innerhalb eines schmalen Zeitfensters nichts größer Ereignis, tut sich nicht noch mal kraus irgendwas Besseres - ist die Geschichte denn doch mal eine, aus und vorbei. Es war danach mal die eines Galaxiensterns.

Und zwar ist alles ganz vorüber, wenn sämtliches flötengeht. Sobald all die radioaktiven Teilchen sich in ihre Bestandteile zerlegt haben, ist am Laden finito.

Schließlich könnte man das, was vor Ort bei dem Kernschmelzrestlein am altvorderen Sternplatz abgeht, als die Verhältnismäßigkeit eines Abklingbeckens sehen. In solcherart einem Becken, daß sich was nach der Sternenexplosion einfindet. Drinnen im Kühlbecken hat es traurigerweise rumzuhocken.

Echt doch! Nicht einsehbar?

Daß ... Geschieht nichts mehr weiter Größeres, dann vergeht DAS. Ein für allemal. Dann ist das die Kummergeschichte eines ehrgeizigen Kernschmelzüberrestes. Endgültig ist es gelaufen. Hat sich alles des Zustands der Nachglüherei am Sternenstandort erledigt.

In der Folge wabern nur mehr diese und jene Stäube undefinert irgendwo in der Weltraumlandschaft rum.

Vielleicht weiß noch wer oder was davon, vielleicht ein Sternengucker, der seine Forschungsarbeit betrieb, daß dort eine Leerstelle ist, eine Lücke, wo mal eine Sonne war. Eine wie beispielsweise der Erdstern Sol, der über zig Milliarden Jahre eine fixe Brennzeit hatte.

Einzig und alleine, der Erdstern Sol, der wäre ausreichend für alles Spätere, die Zukunft am Platz, wohlgerüstet. Genauso wie der Stern Tau Ceti. Gingen alle lokalen Kleinigkeiten an den Erdstern Sol. Oder den Stern Tau Ceti, dann ...

 

 

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