Das "Wissen", das Fakultäten befriedete
Jener Blickwinkel, mit dem man es zum Urknall brachte: daß die Galaxien immer in eine Richtung kurven, hintereinander her.
Das war dann die Sicht. Nachdem da länger das Unterschiedlichste diskutiert wurde, damals. Die Tage, als Flash Gordon gegen Ming kämpfte. Der Faschismus seine große Ära hatte, ausgerechnet in Europa. Insbesondere die europäischen Regionen Deutschland, Italien.
Es war auch Lebenszeit von Hubble, Hubble, der an Galaxien Forschungsarbeit trieb. Was immer da auch auf der Welt los war. Ob es Friedenszeit war. Oder man in den Vierziger Jahren die Zweiter-Weltkrieg-Tage durchlebte.
Das war denn irgendwann das eine, bei den Hubble'schen Neuigkeiten damals. Daß die Gottsucher-Wissenschaftler in die Hände klatschten; zum Durchgreifen aufgerufen fühlten sie sich. Von der ergebnisoffenen Forschung verabschiedete man sich als Folge dessen, daß man es schaffte, den Urknall ausrufen zu können. Zu Wissen brachte man es mit dem Urknall. Zur Abbildung von geradezu fanatischer Gewißheit. Urknall - oder nichts. Plötzlich, daß man wußte. Durchgreifend, daß jeder Wissenschaftler den Urknall aufgesetzt kriegte. Als Wissenschaftsmensch hatte man den Urknall als gesichert zur Kenntnis zu nehmen. Oder ...
Damals, als es der Urknall denn auf Erden wurde, sollte man den Urknall schon als feststehendes Wissen begreifen. Uie Perspektive Urknall, die man beim Wissen ausrief, die gab dabei so vielen so viel. Der Urknall, der ganz selbstverständlich zu einem Anbeginn verhilft, ganz die Art Im Anfang ... So eröffnet eine besondere Religionsbuch-Szene mit einem Gott als Protagonist.
Demnach, dazu paßt denn der Urknall: etwas beginnt mit ihm. Und der Kosmos, den man im Heute sieht, ist denn nichts als ein lange währendes Zwischenspiel. Und dann ... Dann geschieht noch was Drittes. Mit dem Urknall kommt noch eine dritte Position in Sicht. Und zwar die, bei einem Anfang, einer Mitte eines Schauspiels, da muß wo auch mal ein Schluß sein hier. Ende, Aus, Finito.
Das heißt, am Schluß, der X-Faktor, der aus den religiösen Werken. Der Urknall, der eine finale Erscheinung mitermöglichen kann. Beim Urknall ist die Gesamtabbildung drinnen. Bei einem kosmischen Geschehen, das man mitunter als eine Singularität bespricht. Den Urknall als singuläres Geschehen. Wobei das eine sich auf die Ein-Gott-Geschichte bezieht.
Ohne daß man bis heute was verlautbaren läßt, vielleicht aus Vorsicht, daß man da eine Knallaußengrenze wo sähe. Schon was Gefährliches, bei was, mit dem man widerlegt werden kann, zu deutlich zu werden. Obwohl man derweil doch seinen Wissenschafts-Kreationismus unterwegs hat, den betreibt. Bei dem man sich auf eine Zeitphase zwischen vierzehn bis achtzehn Milliarden Jahren eingependelt hat. Ein klein wenig ein Zeithorizont, bei dem es ziemlich unerklärlich wird, warum man dann immer noch ein Stückchen und noch mal ein Stückchen weiter hinaussieht.
Hubble, Nordamerikaner, Nordamerika, eine Region, auf deren Boden viel Ein-Gott-Glaube das Dasein beherrscht. Hubble geriet ihnen bei ihren Absichten, den Urknall durchzusetzen, zu einer Art Versicherung. Daß SIE, die, die am Wissenschaftshof die Gläubigkeit in der Hinterhand hatten, nebenher bei allem Sternengucken und Rechnen mit auf der Suche nach einem Gott waren, aus dem Tran kommen konnten. Daß sie aus ihren Stühlen hochkommen konnten. Indem festgehalten wurde, daß das nun doch kein stehendes Universum sein könnte. Vielmehr mußte das das eine sein, etwas, für das ein Ereignis wie ein Böllerschlag die Verantwortung trägt. Womit man den religiösen Mächten aushalf. Die der Wissenschaftsszene damals konträr, fast schon feindselig gegenüberstanden. Hier die Geistlichkeit und dort die Wissenschaftsleute. Die einen, die nebenan an den Universitäten, die Theologie studierten. Die die Theologen waren, die sich an der Kosmoslogie und ihrer Physik nicht so zum Lachen brachte. Dort, im Kosmos, wo ihnen bei der Weltraumgelehrsamkeit Gott fehlte.
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