Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

1. Teil: 17.10

31. März 2021 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kleinteile

Das half nicht weiter, den toten Willy zu betrachten.

Ob der eine Willy mit dem rotfarbenen Halstuch erwürgt wurde, das war nicht mal klar.

Jedenfalls waren das Antlitz des Willys und dessen Hände schlammverkrustet. Während der schwarze Anzug und die sporentragenden Stiefel nicht zuviel an Dreck abgekriegt hatten.

Jeder Willy hatte gewöhnlich einen Stetson am Kopf.

Wo der Hut des daliegenden Willys hingekommen war, war die Frage.

Auf einem Gaul war der Willy auch geritten. Alle Willys, die auf gesattelten Rössern droben saßen, außer, es wurde eine Rast eingelegt.

 

Jo, der Revolvermann, saß still im Sattel am Rücken Susans, des Wallachs, der sich nicht von der Stelle rührte.

Ziemlich bedrohlich.

Von einer hochragenden Sanddüne drüben aus war es einfach, mit dem Gewehr nach Jo, dem Revolvermann, zu zielen.

Aber, ein Schuß krachte nicht.

Ein Bisongewehr hatte Jo, der Revolvermann, schon mal in der Hand gehabt. Eins mit bester Zielvorrichtung, mit dem man auf eine Meile Entfernung noch treffen konnte.

Leider hatte der eine, der Jo, dem Revolvermann, seine Waffe vorführte, einer, der mal Infanterist in der Armee war, das Gewehr nicht an Jo, dem Revolvermann, verkaufen wollen.

 

Ein ausgezeichnetes Ziel gab Jo, der Revolvermann, ab. Wie er an Ort und Stelle verharrte.

Auch Susan, den Wallach, hätte man ihm unter den Beinen wegschießen können. Einfach nur zum Spaß. Was einem Willy durchaus zuzutrauen war.

Tunlichst vermied es  Jo, der Revolermann, den Hals zu verdrehen, Richtung der Dünenhügel zu glotzen. Auch, damit keiner, der Jo, den Revolvermann, beobachtete, es sich anders überlegte. Doch noch den Finger krümmte, eine Kugel auf Jo, den Revolvermann, abfeuerte.

Der Wind wehte zu ihm hin, was Jo, dem Revolvermann, der mit der Zunge befeuchtete Daumen bewies.

Besonders windig war es die Zeit vorher nicht gewesen. Sondern stundenlange Windstille.

Susan, der Wallach, hatte sich echt abgeregt.

Kein Geruch, der Susan, dem Wallach, an die Nüstern drang. Was immer vorhin war, was Susan, den Wallach, erregte, daß Jo, der Revolvermann, sich mühen mußte, im Sattel zu bleiben,, die Erregung war gründlich von Susan, dem Wallach, abgefallen.

 

Blieb das Rätsel, wie es dem einen Willy ergangen war, was ihm passierte, um am Ende so verlassen und tot am Gras rumzuliegen.

Zumindestens, wenn das nicht reichte, den Willy mit dem seltsam starren Tuch um den Hals reglos mitten am Gras innerhalb der Pferdekoppel daliegen zu sehen. Dann mußte Jo, der Revolvermann, tatsächlich noch eine Kleinigkeit unternehmen.

Sich jener Dinge haarklein zu versichern, was das Ableben des Willy-Bruders anbetraf. War er unzufrieden, mußte Jo, der Revolvermann, aus dem Sattel am Rücken Susans, des Wallachs, steigen.

Sich die Geschichte mit dem Willy aus der unmittelbaren Nähe anzuschauen. Mit den eigenen Fingern am Knoten des rotfarbenen Halstuchs herumzufummeln.

Eventuell, daß der Willy ein paar Dollars bei sich hatte. Ein schwerer Beutel voller Gold wäre ebenfalls nicht das Schlechteste gewesen. Dieser und jener Dolch. Auch die Schießeisen des Willy-Banditen konnte Jo, der Revolvermann, locker noch in einer seiner Satteltaschen unterbringen.

 

Nichts half viel, Jo, der Revolvermann, konnte nicht halten. Er mußte das einfach, sich aus dem Sattel schwingen. Um sich darüber einen Überblick verschaffen, wie der eine Willy wirklich starb. Der Willy, der den restlichen Willys momentan fehlen mußte.

Die Lederschlaufen nahm Jo, der Revolvermann, von den Hähnen seiner Revolver weg.

Die Zügel Susans, des Wallachs, wand  Jo, der Revolvermann, um den Ast des nächststehenden Eukalyptusbaumes.

Vor Schreck, daß Jo, der Revolvermann, zusammenzuckte. Von einem Eukalyptusbaum und belaubtem Gebüsch, daß er bis vor wenigen Augenblick bewußt nichts mitbekommen hatte.

Anscheinend hatte er Kleinigkeiten übersehen. Obwohl über Baum und Gebüsch nicht drüber hinwegzusehen war

 

Plötzlich, Jo, der Revolvermann, hatte kurz die Augen geschlossen, war da, als er das nächstemal schaute,noch mehr laubtragendr Buschbestand und ein weiterer dickstämmiger Eukalyptusbaum.

Susan, der Wallach, fing damit an, Blätter von dem einen Busch abzurupfen und mit Genuß auf ihnen herumzukauen.

Tatsache, Jo, der Revolvermann, verstand die Welt nicht mehr. Bis vorhin war Jo, den Revolvermann, alles in der Gegend als eine weite Fläche Steppengras erschienen. Bereits die Pferdekoppel war eine Überraschung gewesen. Jetzt gab es schlagartig auch noch Eukalptusbäume und für Jo, den Revolvermann, namenloses Gebüsch.

Nahezu unglaublich, was er bis vor einer Sekunde alles nicht in der Wahrnehmung gehabt hatte. Die Neuigkeiten gerade.

 

Am Stiefelabsatz, daß Jo, der Revolvermann, sich um die eigene Achse drehte. Ohne irgend jemand auf zwei Beinen und mit einem Revolvergürtel gegurtet zu erblicken.

Nichts und niemand zeigte sich, obwohl das durchaus auch im Bereich des möglichen sein hätte können. Nur, es baute sich keiner auf, Jo, den Revolvermann, zu fordern. Jo, den Revolvermann, dazu zu veranlassen, schnell seine Schießeisen ziehen und zu schießen.

 Im Grunde mochte hier das Verschiedenste die Möglichkeit sein; seinen Sinnen war jedenfalls nicht länger zu trauen. Angescihts einer Örtlichkeit, die auch ein Hinterhalt der Willys sein konnte.

Dem Willy-Pack, dem das seit einem geraumen  Weilchen bekannt war, daß es Jo, der Revolvermann, war, den sie auf den Fersen hatten. Es war Jo, der Revolvermann, der ihnen hinterherkam.

 

Den Willys war zwar einiges zuzutrauen. Nur - warum sollten die Willy einen der ihren um die Ecke bringen?

Nichtsdestoweniger blieb es dabei: einer der Willys lag mitten in der Pferdekoppel.

Eine unübersichtliche Geschichte.

War das eine Falle, die Jo, dem Revolvermann, galt, war bereits mehr als genug Zeit verstrichen, auf Jo, den Revolvermann, ein Attentat zu verüben.

Zur Koppel, in der länger kein Pferd mehr gegrast hatte, daß Jo, der Revolvermann, hintänzelte.

Innerhalb der Koppelfläche war alles unverändert. Der Willy, der flözte unbewegt rum, genauso, wie Jo, der Revolvermann, ihn daliegen gesehen hatte, als er das erstemal die anzugtragende Gestalt in der Wahrnehmung hatte, da einen Willy erkannte,

Der Wind blies auf einmal so stramm, daß Jo, der Revolvermann, seinen Stetson in den Nacken schob, das dünne Halteband an ihm zum Hals herunterzog.

 

 

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post