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Blog von TeddeMehr

Das Jubeln

23. Oktober 2021 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kleinteile

Das hat durchaus was Lustiges an sich, daß sich Wissenschaftliche, nach der Groß-Installation Urknall für die Erdenweltweite, mitunter auch was anhören durften. So was ähnliches wie: SIE hätten doch nur in der Schule aufpassen müssen. Als erstes im Religionsunterricht. Schon hätten SIE alles gewußt, keine Forschung mehr nötig gehabt. Weil das im Grunde jeder Schüler an der Schulbank mitkriegen kann, wie es da von Anbeginn der Zeit an war.

Statt dessen, daß SIE alles Frühere vergaßen. Sämtliche Inhalte, die ihnen ein Religionslehrer im Unterricht beibrachte. Sonst hätten SIE den Schöpfergott nicht verleugnen können, abstreiten.

Am Großen Knall war mancherlei Veränderung zu gewahren. Obenauf waren die religiös-motivierten Mächte wieder. Richtiggehend erfrischt. Nach der allgemeinen Proklamation des Großen Knalls globusweit.

Als wäre zuvor nie etwas einer Kummerzeit gewesen, hätte man nicht die kleinste Sorge gehabt, so verhielt man sich, droben am Böllerschlag, der was Elementarkosmisches kundgeben sollte.

Oder, wer sieht das nicht, wie da die Folgeerscheinungen waren? Was immer schwer auf dem Herzen derer mit dem besonderen religiösen Gemüt gelegen war, es fiel alles schlagartig von ihnen ab. Unbeschreibbar, was man durch die Szenerie Urknall für eine Erleichtung erfahren konnte. 

Ein einziger Vorteil war die Feststellung des Großen Knalls für jeden Theologen, Kleriker. Bis tief hinein in jede Art Kirchenstaat. Aufstellung konnte man als Folge nehmen, brauchte vor nichts mehr zurückzuzucken. Jeder Blick war festzuhalten.

Muß man sich doch vorstellen, wie noch der gewöhnlichste Priester und Vorsteher einer Kirchengemeinde nach der irdischen Urknall-Werdung vor die Gläubigenschar hintreten konnte. Als man mithilfe des einen Böllerchens die Deutungshoheit zurück hatte. Alle Zeilen, sie blieben in den in Dauerdruck befindlichen Büchern der Bücher bestehen. Nicht ein Silbchen dort hatte man irgendwie zu bedenken, abzuändern.

Da konnten welche noch so Wissenschaftsartikel-gebildet und Science fiction-belesen daherreden. Man war in der Lage, denen was zu erwidern. Entgegenzusetzen. Und zwar freiweg jede einzelne Szene von Anfang an. Alles davon hatte neue Weile, wie es in der selbigen Weise seit Jahrtausenden nahezu unverändert in den Büchern der Büchern geschrieben stand.

Eigentlich fast schon immer. Seit altersher zumindest. Auch mit den Außerirdischen bei der Gott-Frage brauchte man einem kein Stück mehr zu kommen. Von denen kamen wohl nicht zu viele auf die Erde runter. Daß Gott tot wäre, davon konnte schon gar kein bißchen eine Rede mehr sein. Nicht am Urknall. Alles konnte man freiweg in seinen Predigten erwähnen, den Störern mancherlei Wissenschaftliches erzählen, wenn man das mußte.

Von dem her, wer am Großen Knall geradezu noch restlos alles gewann, das war niemand in irgendeiner Wissenschaftsfakultät. Die, die jubilierten, das waren die mit dem Religionshintergrund. Während die der Wissenschaft sich in der Folgezeit an die Arbeit begabem, nach dem Ausgangspunkt, dem in der Mitte, zu fahnden. Wo der Mittelpunkt aller Weltenentstehung im Kosmos draußen aufzufinden wäre.

Außerdem, wie so die Situation am Großen Knall darüberhinaus war, MUSSTE man im Grunde zwingend wo an ein Ende sehen. Außendraußen wo einen gewissen Horizont entdecken können, an dem jegliches an Ausdehnung aufhörte. Weil die Schockwelle der Explosion dort zu Erliegen kam.

Dafür scheute und scheut man auch keine Kosten und Mühen. Darum dreht sich bis in die Jetztzeit vieles: daß da mal das zu erkennen wäre, wo das Ding endet, das Universum als Ganzes.

Nicht so das, was schlecht wäre, für seinen religiösen Blckwinkel, den neu jubilierend bei jedermann vorzeigen zu dürfen, gäbe es DRAUSSEN mal was eine Außengrenze zu erkennen. Schließlich möchte der gläubige Mensch gewißlich wissen, wie lange er darauf zu warten hätte, bis es zu IHM käme, dem Jüngsten Tag. Bei der Hoffnung, die sich für einen im Glauben daraus ergibt. Daß einer, angesichts seiner Frömmigkeit, seiner Festigkeit im Glauben und so, zu den Erwählten gehört. Zu denjenigen, die in ein Paradies geführt würden. Währenddessen der Rest ...

 

 

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