Was der forschende Europäer ehedem so nicht wollte
Weswegen das ja grundsätzlich geschah, wegen einer Überzahl von denen aus den USA, daß es zu dem einem euphorischen Ausbruch an Wissen kam. Am Wissenschaftshof vor Jahrzehnten.
Wogegen, so, wie die Sachlage damals war, sicherlich kein Kirchenstaat etwas dagegen unternehmen hätte wollen. Gegen das eine Gegenwarts-Momentchen, wie sich das Kosmische welchen im Lauf der Epoche da darstellte: das, mit dem der Große Knall zum Angesagten ward.
Wobei diese Altvorderen so weit noch gingen, fröhlich eine Wissenslage kundzugeben. Wiewohl man Zukunftsgenerationen den Auftrag erteilte, weiter an der Situation Wissen am Elementarböllerchen für die Kosmosweite festzuhalten, diesem Wissen, wenn möglich, sogar zu einem noch stärkeren Fundament zu verhelfen.
Im Grunde war diese eine hochgekochte Gewißheit, einen Großen Knall anbetreffend, eigentlich nichts als ein besonderes Kirchenstaatinteresse. Muß man schließlich verstehen, was da der Böllerschlag Kräften, Mächten schon im neunzehnten Jahrhundert geboten hätte. Jenen mit einem exklusiven Religionsblickwinkel.
Alles, was das im Angebot haben konnte, der Dynamitstangenwurf und die Detonation - für das Kosmische. Umfangreich hätte der bereits zu jenen Tagen etwas beinhaltet. Hätte sich Religionsmotivierteres um die Jahrhundertwende neunzehntes, zwanzigstes Jahrhundert irgendwie damit durchsetzen können. Bei denen der Wissenschaft und Forschung. Das mit dem Knall wäre es da schon eine Möglichkeit gewesen, geradezu, die Szene einer Heiligen Schrift mitsamt Schöpfergott bei den Wissenschftsfakultäten abzubilden. Verbandelt hätte man sich längst beruhigt zeigen dürfen.
Nur, die in Europäer, auf die es damals hauptsächlich ankam, die gestatteten DAS nicht. Ihnen reichte die Knallperspekive als eine Möglichkeit bei den Weltenentstehungslegenden. Weiter nichts. Von so Gemütern, wie denen aus den US-Staaten in den vierziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts war da kaum die Rede. Währenddessen die Europäischen DAS einer Kirchenwelt nicht das Große zugaben, zuzugestehen gedachten, als europäische Wissenschaft des neunzehnten Jahrhunderts. Lieber beließ man es für Europa bei der einen gewissen altbewährten Distanziertheit, Kühle gegenüber den theologisch-klerikalen Fingerzeigern und Ansagern vergangener Jahrhunderte. Schließlich waren den Wissenschaftsleuten die Religionsbezüge zu deutlich. Das, daß vor alles das Theologische, Klerikale sich an dem Knall-Momentum erfreute.
Alles blieb im Europäischen wie eh und je: Die Wissenschaften bewahrten sich einen Ort, wo man auf die Distanz zu Glaube und Religion Wert legte. Gleichgültig, wie religiös es rundherum um sie zuging. Zu einer Vereinnahme, Umarmung wollte man es nicht kommen lassen. Nicht nach den Erfahrungen vieler Jahrhunderte. Angefangen mal bei Galilei. Als eine Kirchenseite den gefangensetzte. Bis hin zu den Vorkommnissen bei brennenden Scheiterhaufen und mancherlei Geschehnissen mehr. Viel zu oft, daß sich die mit dem Forschergeist auf die Flucht zu begeben hatten. Häschern entkommen mußten. Die ihnen wegen ihrer Forschungsarbeit nach dem Leben trachteten.
Ganz anders stellte sich die Lage im Laufe der vierziger Jahre des zwanzigsen Jahrhunderts dar, als die Nordamerikanischen zu Kriegszeiten voll in die Vorhand gelangten. Am Wissenschaftshof nach und nach die Überzahl überall auszuspielen anfingen. Die sich daraus ergab, daß die von faschistischen Barbarentum in die europäischen Wissenschaftsreihen gerissenen Lücken mehr und mehr mit US-Staatlern aufgefüllt wurden. Geradezu mit solchen, die mitunter bei der wissenschaftlichen Arbeit auch eine besondere Gottsuche im Sinn hatten. Zu denen sich in den USA zu allem Überfluß noch ein Personenkreis dazugesellte, der echte Priesterschaft war. Als Wissenschaftler arbeitete man, während man die Weihe zum Priester auch noch genommen hatte. In einer Weise, daß sie dem Kollegen selbst noch die Beichte abnehmen konnten, wenn da jemand danach das Verlangen hatte, den Wunsch äußerte.
Zu der Thematik gibt es auch was zu lesen. Ein Wissenschaftsnovize fährt vor, entsteigt dem Gefährt, das ihn an den Bestimmungsort hinbrachte. Der Einladung eines höher gestellten Wissenschaftsmenschen leistete er Folge, was ihm schmeichelte. Vom Diener ins Haus geführt, bemerkt der Nachwuchswissenschaftler, daß er nicht der einzige ist, der eingeladen wurde. Man stellt sich gegenseitig vor, beschnuppert sich ein wenig. Vom Gastgeber wird was erzählt, dann kommt einer der Dienerschaft, meint zu einem, an dem der Neuankömmling bis dahin nicht viel aufgefallen war, dieser sollte zum Hausherrn kommen. Was dieser auch macht, geführt vom Butler. Als Folge erkundigt sich unser Held hier, was es für eine Bewandtnis hätte, daß ausgerechnet der eine jetzt unvermittelt zum hochgestellten Gastgeber gerufen würde. Daraufhin wird dem einen erwidert, ob ihm an dem einen nichts aufgefallen wäre. Nein, nichts ist ihm aufgefallen, gibt der eine zurück. Daraufhin: vielleicht hätte er doch mal genauer hinsehen sollen, bei dem einen. Denn der eine, der wurde zum Herrn des Hauses beordert, dem den Beichtvater zu mimen. Als Priester.
----------