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Blog von TeddeMehr

Dunkel gegen das Blau

2. Januar 2022 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #kleine Szenen

So eine menschliche Interessenslage, nach der Welt zu gucken, in der man sich als Mensch aufhält.

Deswegen die Fragestellung: Entweder hat man eine bestimmte Spiralarmgalaxie auf schwere Zeitlupe gesetzt. Oder - es war einer dieser Zufälle, eine eingebremste Galaxie rundum von blauer Konsistenz eingefangen zu sehen. Geradezu umschwappt von was in Blau.

Erst mal ist schließlich nichts für einen blaufarben.

An sich ist da die eine Galaxie Milchstraße wie immer, handelsüblich. In der Galaxie Milchstraße drinnen, so in einem Spiralarm der Galaxie Milchstraße befindlich, hockt man auf dem Planeten Erde rum. Wobei, vom Erdenrund aus, starrt jedermann nachts in eine Verdunklung, aus der es bei klarem Sternenhimmel herausfunkelt.

Das geht an sich jedem klar: das Dunkle. Wo immer einer sich am Blauen Planeten auch aufhalten mag.

Während es mit dieser irdischen Nachtszene eine Bewandtnis hat. Sie kommt eigentlich davon, weil da die Galaxie Milchstraße irre hochgeschwind flieht. Auf einer geglätteten galaktischen Streckenführung voranjagt. Zigfach Parsek-schnell.

Das verdunkelt die Galaxienumwelt, die hohe Geschwindigkeit. Wenigstens, bei Geschwindigkeitsansagen betreffs anderen Galaxien war das Wort Parsek schon mal eins am Aufklingen.

Ungeheuer rasant, wie die Galaxien genannten Stasisblasen-Gebilde, auf so den äußeren Rändern gewaltiger Dunkel-Blasen hintereinanderher voranballern. Wie durchaus auch lange bereits mal bildtechnisch präsentiert und auseinandergesetzt.

Gigantische Ballons, gefüllt mit nichts als Dunkelheit. So war sie, die Andeutung auf einer Wissenschaftsartikel-Fotopräsenz. Die allerdings auf nichts als die Schwärze bezug nimmt.

Willens, die Galaktischen, nach Möglichkeit jeden Geschwindigkeitsrekord zu brechen. Bremserei, touristisches Gaffen, das erlaubt sich so ein galaktischer Transformer nach Möglichkeit nicht. Nicht ohne Not.

Deshalb, der Menschenblick im Hiesigen hinein in Dunkelheit.

Währenddessen man mittlerweile auf Erden das eine weiß: Nachtschwarz ist die Welt außerhalb der Galaxie Milchstraße an sich nicht das bißchen. Sondern von einer bläulichen Tönung. Daß man die erwähnten Dunkelwelt-Ballons tatsächlich eher blaueingefärbt betrachten sollte. Von bläulicher Färbung. Bläue, nach der einen Art, wie sich die sich da auf einem gerahmten Fotowerk im Büro eines Wissenschaftlers ziemlich ostentativ darbietet.

Trotzdem ganz der Beilauf. Groß besprochen wurde die eine Fotoweise ja nicht. Nur so unkommntiert nebenher bildschirmfüllend dargeboten. Als eine kurze Filmsequenz. Eingefangene Büroweltatmosphäre.

Bei dem Gespräch mit dem Wissenschaftler drehte es um ganz was anderes. Interviewt wurde er wegen eines Radioteleskops.

Eines, das Ende des Jahres '21 nach dem Millenium, von einer europäischen Rakete in den erdnahen ätherischen Zwischenraum hinausgetragen wurde. Das nächste Spielzeug, das außerhalb der Erdkugel platziert werden wollte. An einem genau festgelegten Koordinaten. Sozusagen das nächstemal der letzte Schrei der momentanen Technik. Mit der man anscheinend wieder was ein Stückweit den Urknall bedenkt, die Untermauerung von dessen Fundament im Sinn trägt.

Der Große Knall, zumeist zumindest eine US-amerikanische Pilgerväter-Lage. Bei der seit ein paar Jahrzehnten ständig darauf gesetzt wird, daß es nun endlich wirklich was ultimativ Gutes gäbe. Was die Große Knall-Perspektive anbetrifft. Und nicht wieder bloß was für das tränentriefige Auge. Wie so im Jahr '20 nach dem Millenium. Das Jahr '20, als zwar Nordamerikaner einen weltweit angesagten Ehrenpreis in Pandemie-Zeit ausgehändigt kriegten. Nur, daß die Festivitäten quasi von Neidern und Mißgünstigen gestört wurden. Solchen, die der Erdenwelt mit der schlichten Nachricht rüberkamen, daß man, dort, wo man ansagt, daß alles des Inflationären von Knallpunkt aus hinstrebt, neues Licht zum Vorschein gekommen wäre. Plötzlich war ein Lichtschein, den Hochtechnologie-Teleskopen entstanden. Ururalter arger Lichterglanz. Ganz weit da draußen, wo erst mal tatsächlich alles endlos finster bleiben sollte. Von wegen des singulären Knall-Momentums. Bis denn was Ereignis hatte. Als es sich aufhörte damit, sich an dem Finsteren in seinem Dunkel-Kosmos erfreuen zu können.

Schwer zu sagen, jetzt, im Heutigen - ist das Abgetrennte, Ferne das nächste Univerum dort? Ein Parallel-Universum? Die hiesige Kosmos-Distanz mal zwei? Daß man das Singuläre doch zu doppeln hat? Oder auch das Anzeichen dafür, daß das All doch aus haufenweise Blasen zusammengesetzt ist?

Geräumige Dunkel-Blasen, die allerdings in Wahrheit nicht verfinstert sind. Wie manch ein Gemüt das meinen könnte, das am liebsten immer beim Althergebrachten bliebe. Sondern, der gesamte Umfang der wüst weiten Blasen-Welt tatsächlich blau eingefärbt. Ein Blau, das mancherlei böse ändert.

 

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