Bei einem Perspektivenwechsel
So richtig vergegenwärtigt hat sich diesen Clou drunten am Erdplaneten anscheinend noch niemand. Wie gering da der Zeitunterschied im Lichttempo ist, zwischen dem, das man auf den Supererden nahe des Sterns Tau Ceti mit immer größerer Deutlichkeit beobachtet, zu der Gegenwärtigkeit auf Erden. Daß da das Lichtphoton, das vom Stern Tau Ceti aus Richtung Blauer Planet reiste, für seine Lichtanreise lediglich drei-, fünfzehn Jahre benötigte.
Daß man einen Sachverhalt so umschreiben kann: hat ein Schornstein, ein Schlot wo auf einer jener Supererden geraucht, dann ... Schwer zu sagen, bei dem Zoom, den man heutzutage schließlich drauf hat, was das für eine Rauchsäule ist. Auf dem Erdplaneten rauchen mitunter jede Menge Atomkraftwerke.
Was heißt, vielleicht ist manch einer erregter im Sternenguckerberuf, als es seiner Gesundheit zuträglich ist.
Ich meine, was ich hier von mir gebe, das ist nicht gerade Gang und Gäbe. So eine Veranschaulichung.
Kein Getöse wird um derartiges gemacht. Auch nicht hinsichtlich dessen, was der Erdenmensch in der Jetztzeit lange alles kann. Wie man die Optik hochgerüstet hat, sich weiter verbessern will.
Keinerlei Auftrieb, Erregung herrscht deswegen vor.
Zur Zeit, daß man kaum wo in irgendwelchen Medien die Supererden beim Stern Tau Ceti zu auffällig erwähnt. Ebensowenig dieses eine Finsterrote, demnach doch noch was mit einer Roter-Zwerg-Annäherung.
Geradezu nicht größer was fürs Populärgehen ist DAS. Damit vor den Erdenbewohner hinzutreten, das unterläßt man.
Dabei: Richtig definierte Vorstellungen machte man sich doch bereits. In einer Weise, daß es nicht zu fassen war und ist.
Wie das vielleicht wäre, Richtung der Sonne Tau Ceti gelangen zu können, war die Diskussion.
Dergleichen erzählte kein banaler Zukunftsromanschreiber. Vielmehr hatte das Austausch in Wissenschaftsmagazinen. Wobei man einem Leser die Problematik zu verdeutlichen begann, die ein menschlicher Weltraumreisender zu erwarten hat. Wenn er etwa nach einem Weilchen in seiner Sardinenbüchse am äußeren Asteroidengürtel des Sterns Tau Ceti eintrifft.
Hat man ihn denn nicht diskutiert, den Raketenfahrer, der sich mühsam und voller Geschick erst durch einen äußeren Asteroiden-, Meteoriten-, Planetenhaufen hindurchnavigieren muß? Ständig hat der Gefühlige am Steuerknüppel aufzupassen, achtzugeben, braucht dazu durchaus auch Rechnerunterstützung.
Aber, nun, dieser Traum, beim Stern Tau Ceti einen der irgendwie erdähnlichen Planeten zu betreten, der scheint im Moment böse hinfällig. Geradezu geplatzt.
Weswegen denn? Das wird zu mir gemeint. Was sollte geschehen sein, daß die Themenlage Stern Tau Ceti leiser wurde?
Es gibt darauf allerdings eine Antwort. Einmal, daß sich heutzutage jede Menge Volk mit Schwarzen Löchern beschäftigt. Einiges Schwarze Löcher-Treiben, daß man sich als Erdenweltler aufbereiten konnte. Auch Rote Zwerge kennt man mittlerweile ganz gut, weiß Verschiedenes bei ihnen einzuschätzen.
Und da ist es einem passiert, daß man als Sternengucker in zwei Lichtjahren Entfernung zum Stern Tau Ceti eine Entdeckung machte: man bekam eine Dunkelröte auf den Schirm.
Jenes schreckliche Finstergebilde, geradezu ein jäher Horror-Faktor. Für den Kenner.
Nur noch der Hauch einer Dunkelrotandeutung. Beinahe schon etwas Schwarzes, das Ding.
Nebenher eins, das was kann halt, wie einem das in der Gegenwartsepoche immer besser klargeht.
Dunkelstrot angehaucht, rechnet man es erst mal noch den Roten Zwergen zu.
Ein Glück, daß da etwas noch nicht schwarz war, als man es sichtete. Dabei hatte man zwischenzeitlich so ein Gefühl für die Supererden beim Stern Tau Ceti entwickelt.
Vielleicht wäre eine Expedition nach dem Stern Tau Ceti doch etwas gewesen, das man Politikern vermitteln hätte können. Da Fördergelder angewiesen zu bekommen. Womöglich die Forschung an den Sonnensegeln und alles mögliche sorgloser vorantreiben zu können.
Am Schluß das ganz Große, es dazu zu bringen, daß einem Haushaltsetat in Sachen Astronomie keine Grenzen mehr gesetzt würden. Obwohl sich das mit den Sonnensegeln bisher als die reinste Geldverbrennerei erwies. Kaum oben im Erdorbit, ein massiv teures Gerät, kurz freigesetzt, alles sonnensegelmäßig entfaltet und im Plan, schon am Trudeln und Abstürzen. Runter auf den Erdboden.
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