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Blog von TeddeMehr

Ein Phantasie-Seifenblase, böse geplatzt

5. Juni 2022 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #kleine Szenen

Das Umfinsterte, das sich dem Stern Tau Ceti angenähert hat. Sich an das Sternlein heranschlich. Beinahe wie was auf geheimer Fahrt.

Kaper-Fahrt?

Bloß, was soll was machen, wenn es längst so finster im Daherkommen ist?

Erst jüngst, mittels neu entwickelter irdischer Hochtechnologie-Teleskope und verbesserter Schlifftechnik an den optischen Linsen, konnt das eine überhaupt unmittelbar gesehen, beobachtet werden; zum Erkennen, zur Wahrnehmung wurd der Erdenmensch geradezu gezwungen. Zum Begriff mußte es werden, wie nahe das eine Ding schon dran ist, an dem Stern Tau Ceti.

Der Affenstämmige, plötzlich mit was wirklich Unerfreulichem in der Betrachtung. Während er schon einige schöne Träume entwickelt hatte, was die Situation beim Stern Tau Ceti anbetrifft, von der er zuvor immer mehr zu sehen bekommen hatte. Der Zoom dessen, das auch mal dem Neuen zurechnete, er hatte gleichfalls durchgeschlagen. War voll der Bringer. Nur, für das Positive.

Nun, plötzlich, als noch mehr Ranzoomen geübt werden konnte - die Neuigkeit, die daraus entstand, die brachte keine zusätzliche Freude. Sondern geriet einem zum allerbösesten Absacker.

Zuvor war dort die gesamte Tau Ceti-Welt unvorstellbar einfach, angenehm, schön. Als nicht mal der Hauch einer Röte in der Nähe des Sterns Tau Ceti zu sichten war.

So finster war jenes schlimm deprimierende Teil für einen; es wurd mit vormaligen technischen Möglichkeiten nicht das bißchen zur Ansicht gebracht.

Erst jüngst, diese Gegenwart ... Jetzt auch schon wieder gestern, damit ein Weilchen her, die späten Zehner-Jahre nach dem Millenium.

Um es deutlicher auszudrücken: Man hatte ehedem nicht viel Ahnung von dem einen dunkelstroten Teil.

Nicht direkt präsentierte es sich.

Wenn jemand irgendwas vielleicht zum Ausdruck brachte, so im Beilauf eine Kleinigkeit anklingen ließ, Irritierendes rüberbrachte, da was ausführte, kurz erläuterte. Indem er, sie ansagte, es wäre dort irgendwie was nicht koscher, nahe beim Stern Tau Ceti, da wurd er, sie schnöde abgetan. Ihm, ihr mit wegwerfender Handbewegung das bezeigt, glaubt er, sie doch selber nicht, den eigenen Bockmist. Seine, ihre Worte: dumm. Das, was er, sie da daherredet, den Beweis bitteschön.

He, was sollte DORT denn sein? Ausgerechnet beim Stern Tau Ceti sollt's in der Nähe Befremdliches geben, irgendwie eine Verzerrung des Lichts. Oder Lichtschluckendes.

Nun, einigermaßen schlimm, daß ausgerechnet beim Stern Tau Ceti etwas auftauchte. Nochgerade die böseste Überraschung. Absolut der Absacker, eigentlich.

Schließlich - ö! -, man hing seinen phantasiereichen Träumen nach.

Hatte so die althergebrachten Planeteneroberungsträumereien auf Lager, am Laufen. Wie sie bislang auf Erden geträumt werden, was den Mond und den Mars angeht.

Am Mond droben hat man es denn vollbracht. Am Mars, ist man selber mal oben, wird es wohl unternommen. Was anderso das astreine Phantasiestück bleibt. Die eine Szenerie, die sich dergestalt abspielt: Man kommt wo ran, an einen Planeten, wird auf ihm landen - um so eine Landesfahne mit allerbester Erdplanetabstammung, gelandet auf der Planetenoberfläche, in den extraterrestrischen Erdboden zu rammen. Ein Mitbringsel, eines in der Form eine Flagge. Dieses alte Symbol von Landnahme, Besitztum. Gehißt, daß sich damit mitteilen soll, wem da eine Fläche Land rechtmäßig gehört.

Zu allem Überfluß, die Träumereien, richtig befeuert wurden diese. Seitdem es einem auf Erden geschah, daß man im das Leben ermöglichenden Bereich der Sonne Tau Ceti Planetenkugeln gewahrt hat.

Von zwei Supererden, daß man einigermaßen lautstark herumschrie.

He, Supererden - an der Stelle sind Ersatzerden gemeint. Wohin eventuell übersiedelt werden könnte. 

Dieses, jenes Planetenrund, nahebei beim Stern Tau Ceti, seitdem man diese auf den Tagesticker kriegte, hat man sich die Handflächen hergerieben. Um so mehr, als man die erste Ahnung eines mannigfaltigen Planetensystems bekam, in dessen Mitte sich die Sonne Tau Ceti präsentiert.

Heutzutage hat man längst unvorstellbar vieles auf Lager; was nicht alles in der Systemwelt des Sterns Tau Ceti zum Vorschein kam.

Wie es ausschaut, sind beim gierigen, habsüchtigen Umgucken auch lange so Gas- und Flüssigkeitsplaneten in die Sicht von einem geraten. Gerätschaften der Marke Saturn, Venus, Neptun, Jupiter.

Daß es klargeht, wie heimisch man sich zu fühlen begann, großäugig nach dem Stern Tau Ceti hinstarrend.

Bei einem einzigen Problem, das man bei solchem Geglotze seit eh und je hatte und hat: Es hapert bei einem bis heute an einem: an dem geeigneten Gerät, nach den Sternen hinreisen zu können. Der Stern Tau Ceti, im Licht nur dreizehn, fünfzehn Jahre entfernt, weiter viel zu weit weg. Mithin ebenso die Supererden in der Nähe der Sonne Tau Ceti.

Wem ist das nicht klar, daß, wenn da ein Mitarbeiter beim Stern Tau Ceti Beobachtungen macht, etwa auf einer der Supererden, da war und ist irgendein Ereignis nicht viel mehr als dreizehn, fünfzehn Jahre her.

Und umgekehrt im Grunde genommen auch. Würde dort von einer Planetenfläche nahe dem Sonnenkörper des Sterns Tau Cetis ein optisches Sinnesorgan das Vermögen haben, nach dem Erstern Sol hinglotzen zu können.

Bei einer Dreizehn-, Fünfzehn-Jahre-Zeitdifferenz.

 

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