Groß hat Klein zum Fressen gern
Ein 30er-Loch etwa, das etwas auf sich hält, sich um sich besorgt macht, sollte sich sicherlich nicht notwendigerweise zu weit einem 50er-Loch nähern. Zumindestens dann nicht, möchte es nicht im 50er-Loch vergehen, mitsamt den zwischenzeitlich erworbenen eigenen dreißig Sonnen. Dieser zusammengesuchten, -gesammelten Ware.
Schließlich: Aller Wahrscheinlichkeit nach müßte das 50er-Loch sich die besagten dreißig Schweren draufschlagen. Obzwar alles relativ ist, und es auf die Strategie mit drauf ankommt, zu der ein 30er-Loch fähig ist. Ob das 50er-Loch was riskiert.
Jedenfalls, wäre alles wie gehabt, handelsüblich, könnte das 50er- zu einem 80er-Loch anwachsen, hat sich das mit den Verarbeitungs-, Aufbereitungsprozessen und notwendigen Anpassungen erledigt.
Demzufolge, unvorsichtig sollte am jeweiligen Galaxienörtchen nichts am Schwarze Loch-Marktplatz sein. Sondern durchaus mal bei Annäherungen seine Aufmerksamkeit auf sein Radar richten. Bei einer Frage, die sich stellt: will ein Einzelstück DAS eine denn, zu nahe wo rankommen?
Beim Wort Radar lachen welche. Gelächter muß an der Stelle jedoch niemandem Kummer verursachen. Denn - am Ende muß es da was geben, bei den Schwarzen Löchern untereinander. Eine Art offenen Nachrichtenkanal bei den Wellen. Gut eine Möglichkeit, auch als Radargerät zu umschreiben, mit dem Schwarze Löcher die nähere, fernere Umgebung nachsehen, im Auge haben können.
Was bedeuten kann, so ein Schwarzes Loch, das kann es dazu kommen lassen, daß sich eine Entfernung aufrechterhält. Gewahrt bleibt. Es sei denn, es ist doch - ö! - doof, schätzt die Lage mit dem Näherkommen eines zweiten Schwarzen Lochs verkehrt ein. Daß das kurz nicht im Überblick war, wie nahe so ein 50er- an ein 30er-Loch randümpeln darf. Daß das 30er-Schwarzes Loch eine Kleinigkeit bei Angelegenheiten vergessen hat.
Doch mitunter ein Problem bei Schwarzen Löchern, die, die der Mensch in seinen Sternenobservatorien heutzutage immer gespannter, aufmerksamer beobachtet, daß sich Schwarze Loch-Dinger annähern, zwischendurch auch zusammenkommen, miteinander zu knuddeln scheinen und zu allem Überfluß mit Geböller miteinander verschmelzen.
Nur, naiv darf da das andere, das Gegenüber, als Schwarzes Loch nicht an die Sache rangehen. Die allerromantischste Liebe ist das am Schwarze Loch-Plätzchen mit Sicherheit nicht. Wenn sich Schwarze Löcher mal aneinander rangehangelt haben, muß auf vieles achtgegeben werden. Beziehungsweise: es wäre auf Dinge aufzupassen. Bei der Tatsache, sobald sich ineinander rein geschoben wurde, gibt es bei einer solchen Unternehmung unter Schwarzen Löchern einen Schlußakt.
Zu anfangs hat man im Sternenobservatorium an seinem Teleskop zwei Schwarzen Löchern bei ihrem Spiel zugesehen. Und dann - wie ist der Schluß der Geschichte...? Bei zwei Menschen löst man sich wieder voneinander. Gut möglich, daß jeder seiner eigenen Wege geht. Auf den beiden Beinen. Nur, bei Schwarzen Löcher heißt das: mit Haut und Haaren!
Nochmals auseinanderzugehen, abzulassen - ereignet sich das bei Schwarzen Löchern? Trennt sich da was wieder auf? Teilt sich die eine Groß-Zelle erneut?
Anscheinend ist dem nicht notwendigerweise so. Daß aus einem entstandenen Ganzen abermals zwei Einzelstücke werden. Was sich angenähert hat, die Annäherung zuließ, dem müßte folglich im vornhinein klargehen, daß von zwei Schwarzen Löchern EIN einziges Schwarzes Loch bleibt.
Eine Schwarze Loch-Einzelstruktur gewinnt, offenbart sich als Sieger, mit einer ein Stückweit größeren Masse.
Will sagen, bei aller Liebe, irgendwann geht's um das Aufarbeiten, -bereiten. Aus zwei Einheiten wird eine. Zweimal waren da die Gravitationskräfte, und eine einzige Kraft verweilt vor Ort, die Struktur vergrößert. Die unterlegene zweite Gravitation, die geht in der ersteren auf. Ein für allemal.
Es gibt, um es so zu formulieren, einen Entscheid.
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