Paßt nicht, in der Nachbarschaft
Ein Roter Zwerg, der im Proxima Centaurischen, so vier Komma fünf Lichtjahre entfernt vom Erdstern Sol. Geradezu so, als wäre das in Proxima Centauri die örtlich-regionale Mitte, auf die alles zuhält. Zuallerst die Erdenbescheinersonne mitsamt Planetensystem. Längst schon eingetroffen, am Platz ein Ansteher-Stern. Während der Stern Tau Ceti, halb so alt wie der Erdstern Sol, sich eins dahinter aufgestellt hat. Derweil sich bei Proxima A, dem besagten Roten Zwerg als Proxima Centauri-Zentrum, ein systemisches Planetenallerlei präsentiert, daß es fast nicht zu glauben ist. Als ob erst kürzlich ein unbesungener Anreisestern eingefahren ist, in die Proxima Centauri-Umwelt. Ein Sternlein, von dem sich jedoch nichts mehr eines Gleiße-Lichts präsentiert. Irgendwie ohne den menschlichen Augenzeugen abhandengekommen Bis auf manche der ehemaligen Systemplaneten, nun bei Proxima A auf den Fortgang der Geschehnisse wartend.
Des weiteren geschah es jüngst, bei der Umschau im näheren Lichtjahreumfeld des Sterns Tau Ceti, daß man nahe dem Zwei-Lichtjahre-Systemdurchmsser mit Sonne Tau Ceti als Mittelpunkt eine Rotverschiebung sichten mußte. Eigentlich nur den Neuerungen bei den Spiegelteleskopen zu verdanken, dem technischen Fortschritt, daß man das Dunkelstgerötete überhaupt auf den Schirm kriegte. Ansonsten - schwer zu sagen, wie lange man da jenes Dunkelströtliche, gerade noch als ein Hauch an Dunkelstrottönung sichbtbar, schon am Regionalplätzchen hat. Sprich, man hat den Stern Tau Ceti schon seit halben Ewigkeiten im Auge. Wahre Jahrzehnte. Vielerlei Träume hatte man schon, was wäre, wenn man den Stern Tau Ceti erreichen könnte. Mittels eines Generationenraumschiffes - auch gut erst in fünfzig, sechzig Jahren oder so. Trotzdem - es war nichts, mit dem man lauter auf sich aufmerksam machte. Nie erkannte eine Wissenschaftsfachkraft, daß sich beim Stern Tau Ceti etwas mit Gehalt, Kraft, Macht herumtreib. Böse Fürchterliches, das auch für diese, jene Verwerfung in der Umgebungswelt des Sterns Tau Ceti sorgen hätte müssen. Nachdem es dem Stern Tau Ceti im Heutigen dermaßen nahegekommen ist. Daß man meinen könnte, das in Dunkelstrot hat den Stern Tau Ceti mit allem im näheren Sonnenrund längst umfaßt und im Griff. In den eigenen Systemdurchmesser aufgenommen, nahezu geschluckt.
Und dann, jetzt, irgendwie beinahe der Gipfel der Geschichte. Man schaut wegen so eines Pluto-Ersatzes nach der Oorthschen Wolke, derer auch der Planet Pluto anteilig ist. Zwischenzeitlich mißt man längst ein besseres Schwere-Moment, daß man vermutet, jede Sekunde dürfte der dem Schwere-Moment dazugehörige größere Planet auftauchen, Sichtbarkeit gewinnen. Bloß - das ereignete sich nicht. Das als Pluto-Austauscher Angedachte, das blieb verborgen. Ich meine, der eine größere Massivplanet wollte sich nicht darbieten, einem offenbaren, preisgeben. Ohne daß man dafür erst mal eine Erklärung hatte. So ein Preßplanet, Staub, Gebirge, Fels, macht am Ende kein Geheimnis aus sich. Wenn er mit staubtrockener, gebirgiger Oberlläche vorhanden ist, kommt er mal irgendwie ins Hellere raus. Wie Pluto im neunzehnten Jahrhundert.
Man hat demzufolge den Blick auf die Stelle konzentriert - und bricht nahezu schlagartig in Schweigen aus. Obwohl man das die gesamte Erdenwelt ausgiebig drauf vorbereitet hatte, daß man den ollen Micker-Planeten Pluto aus dem Programm nehmen würde. Wegen seiner Kleinteiligkeit. Trotzdem hat es sich aufgehört, bei all den Texten und Verlautbarungen in den Wissenschaftsmagazinen. Mit denen man seinen Willen, seine Entschlossenheit kundgab.
Daß sich die Frage stellt: Was für ein Ereignis sorgt bei Wissenschaftlern und Kennern der Materie für Stille in der Bude? Was fällt hierzu ein? Antwort: ein Schwere-Moment führt zu einer Schwarze Loch-Betrachtung. Einer ähnlichen Szenerie wie beim Nachsinnen über den Großen Attraktor. Der auch etwas ist, als Zugkraft, Anzüglichkeit wahrnehmbar, aber nicht direkt zu Gesicht zu bekommen.
Während man bei der Oorthschen Wolke jene Schwere-Wahrnehmung als Maß am Tagesticker hatte, auf das nochmals hingewiesen. Ein Schwere-Momentchen, jedoch ohne die dazugehörige Planetenkugel. Dieser ermangelt es, die war nicht zum Vorschein zu bringen. Während man auf der Erde inaktive Schwarze Löcher zu besprechen begann, Solche Schwarzen Löcher, die sich ihrer Umwelt anpassen, sich bei ihr bergen. So Art Chamäleon-Schwarze Löcher.
Was heißt, wer sich mit der Schwarze Loch-Thematik auseinandersetzt - könnte einen Plan abbekommen, warum da auf der Erdbodenfläche ein paar Leute die Freude verläßt. Am Schluß, wer hat als Erden-Origin schon gerne ein Schwarzes Loch in der Nachbarschaft? Eines, ein Lichtjahr vom Blauen Planeten weg. Selbst wenn das eine Schwarze Loch sich ziemlich heruntergefahren hat. So in der Oorthschen Wolke keine irgendwie geartete Gefräßigkeit aufscheinen läßt. Bestens demnach die Tarnung. Ein Mysterium, Spuk wird aus sich gemacht.
Wobei - wenn man dem Schwarzen Loch und seinem Ausmaß nun beim Herummessen nochmals besser auf die Spur kam, das Teil als noch Gigantischeres ausgemacht hat - dann kann man sich das Unterschiedlichstte denken. Das, daß es Wissenschaftlern eiskalt den Rücken hinauf- und hinunterlief. Die eiskalten Schauder eines Horrors. Jedes menschliche Antlitz aschfahl. Jedes Blut gewichen, eine Totenbleiche.
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