Nicht allzu lange her
Im Grunde geht jene Jagd, so tief wie nur irgend möglich in die Untiefen des Kosmos hineinblicken zu wollen - noch gar nicht so übermäßig lange. Tatsächlich wollten die mit dem Großen Knall das Problem schnell erledigt haben. Die, die sich sich darin einig waren, daß zwingend wo nichts weiterging.
Nicht mal ein Jahrhundert ist vergangen, daß man dahingehend nichts auf sich beruhen lassen kann. Immer weiter und weit geht es seither. Ruhe ist an sich keine, ein Frieden. Vielleicht auch, weil die am big bäng nicht einsehen wollen, können, daß ... Die Niderlage ist das IHRIGE nicht.
Beinahe unglaublich, für manche, was ich da texte.
Auch das kann man sich im Heute kaum mehr irgendwie vorstellen, daß eine halbe Ewigkeit an Zeit am Wissenschaftshof die Ergebnisoffenheit vorherrschend war. Das Motto war, alles konnte die Möglichkeit sein; nichts MUSSTE notwendigerweise. Der Ur-Böller, der war da quasi überhaupt nicht proklamiert, weltweit ausgerufen.
Vielmehr war der Böller nichts weiter als eine von mehreren Möglichkeiten, über die man bei der Kosmosbetrachtung nachsann. Ohne sich für irgendwas zu entscheiden.
Nochmals wiederholt: Nicht das bißchen war irgendeinem Faktor pro Großer Knall stattgegeben.
Erst als der Nordamerikaner bei den Wissenschaftsfakultären mehr als zuvor massiv in die Überzahl geriet, die Oberhand gewann - geschah es, daß durchgreifend gewirkt wurde. Richtiggehend eine Machtnahme, daß stattfand. Ein Despotismus in Reinkultur. Diktatorisch verhielt man sich, bei den Forschern und ihren Fakultäten. Die gläubigen, gottsucherischen Nordamerikaner brachten ihre vielköpfige, reisefähige Übermacht rücksichtslos zum Tragen. Wegen der Abwesenheit von Leuten, die vordem entscheidenden Einfluß hatten, jedoch fehlten, deswegen keinen Widerspruch einlegen konnten.
Wenig zurückhaltung, die von denjenigen in nordamerikanischem Englisch geübt wurde. Weshalb es der eine Böllerschlag irgendwann zum großen Ding schaffte. Richtig zum Durchbruch. Das EINE, die Explosionsszenerie, jahrelang nichts Größeres als irgendso eine Priesterschaftstidee. Von einem belgischer Abstammung in den Ring geworfen. Wegen der einen Betrachtung, daß der big bäng dem Szenenbild mit einem Anfang, dem einen langwierigen Zwischenstück - bei dem jeder Lebende sein bewußtes Gegenwartsmoment hat, nahekam. Und schließlich, als Drittes, auch nicht unwichtig, die Aussicht auf eine Endspiel-Perspektive, die im Religions-, Kirchensinne ins Spiel kommen kann. Bei dem Blickwinkel, daß ein gewisser Schöpfer-Gott bei einem Jüngsten Tag der kosmischen Welt wiederkehren könnte. Sich auf ein neues zur Präsenz verhelfen, nachdem er sich mal für eine Absenz entschied. Eventuell, weil er als Schöpfer der Meinung war, daß alles doch gutgemacht gewesen wäre. Dann jedoch war der Weltenschöpfer mitsamt Engeln und pippapo unvermittelt wieder da. Sicher, nachdem bei der Explosionsausdehnung ein Schlußpunkt erreicht war. Die Expansion war vorüber.
Sprich, die Abschlußkundgebung, sie beinhaltete der Weltenböllerschlag, womit auch die göttliche Rückkehr ... Trotz der brachialen Gewalttätigkeit eines Knalls, eines Explosionsgeschehnisses. Nur, wenn es ein solcher war -was sollte man machen?
Schon eine geraume Weile wurde die Böllerei von Kirchenkreisen gefordert, die Einflußnahme wollten. Bei den Sternenguckern, von denen bei den Kindern, jungen Leuten zu viele hochverehrt wurden und so. Geradezu bei einem Popstarstatus. Welche, die den Gottesfaktor am Weltall-Bühnenbild offen weniger in Betracht zogen.
Trotz verschiedenerlei Klagelieder dauerte es, bis der Klerikale, der vom Kirchenstaat, die Priesterschaft entscheidend Gehör fand. Richtiggehend erst mit der Hilfe der Nordamerikanischen und deren Glaubenswelten konnte etwas am Wissenschaftshof zu einem Ereignis werden. Bei jenen Wissenschaftskreisen, die es vordem stets vermieden, dem Drängeln und Ankommen von Kirchenvolk nach-, stattzugeben. Sich Forderungen, Wünschen von Religionsgelehrten gegenüber nachgiebig zu zeigen, sich JENEN zu ergeben - das war seltener.
Fast unglaublich, was ich da zum Ausdruck bringe. Daß zuvor eher eine kühle Distanz das Bild bestimmte. Selbst noch Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurde dieses Abstandhalten gewahrt, während den religiösesten Tag in den europäischen Ländereien, Europa von Adeligen, Königen, Kaisern und allerschlimmsten Despoten regiert. Nichtsdestotrotz gab man sich wissenschaftlich boheme-distanziert zu denjenigen, bei den Glaubensfragen mit dabei. Ließ sich das Allerwenigste ansagen, nicht vernünftig mit sich reden und so. Selbst noch die Zehner-, Zwanziger, Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts bewahrte man sich das mit dem Abstand. Im wahrsten Sinne des Wortes, erst mit dem großspurigen Daher-, Aufkommen der Nordamerikanischen geriet dieses Moment in dem Hintergrund, weshalb man sich gegenüber Kirchenstaat-Anliegen möglichst abweisend verhielt. Ganz egal, welches Regime in Europa vorherrschte, der Forscher in Weltallfragen, der Sternengucker, er wahrte seine Distanziertheit. Wollte sich von Religonsgelehrten, einem Kirchenstaatabgesandten nicht viel ansagen lassen. Nicht sich vorschreiben, wie man das Kosmische zu betrachten hätte. Derartges schon gar nicht.
Ob da wo eine Göttlichkeit war, wo die abblieb, das würde man bei seinen Forschungen und der Sternenbetrachtung irgendwann vielleicht herausfinden. Oder eben nicht. In der Hinsicht war man kuhl, beließ es locker dabei, daß das Pendel in jede Richtung ausschlagen konnte.
Gott oder nicht, das, daß Gott doch tot war, alles war drinnen. Dieser feine Unterschied - nicht klar? Während im Gegenwärtigen - kommt einem beim Urknall-Nachsehen nicht Gerät zur Lebensverlängerung vors geistige Auge? Die das Leben verlängernden Maschinen in einem Krankenzimmer ...?
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