Ungetrübte Feierlaune
Trotzdem, das, was ich mir damals an Text bei den Wissenschaftsartikeln zu Gemüte führte, spielte weit und breit keine Rolle. Eine offiziele Betrachtungsweise, Stellungsnahme las ich kein bißchen. Alles allerhöchstens ein Trotz, bei einem Urknall-Unwillen; vielleicht war jemand sogar anti-amerikanisch eingestellt und so. Wollte die Supermänner aus den Vereinigten Staaten nicht mit abfeiern; hatte ein Stückweit die Lust, der Gottesnähe am vermuteten Knall-Örtchen eine Nachrichtenlage aus nicht eben breit diskutierten Teleskop-Wahrnehmungen entgegenzusetzen.
Schwer zu sagen, denn nicht mal zur kleinsten Störung der normalen Abläufe reichte es. Die Abgesandten des Nobelpreiskomitees flogen ein, für die Preisverleihung. Das einzige, das die Feierlichkeit ein wenig nicht dem gegebenen Anlaß gerecht werden ließ: die Korona-Seuche verhinderte ein Zuviel an Feier-Publikum. Mit einem eher kleinen, beschaulichen Gäste-Rahmen mußte man sich zufriedengeben. Fernsehkameras, die als Volk ausreichten, der und und der Journalist und zusätzlich kundige Interview-Partner. Nachdem die Ehren-Noten mitsamt dem hochdotierten Scheck ausgehändigt wurden.
Nur, wenn weiter nichts war. Ein Glück, es gab das weltweite Netz und Fernsehprogramme, die übertrugen.
Für preiswürdig befunden - ein Duo nordamerikanischer Wissenschaftsmenschen. Das Beste des Besten. Mathematische Exklusivität hoch zehn. Wahre Rechen-Akrobaten. Schwer, denen irgendwie das Wasser reichen zu wollen. Als Freunde, besonders gut darin, sich an den einen Ereignis-Horizont heranzurechnen. Knapp dabei, bei einem hintergründigen Gottes-Aspekt. Übersetzt man es sich, beide Männer mitsamt Mitarbeiterschaft - dauf den Spuren mindestens der Ein-Gott-Götterwelten. Ich meine, der Hauch des Geschehnisses, dem nach dem einen elementaren Böllerschlag-Augenblick, wem das nichts Gottsucherisches bedeutet. DORT beim Urknall. Der big bäng-Szenerie. Wenn da ein göttliches Wesen nicht irgendwo sein mußte, wenn man sich das verbat, daß an einem Ort nichts als Zufälligkeit und reine Physik bei Überdruck unterschiedlichster Kräfte vorherrschte. Eben, weil zufällig zu vieles reaktionäres Zeug sich an einer Stelle versammelte.
Wie gesagt, es MUSSTE eine Absicht dahinterstecken. Ein Gott, der im vollen Bewußtseins seines Tuns die Lunte anlegte und zum Brennen brachte. Auf Erden gut bekannt, bei einem, der zu kriegerischen oder sonstigen Zwecken mal mit einem Zündholz, einem Feuerzug eine Brennschnur anzündete. Und, dann, ein paar abgezählte Momente - peng!
Das entspricht ungefähr dem, das der Große Knall mit inbegriffen hat. Wie er und seine Begebenheiten zu interpretieren wären. Hat ein Gott-Wesen es halt krachen lassen. Einmal für eine Destonation gesorgt. Warum denn nicht? Zwar hat's am Erdenrund viel Gewalt, Auseinandersetzung und Aggression - trotzdem, der big bäng, der enthielt alles, das in einem Buch der Bücher von den ersten Seiten an mitschwang. All inclusive: das im Anbeginn, das Weilchen des Lebens, Daseins. Das der menschlichen Existenz. Aber für ein Endspiel, ein Schluß, Aus hat ER ebenfalls was im Angebot.
Irgendwo, -wie mußte wo die kosmische Fluktuation vorübergehen, aufhören. Bei der einen Richtung, in der die Galaxien streben. Gebilde, die einmal wo ankommen sollten. Auch wenn das mit der Schwerelosigkeit und dem Leeraum, dem Vakuum ... Trotzdem. Gibt's schließlich bei keiner Bombe am Erdenplätzchen drunten, daß die Entfernung vom Knall-Örtchen, dem Mittelpunkt, nicht zu messen war. Unter Umständen hat man nur noch nicht tief genug ins Weltall hineingeblickt. Worum es sich im Erdenweltgegenwärtigen nun schon länger bei den Jahrzehnten dreht: das Limit sichten. Das Äußerste. Womit man die nächste Fliege mit dem Patscher erwischt hätte: den Jüngsten Tag.
Nicht einzusehen? Rund bekommen hätte man damit alles: den Böllerschlag. Die weite Ausdehnung - und der an einen Schöpfer-Gott Glaubende, er hätte ein Momentum zur Kenntnis zu nehmen, an dem Gott Wiederkehr halten konnte. Während wo ein Kosmosabschluß wäre. Doch keine schlechte Perspektive. Ein ausrechenbarer Zeitumfang.
Nur - derzeit - das mit den Unendlichen Weiten ... Eine frustrierende Angelegenheit. Für den, der fromm auf die Wiederauferstehung hofft.
Dafür jedoch, daß das steht, das, daß man keine Kosten und Mühen scheut, bei den Spiegelteleskopen. Die technischen Errungenschaften, die für die Hatz stehen, dem Drang, eine kosmische Außengrenze zu Gesicht bekommen zu wollen, eine reale Einschränkung, Limitierung. Auch bei Zeitfragen.
Wohl - endlich, wäre auszurufen, hätte man dahingehend was blicken können. Wobei das Kosmische einem trotzt, bei den Unendlichen Weiten. Bislang.
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