Am "großen Knall" kann man hoffen
Man kann wirklich ein Davor und ein Danach festhalten. Ein Geschehen vor der "Urknall"-Werdung am Erdplaneten unten, eines danach. Nachdem alles nur noch "Urknall" wurde. Nach überreichlich weitreichenden Geschehnissen auf einem Wissenschaftlerkonvent. Auf dem man es zu der allgemeinen "Urknall"-Einführung brachte. Eine Einführung mit krassen Folgen.
Die, als man die wissenschaftliche Perspektive unbestimmten Wissens verließ, auf einem Konvent. Um "Wissen" zu installieren. Wissen, das weiter nichts als eine Art Glaube war, trotzdem zur Gewißheit gemacht wurde. Als hätten Religiösfundamentale unter den Wissenschaftlern die Macht genommen.
Eventuell ist das sogar der Punkt, den man im Rückblick für diesen Wissenschaftlerkonvent festhalten dürfte. Das mit dem religiös-fundamentalistischen Faktor. Wiewohl das mit dem Wissen nicht so schlimm nicht hätte sein müssen. Böser wußte man das wenigste. Bloß eins war klar, es herrschte eine Überzahl am Platz. Der bei Hubble euphorisierte "Gottsucher", der ebenfalls in der Wissenschaftswelt seinen Platz hatte, derer waren viele. Priesterschaft befand sich ebenfalls bei denjenigen, echte Priesterschaft, die wissenschaftlich daherredete, ohne allzu viel Wissenschaftliches zu meinen. Den Wissenschaftler gaben die von Kirchenhof vor, seitdem sie eigene Teleskopanlagen für sich errichten ließen. Um selber unter sich hinaus in den Kosmos zu blicken. Neuigkeiten der Astronomie mit eigenen Augen anzusehen, Sachverhalte gegenzuprüfen. Außerdem ging man immer besser damit um, höchstselber noch denen der Formelhaftigkeit am Weltall hinterherzurechnen. Vielleicht in der Hoffnung auf "Rechenfehler" und so.
Einiges war los, die zwanziger, dreißiger, bis rein in die vierziger Jahre bei denen der Wissenschaften. Und da war noch einer, Hubble, der nachschaute, wie Galaxien fuhren, reisten. Wie eh und je veröffentlichte Hubble seine Sachen, während der Markt der Wissenschaftsveröffentlichungen in Europa ein klein wenig brach lag. In Europa herrschten schließlich andere Sorgen, Kümmernisse vor, solche, die weniger was mit irgendwas am Weltall zu schaffen hatten. Der Umstände, die der zweite Weltkrieg mit sich brachte, derer waren viele. Auch für europäisches Wissenschaftsvolk. Selbst ins Gas konnte einer in Europa, der ehemals am Weltraum forschte, gegangen sein.
Es ging echt was ab, zu der Zeit. Nicht das große Aufmerken, das dafür herrschte. So ein "Urknall", der wurde eher nebenher zur Kenntnis genommen, schulterzuckend. Als wäre der "Urknall" das Selbstverständlichste auf der Welt. Hätte er nicht das geringste zu bedeuten, keine sonderliche Bewandtnis. Obwohl nach der großen "Urknall"-Einrichtung vieles verändert war. Etwa, das mit Ergebnisoffenheit in der Forschung am Kosmos. Am "Urknall" war die perdu. Nachdem am "Urknall" eine allumfassende Wissenfeststellung stattfand, deren Tragweite bis in die Gegenwart nicht recht ausgeleuchtet wird. Weil weiterhin nichts als "Urknall" vorherrscht. Der "Urknall" wie Mehltau allem liegt. Als hätte es damit nichts auf sich, wird mal kurz wo von jemandem"Wissen" festgestellt, wo einer zuvor weniger was wußte. Außerdem: Ein echtes Resultat, das da mit dem "Urknall" fixiert wurde. Eins, mit dem seit jenen Vergangenheitstagen alle Wissenschaftwelt mit allergrößtem Selbstverständnis zu rechnen hat. Oder ...
Die "Urknall"-Installation, die bringt das einfach mit sich. Die Festlegung auf den "Urknall" als das eine, im Gegensatz zum anderen, was ebenfalls noch vorstellbar war, das man mit dem "Urknall" grobschlächtig vom Tisch herunterwischte. Regelrecht mit autokratem, richtiggehend einem religiös-fundamentalistischem Gebaren. Zu einer freudloseren Veranstaltung wurde die wissenschaftliche Arbeit überdies gemacht, mit dem "Urknall". Freisinnig-, -geistigkeit - am "Urknall" nicht gerne gesehen. Flöten gegangen; oder zumindest: ziemlich reduziert. Wie da der Heldenstatus von Wissenschaftlern seit der "Urknall"-Einführung nicht besonders ist. Beinahe erging es denen der Wissenschaft zu jener Epoche wie den langhaarigen Gitarrenschwingern Mitte der siebziger Jahre. Für die waren die Siebziger, nach der umfänglichen "punk"-Installation, ebenfalls eine andere Welt. Im Grundsätzlichsten noch. Böse einen Absacker kriegten die einen an den Gitarren die Siebziger ab. Bei ihren prekären Plattenverträgen hatten sie das mitzukriegen, daß was SO nicht für sie weiterging. Umzuorientieren hatten sie sich. Oder ... Dergestalt entwickelte sich nach der "Urknall"-Einführung die Geschichte auch für manchen der Wissenschaftswelt, der vorher fast so was wie ein Künstler war. In übler Epoche, daß Wissenschaftler glattweg unvorstellbare Freiheiten hatten. Um die man die Wissenschaftsleute mit dem "Urknall" brachte. Als mit dem "Urknall" die dunklen Wolken der Biederkeit, Spießbürgerlichkeit am Wissenschaftlerhorizont aufzogen. Genau dasselbe war ihnen demnach, was den Gitarrenspielern der siebziger Jahre mitspielte. Der "punk", der wurde immer größer aufgezogen. Den unterstützten die großen Plattenfirmen. Abwertung war früherdings bei der "Science fiction" an der Tagesordnung, all das dampfte sich ein, ein klarer Nebeneffekt des irdenen "Urknalls".
Eine relative Entzauberung der Sternenguckerei und derer bei den Berechnungen am Universum, die hatte scheinbar stattzufinden - und sie fand statt. Gut zum Frone derer, so gewissen Kirchenstaatlern. Klerikern, Theologen, Priesterschaft, die "Gemeinden" vorstanden. Diejenigen, die in der Sternenguckerei und bei den Leuten mit den kosmischen Berechnungen, eine Konkurrenz zum eigenen Kirchenunternehmen sahen. Eingreifen wollte man längst - und zum besonderen Zugriff brachte man es auch: der weitreichende Entscheid am "Urknall" hatte für die der Religion vieles inbegriffen. Als sich der eine Moment abspielte, daß sich die Weltentstehungslegenden von Religion und Wissenschaft gleichschalteten. An der Legende, die die der Religion seit altersher in ihren Schriften verbreiteten, hatte sich am "Urknall" so gut wie nichts zu ändern.
Für die religiöse Ausgestaltung war der "Urknall" da bereits vorhanden. Für das Wissenschaftliche. Die Wissenschaftler hätten den "Urknall" als das eine Weltbild nur anzunehmen brauchen, nicht sich dagegen widerspenstig zu zeigen. Schlußendlich konnte man am "Urknall" die alten Texte freiweg unverändert weiterhin stehenlassen und weiterverbreiten. Aber erst auf so einem Konvent, daß man dafür ging ... Erst im Anschluß an diesen Konvent hatte man es geschafft.
Die der Wissenschaften schrieben nach so einem Wissenschaftskonvent nur noch für den "Urknall". Religion und Wissenschaft, daß es, auf der Ebene der Weltenentstehungslegenden, zur allerbesten Übereinstimmung geschafft hatten. Der "Urknall", ein wahrhaftiges Gleichschaltungsgesetz. Von Wissenschaft und Religion. Exklusiver allerdings ein Bringer für die Kirchenwelten, der "Urknall" ...
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