"Die Augenzeugin": 05
16. November 2011 Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Ausgerechnet dieser Vormittag.
Ein andrer Termin wäre Verena lieber gewesen. Und am besten nachmittags.
Schließlich: Verena, sie mußte um zehn Uhr dieses Vormittags doch für die Lebensmittelausgabe anstehen. Gelbe Farbe.
Gelb war um zehn dran.
Zum Glück war alles in einem Gebäude. Herr Mendl vom Sozialdienst. Die von der Lebensmittelausgabe.
Lief die lästige Geschichte mit dem Bürobesuch für Verena in einer knappen halben Stunde ab, paßte alles.
War Verena trotzdem pünktlich unten im Erdgeschoß. Fürs Anstehen.
Durch das feuchte Haar rubbelte Verena bei sich mit dem Handtuch.
Der Badezimmerspiegel war voll grau beschlagen.
Mit dem Handtuchzipfel wischte Verena über die Glasfläche. Wieder eine bessere Sicht Verenas auf Verenas Gesicht.
Wie nannte sich das unter Verenas Augen? Die dunklen Schatten bei Verena?
Krähenfüße!
Vielleicht eine Stunde, daß Verena die lange Nacht durch fester geschlafen hatte.
Grund für die Schlaflosigkeit der letzten Zeit: die ewigen Sorgen.
Die Gedanken, die dauernd im Kopf kreiselten
05
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