"Die Augenzeugin": 179
22. Januar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Die Lippen schürzte Verena.
"Darüber sollten Sie sich keine Gedanken machen, Frau Tümmel", sagte Kommisar Moinson mit spöttischer Miene. "Was Sie für uns tun werden und was nicht, das hat nicht Ihre Sorge zu sein. Sicher ist nur eins, nämlich das, daß wir hübsche, nette Einsatzgebiete für Sie finden werden. Sehen Sie, Frau Tümmel, dann in der Umgebung einer bestimmten Person, zum Beispiel des organisierten Verbrechens, etwas voraus - werden wir zusehen, was wir mit diesen Informationen anstellen können. Was nicht. Sie allerdings, Frau Tümmel, sollten sich darüber keinen Kopf machen."
"Ni-nicht ...?"
"Nein!"
Den Blick hob Verena von ihren Fingernägeln, die sie eingehend in Augenschein genommen hatte, hoch, um Kommissar Moinson hinzublinzeln. "Und - wenn ich nun nicht einwillige, mit Ihnen nach Berlin mitzukommen?"
"Tja, drei Tage haben Sie ja Zeit, sich das scharf zu überlegen", gab Kommissar Moinson zur Antwort.
"Wenn ich nun nicht mit Ihnen nach Berlin mitkommen möchte - was wird dann ...?" beharrte Verena auf dem Thema.
"Dann haben wir auch kein größeres Problem miteinander. Ich reise in drei Tagen ohne Sie hier ab." Die Schulter zuckte Kommissar Moinson. "Aber, sagen wir erst mal: Sie kommen mit mir mit nach Berlin. Dann sorgen wir dafür, daß Sie mit Ihren Gesichten, Visionen - wie immer wir es nennen wollen - nicht an das Licht der breiten Öffentlichkeit gezerrt werden. Sozusagen schirmen wir Sie vor der Welt ab. Kein Mensch erfährt von uns, was mit Ihnen los ist."
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