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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 206

29. Januar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

Wenn die Kugel dann aber nicht auf die Zahl fiel - weil das, was Verena in ihrer Aufregung veranstaltet hatte, ein Fehlalarm war. Eine Tatsache, die Verena Herrn Ernst, Roland, Angie und Birgi nicht plausibel hatte können, ehe sie auf die Zahl setzten. Dann war alles Geld, das Herrn Ernsts Frau Angie bei der Bank aufgenommen hatte, auf einen Schlag weg.

 

 

"Die blöde Visage sollten Sie sich fürs Kasino Reiter morgen abend abgewöhnen", empfahl Herr Ernst Verena, daß Verena zusammenzuckte, aus ihren Gedanken zu sich kam.

 

Mit dem Kopf nickte Verena, zeigte, daß Verena die Worte von Herrn Ernst verstanden hatte.

 

"Wenn ich morgen abend nachmittags gegen vier, fünf bei Ihnen an der Wohnungstür läute, sollten Sie daheim sein, Frau Tümmel, ja? Etwas anderes würde ich Ihnen wirklich nicht empfehlen." Den Zeigefinger hielt Herr Ernst Verena als Warnung unter die Nase. "Kein Herumgezicke von Ihnen, nichts. Es gibt einige Möglichkeiten, die ich habe, Frau Tümmel, tun Sie nicht das, was ich von Ihnen will. Ein bißchen was davon, was bei Ihnen los sein könnte, habe ich Ihnen ja auseinandergesetzt. Pfarrer Dreisam und so."

 

"Ja-a, ha-hab' ich scho-schon ver-verstanden", krächzte Verena.

 

"Aber - es könnte schon noch mehr sein, das ich mit Ihnen anstellen könnte, Frau Tümmel ..." Nach dem Haltegriff von Verenas Rollkoffer langte Herr Ernst. Näher zu Verena schob Herr Ernst den Koffer auf Rollen heran. Dann trat Herr Ernst zweimal mit seinem eisenbeschlagenen Schuh nach dem zähen Stofftuch des Koffers.

 

Deutlich erlauschte Verena, wie im Kofferteil Glas zerbrach, Plastik knackend entzweiging.

 

 

 

 

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