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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 207

30. Januar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

"Glauben Sie mir, genau das gleiche, das mache ich jederzeit auch mit Ihnen", raunte Herr Ernst. "Wenn's sein muß. Tun Sie nicht das, was ich von Ihnen will, sollten Sie sich das gut, gut überlegt haben. Morgen zwischen halb vier, fünf sehen wir uns, Frau Tümmel. In Ihrer Wohnung."

 

Bei sich hatte Verena mitgekriegt, daß Verena sich in die Hosen gemacht hatte.

 

"Gut denn! Wir hätten uns verstanden, Frau Tümmel." Die Hacken schlug Herr Ernst vor Verena zusammen, entbot Verena einen militärischen Gruß. "Dann hätten wir das hier heute. Ich muß jetzt weiter, die Arbeit ruft. Bis morgen um halb vier, fünf rum, Frau Tümmel. Schönen Tag noch!"

 

Ruckartig wandte Herr Ernst sich von Verenas Gestalt ab, Verena, die an der Hausmauer lehnte. Entschlossenen Schrittes begab Herr Ernst sich die Meter die Passage zwischen den Stadthäusern hinauf. Auf dem Gehsteig befand Herr Ernst sich schnell, verschwand für Verena nach rechts und außer Sicht.

 

Mit dem Rücken, daß Verena am körniggrauen Verputz der Hauswand auf den geteerten Boden herabrutschte.

 

Nicht glauben wollte Verena das, daß Herr Ernst, der vor einigen Augenblickchen Verena so ungeheuer gegenwärtig war, wirklich weggegangen war, Verena mit sich alleine zurückließ.

 

 

Dem nächsten orangenen Tropfen, dem Verena dabei zuschaute, wie er größer und größer wurde. Bis er sich von der Lederkante löste, auf die Lache Orangensaft unter dem Rollkoffer platschte.

 

"Was ist denn mit Ihnen los?" fragte eine beunruhigte Altmännerstimme.

 

Verena, die zusammengezuckt war, guckte mit weit aufgerissenen Augen von ihrem Sitzplatz am geteerten Boden hoch.

 

 

 

 

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