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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 218

2. Februar 2012 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

Etwas, das aus dem Raster fiel. Ein klein wenig abwägig war, was Frau Verena Tümmel anging.

 

Die Blockhütte, die Gerd Tümmel, Verenas Schwiegervater, vor Jahren gebaut hatte.

 

Dorthin, zu dem mit einem Maschendrahtzaun umzäumten Grundstück Gerd und Rosa Tümmels, daß Verena aufbrechen konnte. Um zu sehen, ob einer der Schlüssel an Verenas Schlüsselbund, eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten, die kaum mehr wahr waren, auch in der Gegenwart noch paßte.

 

Wenn Verena dort ankam, jenseits des Maschendrahtzauns war, bestand die Möglichkeit, daß Verena auf Wochen hinaus auf dem Gelände ihre Ruhe hatte.

 

Das hieß, bestimmt hatte Verena die, sollte Verena in der Holzlattenhütte Lebensmittel vorfinden. Zusätzlich zu denen, die Verena von der Sozialstation her in ihrem Koffer auf Rollen mit sich herumfuhr.

 

Damit stand für Verena der Entschluß endgültig fest.

 

Erst mal jedoch, ehe Verena sich auf den Vierzehn-Kilometer-Fußmarsch machte, brauchte Verena ein paar tüchtige Schlucke zu trinken.

 

Plötzlich hatte Verena das dringend nötig.

 

Vielleicht, daß mehrere Plastikflaschen und -becher mit Trinkbarem in Verenas Rollkoffer waren. Mußte überhaupt keine Limo sein. Ein Milch-, Joghurtgetränk reichte Verena ebenfalls überallhin.

 

Stark aufpassen mußte Verena nur auf die Scherben. Zumindest eine der Flaschen im Kofferinnern, die Herr Ernst mit seinem eisenbeschlagenen Schuh kaputtgetreten hatte.

 

Sich an einer kleinen, größeren Glasscherbe schlimmer zu schneiden. Oder an der scharfen Plastikkante eines Joghurtbechers. Das hätte Verena in ihrer Lebenslage zu guter Letzt noch gefehlt.

 

 

 

 

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