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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 25

30. November 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

Hier auf der Kreuzung, daß der Autoverkehr sich staute.

 

An der roten Ampel wartete Verena auf das grüne Männchen, überlegte sinnend, was das mit dem Verkehraufkommen hier war. Waren das alles Leute - die drinnen in den Fahrzeugen hockenden Männer, Frauen - die, kaum daß sie mit der Arbeit am Morgen angefangen hatten, schon wieder aufhörten mit ihrem Job? Abhauten, raus aus den Betrieben, den Büros?

 

Oder waren das solche, die überhaupt nicht arbeiteten? Allesamt, daß sie deswegen ungerührt im Automobil Stoßstange an Stoßstange Minute um Minute verplempern konnten. Minutenlang irgendwo im Stauverkehr stehen, im Grunde egal, wo. Nach dem glücklichen Ankommen auf irgendeinem Parkplatz oder in einem -haus bevölkerte man die Kaufhäuser, Cafés. Als könnte man sich das leisten, leistete man sich was.

 

Verenas Fragestellung: Wer von denen hatte so viel Bares? Durften hier einige die Karte weiter überziehen? Bis zum Monatsende waren es zwar schon noch ein paar Tage ...

 

Nur vielleicht Verena, Verena, der die rechte Perspektive fehlte. Weil bei Verena, die Karte lange tot. Knapp am Ende war Verena ... Was die aufschlagbaren Eier für Verena anging.

 

 

Atemlos erreichte Verena nach dem nächsten kleinen Gewaltmarsch das vierstöckige Klotzgebäude. Ihr Ziel.

 

Auf der Kirchturmuhr zeigte der große Zeiger, daß es in zwei, drei Minuten dreiviertel zehn Uhr am Vormittag wurde.

 

Das war Katastrophe. Katastrophe schlechthin für Verena.

 

Eine Viertelstunde, die Verena bereits verspätet dran war. Und Verena war immer noch nicht annähernd dort, wo Verena lange hingesollt hätte.

 

 

 

 

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