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Blog von TeddeMehr

"Die Augenzeugin": 26

30. November 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"

 

 

Zwanzig, fünfundzwanzig Minuten zu spät, daß Verena eintraf - rechnete Verena das hoch. Zwanzig, fünfundzwanzig Minuten, daß Verena den Zeitpunkt verfehlte, zu dem Verena zu dem Termin in Herrn Mendls Büro auf der Sozialstation anwesend sein sollte.

 

Als ob Verena sich das erlauben hätte können, dürfen.

 

Kaum erträglich war das für Verena.

 

Wie sollte das jetzt nur weitergehen, das mit Verena? Verena, die nicht aus der eigenen Haut heraushüpfen konnte.

 

 

Den Rollkoffer stellte Verena niedergeschlagen auf den geteerten Gehsteig ab, schüttelte sich Arme und Beine aus. Schließlich hatte Verena Sport gemacht.

 

Drei ältliche Weiber in grauen, braunen Stoffmänteln kamen die Ein-, Ausfahrt herausgeschritten. Links und rechts trugen die schwere Stofftaschen, gelbe, rote Plastikkörbe.

 

Anscheinend war das ein guter Tag. An dem jemand eventuell was im Körbchen zu sich nach Hause schaffen konnte.

 

Die Dicke der Tragtaschen, der Inhalt der Körbe, das hatte Verena alles bloß gerade nicht zu interessieren, schimpfte Verena sich.

 

Auf ein neues, daß Verena sich in Bewegung schaffte, kurz aufschluchzend. Rein auf den Hinterhof, der dicht mit Vierrädern zugeparkt war, eilte Verena.

 

 

Ein rothaariger, großgewachsener Jungmann, am Namensschild am Brustrevers seiner schwarzen Jacke als Mitarbeiter der Sozialstation erkennbar, stritt sich mit ausschweifenden Gesten mit einem dicklichen Mittvierziger mit dichter Glatze, der sich mit der Hüfte leicht an die Fahrertüre seiner silberfarbenen viertürigen Karre anlehnte.

 

 

 

 

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