"Die Augenzeugin": 96
26. Dezember 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Zwar, daß Verena bei Herrn Mendl hier oben am langen Flur im vierten Stock mit dem Turnschuhfuß gegen die Bürotüre getreten hatte.
Aber, hatte sich das nicht erledigt gehabt? Hatte die ältere Dame aus den Sozialstationbüros Verena nicht versichert, daß Verena deswegen nichts zu befürchten hätte? Außer, das Vorkommnis mit Verena, das wiederhole sich.
Das war Tatsache, nachdem Verena sich ausdauernd und sich herabbuckelnd bei der Grauhaarigen mit dem Bubikopf entschuldigt hatte.
Eine andere Idee überwältigte Verena.
Corny!
Mutti Corny!
Mutti Corny, die sich Sorgen wegen ihrer elfjährigen Tochter Conny machte.
Das war Verena zu einhundert Prozent gewiß, daß Corny die Type im grauen Anorak und mit der Blau-Hose an nicht in den Kram paßte. Das, was da zwischen dem Mittdreißiger und Klein Conny sich abspielte.
Das todsicher ein Grund für Corny, den Wunsch, Polizeileute anzurufen, auch in die Tat umzusetzen. Koste es sie bei Klein Conny schließlich, was es wolle.
Bloß - Verena hatte Corny nicht telefonieren gesehen. Nirgends.
Mußte Corny sich, die mobile Telefonie versteckt in der Handfläche, gespielt haben. Wobei Corny eine Kurzmitteilung getippt haben könnte. Mit dem Inhalt, Polizei solle schnell kommen, Straße, genauer Ort.
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