"Die Augenzeugin": 97
27. Dezember 2011 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Die Augenzeugin"
Kein Ding der Unmöglichkeit, das.
Mit den Fingern einer Hand mit herabhängendem Arm ohne die kleinste Sicht auf die Handy-Tasten zu tippseln, das hatte Verena erst letztens bei einer gesehen, die in der städtischen Geschäftsmeile unten bei dem Elektronikmarkt an Verena vorbeigelatscht war. In der zweiten Hand hatte die junge Frau in Jeans eine sich bauschende Leinentasche getragen.
Aber, daß Corny so was ebenfalls draufhatte?
Die Nummer der Polizei zumindest konnte Corny am Handy auf der Telefonliste abgespeichert haben.
Daß Mutti Corny wieder ein Handy hatte, wußte Verena. Hatte Verena das letztemal bei der Ansteherei gesehen, daß Mutti Corny Klein Conny eine Nachricht hatte schreiben lassen. An die Schulfreundin.
Anders war das Eintreffen der Polizeibeamten Verena nicht zu erklären, als daß Corny ...
"... Hal-lo! Hallo, Frau Verena Tümmel? He, was denn? Schlafen Sie hier im Stehen, Frau Tümmel?"
Heftig, daß Verena vor Schreck zusammengezuckt war. Voll war Verena in ihre Gedankengänge vertieft gewesen.
"Sekundenschlaf, Frau Tümmel?"
Herr Ernst, der junge Mann von denen von der Polizei, der mit geschürzten Lippen und gerunzelter Stirn aus seiner Höhe auf Verena herunterblickte.
"Leiden Sie an Sekundenschlaf, Frau Tümmel? Immer wieder für ein paar Momente hin und weg, oder was?"
"Nei-ei-ein ...? Wa-was wol-wol-wollen Sie de-denn ...?" Die Augen riß Verena gegenüber dem Polizisten weit auf.
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