"Drei Erwachen": 127
13. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"
sieben Leuten war, allerdings weiterhin am Leben verweilte.
Eine Person, die kein Sterbenswörtchen sprach, keine Entsetzenslaute, keinerlei Gestöhne, kein Seufzer, Zungeschnalzer. Kein Ton davon, daß jemand von Pein erfüllt war. Nichts zu vernehmen. Nicht einmal ein zu lautes Atmen.
Das hätte allerdings sein müssen, daß der Mann, die Frau Geräusche abließ. Schließlich wußte er, Joachim, wie es ihm selber in seinem miserablen Zustand Tage, Wochen gegangen war. Stumm war Joachim nirgends lange.
Schwer hatte es ihn mitgenommen; kaum faßbar, daß er das Miserable überleben hatte können. Wohl sogar eher einem Zufall zuzuschreiben, daß Joachim nicht verstorben war.
Ob Joachim, wäre er dort vor Ort gewesen, auf die Idee gekommen wäre, loszumachen, in dem Moment mitten im eigenen Elend dieses Scheiß-Handy zu nehmen?
Wer war das nun, der die Telefonie hochgenommen hatte?
Den Notruf hatte das Unsichtbare nicht gewählt ... Bloß interessiert weiter mit der Linse draufgehalten, den Fortgang der Geschehnisse abgefilmt. Danach gleichgültig das Handy auf den wollenen Mantelstoff draufgetan. Um wegzugehen.
Es fröstelte Joachim.
Zu hundert Prozent schaute das so aus, als wäre das Mobiltelefon von jemandem mit einer Hand hochgehoben und später niedergelegt worden. Außerdem wurde am Schluß kenntnisreich auf das rote Telefon am Display gedrückt, damit die Aufnahme ausgeschaltet, übersah Joachim es richtig.
Nein, das Handy war nicht hoch-, runtergeschwebt. Sondern es wurde genommen, gehalten ... Wie mit Fingern.
Keine der Minisonnen stand unbeobachtet drinnen im Gebäude in der Luft.
Oder doch?
Oberhalb im Treppenhaus, das wäre eine Möglichkeit. Allerdings: Bisher hatte Joachim keines der Leuchtedinger beobachtet, wie das einen doofen Gegenstand aufgehoben hätte. In der Landschaft flogen die auf Patrouillenflug rum, sonst nichts. Keine Tentakel, metallisch oder
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