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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 257

15. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



Sollte doch noch Leben in Biggi sein?

"Biggi, du Miststück, wo bist du?" krächzte Joachim. "Wo bist du, Miststück?"

Biggi, die hatte eine Schußwaffe, eine Waffe, mit der sie umzugehen wußte. Und er, Joachim, er stellte sich für Biggi mitten auf dem Präsentierteller auf, unbewaffnet.

Andererseits, hätte Biggi nicht lange geschossen, hätte Biggi solch eine Möglichkeit gehabt? Denn Biggi, Biggi, die haßte Joachim, der für Biggi das Sterben Elsas zu verantworten hatte, zu stark, als daß Biggi Joachim, hätte Biggi Joachim anvisieren können, nicht einmal abgedrückt hätte.



6


Der Schweiß biß Joachim in die Augen. Stirn, Nase und Wangen wischte Joachim am rechten Hemdsärmel ab, spürte das lästige Metall der Handschelle.

Zu Joachims Füßen lag Rogi am Kies. Rogi, der, von Joachims Sicherheitsschuhfuß angestoßen, die zwei marmornen Stufen samt dem Pumpegewehr herabgerutscht war, liegenblieb, die Visage himmelwärts.

Es blieb dabei, so richtig tot wirkte Rogi nicht. Die herrlich rot punktierte Nase Rogis ... Ganz schwach, daß sich dort die Nasenflügel blähten. Oder nicht? Oder bildete er, Joachim, sich das bloß ein?

Mehrere leichte Maulschellen probierte Joachim, Zwicker mitten in die Wange. Zu Bewußtsein, zurück in die Welt der körperlichen Befindlichkeiten, brachte Rogi nichts.

Abermals beugte Joachim sich herab, knöpfte die Brusttaschen der Khaki-Jacke Rogis auf, faßte in jede rein, holte den Inhalt heraus.

Ohrstöpsel hatte Rogi dabei, zwei dunkelrote Radiergummi, fünf Schuß Munition für eine Pistole. Außerdem einen goldfarbenen Patronenfüller. Den weißen Kugelschreiber, den Joachim lange kannte.



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