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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 273

15. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



geworden. Weil ich keine Aussage gegen dich machen hab wollen, Nina, hat er dann andere Schlüsse gezogen. Das gleiche wie dieser Notarzt Anders hat er gemeint. Daß wir Probleme wegen den Kindern kriegen werden. Weil wir mit unseren Praktiken in unserem Sexleben kein gutes Beispiel für unsere Kinder sind. Bekommen die das viel mit, was wir miteinander treiben, Nina, ist das nichts für die kindliche Entwicklung und so weiter. Es muß sofort etwas von uns unternommen werden, Nina. Ruf Timmy an, setz Timmy auseinander, was los ist. Der muß als unser Anwalt schauen, was er für uns tun kann. Dann solltest du zusehen, bei Muff daheim jemanden ans Telefon zu kriegen. Schließlich arbeite ich für den Mann. Und das nicht so schlecht, finde ich. Muff könnte auch seine Beziehungen spielen lassen. Daß nichts an die Presse kommt, dafür könnt Muff sorgen. Das ganze Programm, Nina."

"Du denkst, das mit Muff ist eine gute Idee?" fragte Nina nach.

"Warum sollte das keine gute Idee sein?" war Joachims Gegenfrage. "Ruf Muff an. Ganz einfach. Ja? Der Rest wird sich in die richtige Richtung entwickeln, sag ich dir."

"Weiß nicht, was ist, Jo", war Nina unglücklich. "Hättest du nicht diese Sachen ..."

"Bitte, Nina, wir müssen die Nerven behalten", versuchte Joachim sich aufmunternd, während Nina am anderen Ende der Leitung unvermittelt losschluchzte. "Timmy ist mein Freund und Anwalt. Und Muff, der hat letztens dafür gesorgt, daß das Drogenproblem bei Christine Strebe unter den Teppich gekehrt worden ist. Die ist mit ein bißchen viel Haschisch im Auto an der Grenze erwischt worden ... Hab ich dir nicht davon erzählt? Die Strebe, die arbeitet immer noch bei mir im Nachbarbüro. Nur auf die Kunden wird sie momentan nicht losgelassen, und ihr wird ein wenig genauer auf die Finger geschaut, was sie zusammenrechnet. Ist sonst nicht viel, was die Strebe an abnormem Ärger hätte. Überhaupt nicht viel."

"Herr Herrmann?" drang eine Frauenstimme Joachim hinterrücks an die Gehörgänge. "Bitte, wo sind Sie? Ich suche Sie. Sie sehen sehr schlecht aus, laufen durch die Gänge ..."

"Entschuldigen Sie, Schwester!" meinte Joachim. "Hab nur schnell telefonieren müssen. Ist schon zu Ende, das Gespräch. Muß auflegen, Nina. Du weißt über alles Bescheid, Nina, ja?"



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