"Drei Erwachen": 277
15. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"
aufgesprungen. Nur weg da, raus aufs Klo. Dann bin ich auf der Stelle runter, in die Garage und ins Auto. Bloß ab, nach Hause. Unerträglich, was mit mir im Büro abgegangen ist. Peinlich bis ins Letzte."
Auf dem Papier machte Frau Tatz sich ihre Notizen. Weil Joachim nicht fortsetzte, guckte Frau Tatz hoch.
"So was passiert mir immer öfter", war Joachim schrill. "Immer öfters ist so was. In der letzten Zeit häuft sich das sehr. Bin ich irgendwo unterwegs auf der Straße. Beim Einkaufen im Supermarkt. Urplötzlich seh ich Leute - als Monster. Kleidertragende Monster."
"Die gleichen? Oder sind sie voneinander verschieden?" Die Stirn hatte sich bei Frau Tatz in Falten gelegt.
"Immer so Saurier beziehungsweise Echsen", gab Joachim zur Antwort. "Grüne Fratzen haben sie. Am Körper haben sie Kleidung an. Sie stehen auf einem Paar Laufbeinen, mit schwingendem Schwanz hinten. Wie in so einem Märchenfilm. Ist aber kein Film. Genaue Abbildungen von denen, von denen ich träume ... Ich bin der einzige Mensch weit und breit. Einem einzelnen Monster gegenüber. Mehreren. Ergreife die Flucht. Sind sie dann, bin ich dann raus aus dem Gebäude, wieder fort. Alles ist normal. Nur Menschen um mich rum. Ein Glück, daß mir das daheim nicht passiert, daß ich wen so sehe. In Gegenwart von meiner Frau, meinen Kindern, daß ich wegen so was durchdrehe. Das hätte mir zu meinem Glück gerade noch gefehlt. Als ob ich nicht genug Ärger hätte. Das war zu Hause noch nicht, daß ich eines meiner Kinder oder meine Frau als Ungeheuer gesehen hab. Hab schon die Angst, auf meine Kinder oder Nina wegen so einem Anfall einzuhauen. Oder Schlimmeres mit ihnen anzustellen ... Sage Ihnen, Frau Tatz ..."
"Ja, das wäre sicherlich ein großes Problem." Frau Tatz nickte, Frau Tatz, die Joachim über ihre Nickelbrille mit den runden Gläsern hinweg undefinierbar anguckte.
"Mache mir Sorgen um alles, mein Zuhause, meinen Arbeitsplatz, meine Frau und meine Kinder." Ein Papiertaschentuch holte Joachim sich aus der Packung, die er sich mit dem
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