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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 316

16. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"




"Na, Herr Herrmann, alles fit im Schritt?" eröffnete Herr Doktor Muff die Runde.

"Wegen dem im Schritt mach ich mir die wenigsten Sorgen, Herr Doktor Muff", erwiderte Joachim, Joachim, der bei Herrn Doktor Muff die blauweißkarierte Krawatte fixierte.

"Will nicht lange um den Brei herumreden, Herr Herrmann", war die Fortsetzung von Herrn Doktor Muff. "Sie waren immer ein loyaler Mitarbeiter. Haben die Dinge hier ganz gut gemacht. Aber ... Trotzdem werde ich das Arbeitsverhältnis mit Ihnen hier bei mir beenden müssen. Hier werden Sie nicht mehr für mich arbeiten. Das in der letzten Zeit bei Ihnen, die bekanntgewordenen Probleme, die Sie haben ... Sie verstehen, Herr Herrmann?"

Daß er etwas zu labern hätte, fiel Joachim nicht ein.

"Weiß Bescheid, Herr Herrmann", sprach Herr Doktor Muff. "Bis vor eineinhalb Wochen waren Sie wegen Ihren psychischen Problemen im Albertz-Sanatorium. Sie sind zwar entlassen, Herr Herrmann. Ist man sich trotzdem sicher, daß sich Dinge nicht wiederholen ...?"

"Ö, Herr Doktor ...?" Räuspern mußte sich Joachim, zuckte die Schulter. "Einmal in der Woche habe ich eine Sitzung in der Praxis meiner - äh! - Ärztin. Außerdem ..."

"Bitte, das interessiert mich alles eigentlich nicht so sehr, Herr Herrmann, was das bei Ihnen denn ist", versetzte Herr Doktor Muff in einem abfälligen Tonfall, winkte ab. "Was gehen mich Ihre sexuellen Praktiken an? Meine Sorgen sind andere. Frau Anke Axt ist die, die sich für Sie eingesetzt hat. Frau Axt hat zu mir gemeint - sicher in alter Verbundenheit zu Ihnen, Herr Herrmann -, daß Sie eventuell der richtige Mann für mich sein könnten. Deswegen habe ich Sie anschreiben lassen, Herr Herrmann. Für mich könnten Sie sich nachgerade als ein Glücksfall herausstellen. Und wenn nicht - ist auch nicht viel verloren. Sind Sie eben plemplem, Herr Herrmann."

"Verstehe nicht, Herr Doktor Muff ..." Großäugig guckte Joachim auf seinen langjährigen Chef.

"Wenn Sie damit einverstanden sind, Herr Herrmann, werde ich Sie doch nicht entlassen, sondern lediglich abschieben", unterrichtete Herr Doktor Muff. "In die Amsterdamer Niederlassung. Als einen verdammten verdienten Mitarbeiter, den ich einfach nicht fallenlassen kann, daß ich Sie nach Amsterdam schicke, Herr Herrmann. Damit Sie in



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