Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 32

12. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



Die Schwäche und sein allgemeiner körperlicher Folterzustand verlangten wieder Aufmerksamkeit von Joachim. Zum Küchentisch torkelte er, sich schnellstens auf einen der Plastikstühle draufzuhocken. Pause einzulegen. Ehe es ihn auf ein neues auf die kühlen Küchenfliesen bretterte.



3


Das Telefon für Mobilfunk und alles mögliche, das war geladen. Den Netzstecker zog Joachim aus der Steckdose. Riß das Kabel vom Handtelefon weg.

Danach wankte Joachim an den Küchentisch.

Das nachfolgende Problem war das Einschalten. Dazu reichte Joachim infolge seiner Schwächlichkeit und wegen der schmerzenden, blutig-flutschigen Finger nicht der erste Versuch.

Mit den papiernen Trockentüchern wischte Joachim über das goldfarbene Plastikgehäuse drüber. Hoffte das Beste, daß nichts von der blutroten Sudelei innen reinkam. Sonst mußte er an den Computer im Wohnzimmer, mit der Außenwelt in Verbindung zu treten. Das nächste dann war: auf den eigenen Füßen aus der Wohnung rauszumarschieren. So wie er beieinander war ...

Betrachtete man sich das, war es besser, wenn die Sanitäter mit ihrer Liege vorbeikamen. Wenn nicht sofort der Hausarzt. Für was zahlte er, Joachim, schließlich seine Krankenkasse? Für die Kassenfunktionäre? Jetzt war der Zeitpunkt für den besten Service, den der teure Laden für seine Kundschaft auf Lager hatte. Oder es gab ihn nicht mehr, war der Kunde wieder in Form. Das Wechseln, das war alle paar Monate gut möglich. Spätestens nach einem Jahr.

Das Mobiltelefon leuchtete auf. Endlich. Beim vierten, fünften Mal.

Der Pin-Code mußte eingegeben werden.


32

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post