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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 31

12. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



dem Bewußtloswerden war, das war ziemlich unübersichtlich. Jedenfalls kippte er, Joachim, nicht weg, sondern genoß den schrillen Schmerz.

Das Digitalradio fiel Joachim ins Auge, das auf dem breiten Fensterbrett aus Billigmarmor dastand. Die Uhr- und Tageszeitanzeige blinkte.

Auf den Einschaltknopf drückte Joachim.

Nichts zu erlauschen. Keine Ansage, Musik, die aus dem Gerät herausdrang.

Hatte ihm ein paar Scheine gekostet, das Ding, erinnerte sich Joachim. Brauchbar für das Musikhören in der Küche. Dampf, Wasserspritzer, Staub, Dreck drang nicht in das Gehäuse.

Mit dem Empfang des eingestellten Senders war nichts. Die programmierten Senderplätze tippte Joachim durch.

Stille.

War auch nicht das erste Mal. Der Empfang via Satellit war ab und zu mal wetterabhängig. Die Außenwände des Hauses waren dick. Renovierter Altbau. Hatte mit alter Wertarbeit zu tun.

An der seitlichen Radiohälfte rechts oben legte Joachim einen kleinen Hebel um. UKW ...

Einzig Rauschen, das im schönsten Raumklang aus dem Radiogerät herausdrang.

Das atmosphärische Gerausche verweilte. Veränderte sich nur unwesentlich. Obwohl er, Joachim, das eingepaßte Hartplastikrad in der Radiomitte für die Nutzung als altvorderes Radio drehte.

Der UKW-Empfang - nichts.

Nirgends nichts.

Wenigstens eine Stimme hätte aufklingen müssen. Der Sprecher des lokalen Rock'n'Roll-Radios, dessen Sendung Joachim morgens gerne einschaltete, hatte erst letztens verlauten lassen, daß der Sender seinen Platz auf der UKW-Strecke behalten werde. Der Vertrag für die Welle wäre um fünf weitere Jahre verlängert.

Das war komisch, daß nichts laut wurde außer anödender Rauscherei.


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