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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 338

16. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



"Da ist aber überhaupt nichts, Nina ..." Den Kopf schüttelte Joachim, der bei sich den Impuls bekämpfte, mit der Faust nach Nina zu schlagen.

"Da-das i-ist ein schreck-schrecklicher Raum, Jo", vernahm Joachim von Nina, seiner Ehefrau. "Da-das ver-vergess ich dir nicht, da-daß du mich gezwun-gezwungen hast, hier reinzugehen ..."

"Seh hier nichts Schreckliches!" gab Joachim gleichmütig zurück. "Was soll das denn sein? Monster, die hier dahergesprungen kommen? Was denn, Nina?"

Nina schluchzte.

"Jetzt fängt sie auch noch zu flennen an ...", konstatierte Joachim. "Hör doch auf, Nina! Seh hier nur das, was in einer Abstellkammer drinnen sein kann. Nichts anderes. Mann!"

"Nei-nein!" Herzergreifend, die Schluchzer Ninas.

Den Arm nahm Joachim von Nina weg, schwang ihn über Ninas Kopf. Leicht torkelig drehte Joachim sich um die eigene Achsel. Blickte das Werkzeug einer Putzfrau, Plastikeimer, Wischmobs, Besen. Die verschiedensten, mehr oder wenigen scharfen Mittel, die die Putze in die Kübel schüttete, rote, gelbe Plastikflaschen unterschiedlichster Formgebung, die man allesamt kannte, um sie augenblicklich zu vergessen. Zur Rechten eine Gartenliege, seitlich am Boden längs der Raumbreite hingelegt, noch in dem Plastik originalverpackt.

"Dar-darf ich rau-raus ...?" war Ninas Nachfrage im erbärmlichsten Tonfall.

"Nein!" fauchte Joachim auf Nina herab, streckte den rechten Arm aufs neue hinten bei Nina auf den Schultern aus. "Wir bleiben! Warten, ob etwas passiert, weil du so spinnst. Wir warten auf das Monster jetzt. Solange, wie ich Lust dazu hab."

Die breiten, mannshohen Holzflächen links an der Wand, erinnerte Joachim sich, hatte er vor Jahr und Tag, als er einen Schrank abgebaut hatte, selber dort angelehnt. Seitdem befand das sich hier.

Damals war Nina allerdings dem Kammerinnern ebenfalls bereits lieber ferngeblieben.

"Bit-bitte, Jo ...!" klang Nina auf eines neues auf.



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