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Blog von TeddeMehr

"Drei Erwachen": 367

16. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"



Rückenpartie her empfand, wegen seiner Saft- und Kraftlosigkeit. Mit der rechten Schulter drückte Joachim der mausetoten Nina das dumme Metzemesser noch tiefer rein, besudelte sich beim sinnlosen Herumgepatsche ausgiebig an dem, das Ninas Blutfluß war.

Die Abstellkammer in der Wohnung, die er gemeinsam mit Nina bewohnte, war das, konstatierte Joachim. Joachim, der sich nur äußerst schwerfällig von Nina weg hochschaffte. Auf die Knie zurück gelangte.

Ein Seufzer Joachims. Immer, daß Nina solche Angst vor dieser Scheißdreckabstellkammer gehabt hatte. Und jetzt lag Nina wirklich im Abstellkammerinnern rum. Tot war Nina, wie eine tot sein konnte. Ein mordsmäßiges Teil, brauchbar für den Schlachter bei der Ausübung seines werktäglichen Zerlegeberufes, steckte mitten in der Brust Ninas.

Wer war derjenige, der das angestellt hatte, Nina zu stechen?

Geräuschkulisse von außerhalb der Kammer drängte sich Joachim an die Gehörgänge. Ferne Stimmenvielfalt; hektisch wurde an der Wohnungstüre herumgefuhrwerkt. Bis die Türe denn effektvoll lautstark knarzend aufging. Der Einmarsch war fällig.

Eine Frauenstimme, die rief. Verständlichste Worte waren das: "Polizei hier! Polizei hier!"

"Hier bin ich!" Ziemlich laut und deutlich, daß Joachim sich anhörte.

"Da - dorther hab ich das gehört!" klang die Stimme der Frau. "Und da - das siehst du auch, Hans? Hausschuhe ... Füße in den Hausschuhen ... Da liegt wer am Boden ..."

Zu Bewußtsein kam das Joachim, der gelbe Feuerräder vor den Augen blickte, die Qual höchstselbst rückenwärts hatte, daß ihm Blut, das bei Nina gelaufen war, an den Händen klebte. Am eigenen Hemd und am Anzug, blutige Besudelung. Das war für ihn überhaupt nicht zu vermeiden gewesen, so wie Nina in der verfluchten Drecksabstellkammer rumlag, in die er, Joachim, zurückgekehrt war, daß er sich daran vollmachte. Erzählte Joachim Herrmann, der Ehemann, die Geschichte, die er erlebt hatte, die auf dem Polizeirevier würden das mit dem Wahrheitsgehalt des Ehemanngelabers wohl nicht recht sehen. Das war eine äußerst miserable Lage, in der Joachim Herrmann sich befand.




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