"Drei Erwachen": 60
12. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"
Monats genügend Spielraum für Ausgaben. Das Problem, das stellte sich erst ein, wenn die Arbeitsstelle ihm in nächster Zeit abhanden kam. Weil er jetzt bereits Tage an seinem Arbeitsplatz fehlte. Ohne sich bei Perse Menzel oder Frau Fjörde zu melden. Nicht längst mit einer Krankmeldung angekommen zu sein, das war Fehler. Führungsfehler.
Keine angenehmen Aussichten, demnächst als Arbeitsloser abzuhängen. Der zur Verfügung stehende Geldbetrag dampfte sich ein, je länger er ohne Arbeit war. Dabei hatte er laufende Kosten: Die Miete, die war nicht von schlechten Eltern. Würde ein Wohnungswechsel fällig, bei dem von Staats wegen zur Verfügung gestellten Geldbetrag. Wollte er, Joachim, leben, mußte er das andersartig regeln. War das die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, daß ihn Marga wegen Willy verlassen hatte, war eine neue Freundin fällig. Deswegen mußte ausgegangen werden ... Einfach für jede brauchte man regelmäßig einen hübschen Geldbetrag aufs Bankkonto, um weiter bei ihr abhängen zu können. Debbie, die Nachwuchshoffnung aus Frau Fjördes Vorzimmer zum Beispiel, die wußte sich anzuziehen. Die hatte die freie Auswahl unter den Kerlen. An jedem Finger einen, wie sie ausschaute. Verarmen durfte deswegen keiner, der bei Debbie den Wunsch hatte, bei Debbie's Brüsten anzulanden.
Marga und Willy. Unfaßlich.
Fast bei jeder Gelegenheit hatte Marga abfällig von Willy geredet. Sobald die Rede auf Willy kam, hatte Marga ihrem Jo gegenüber anklingen lassen, daß sie sich einen anderen besten Freund für ihren Jo eher gewünscht hätte als den Willy. Willy, der hätte ihr ein zu häßliches Gesicht, redete Marga daher. Der wäre ihr zu klein gewachsen und viel zu häßlich. Zu servil wäre ihr der, der Willy. Würde ihr zuviel das Verlangen haben, der Freund Jo's zu sein. Willy, wenn Jo es wollte, würde Willy Jo auch hübsch einen blasen. Das hatte Marga erst letztens dahergeredet, als sie sich das letztemal in Jo's Wohnlichkeit aufgehalten hatte. Ehe Marga abging, mit den Worten, daß Schluß wär. Wieder mal.
Daß Marga und Willy ... Gut, war hundertprozentig eine Möglichkeit. Gesponnen hatte Marga,
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