"Drei Erwachen": 69
12. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #"Drei Erwachen"
Ein Automobil war dort dagegengefahren, seitlich weggeprallt, zum Halten gekommen. Die eiserne Gitterabsperrung vor der gläsernen Eingangstüre in die Apotheke, die war von der Wucht des Aufschlags ein kleines Stück seitlich geschoben worden. Das Glas der Türe und der großen Schaufensterscheibe hinter dem Eisengitter war zerbrochen. Einzelne größere gezackte Scherbenstücke als Überrest der früheren Prächtigkeit konnte Joachim weiterhin in den metallenen Rahmen stecken sehen.
Den Kopf schüttelte Joachim. Noch zwei kleine Rucker mit dem Hintern. Schließlich wuchtete Joachim sich mit Gestöhne hoch, richtete sich wacklig zur vollen Körpergröße auf. Was er nicht verstand, war, daß er alleine auf der Szene war. Eigentlich hätte Feuerwehr, Polizei vor Ort sein müssen. Es vor Gaffern wimmeln; Schreierei, Aufregung überall im Umkreis.
Aber - weit und breit niemand. Nirgends irgendwer. Die feuchte Straße rauf und runter - nur fahrbare Gerätschaft. Kleinkraftfahrzeuge für den Privatverkehr. Ineinandergefahren. Kreuz und quer hingeschoben. Jede Menge Blechschäden. Ausreichend Arbeit für eine ganze Polizistenkolonie. Die Vermessungarbeiten für die Versicherungen der Fahrzeughalter, so was nahm Stunden in Anspruch. Das Geschehen zu dokumentieren, das hatte mit Aufwand zu tun ...
Hier gab es genügend Vorkommnisse, mit denen für Automechanikerwerkstätten mit eigener Reihe diverser Neu- oder Gebrauchtwägen gutes Geld zu verdienen war. Vom Abschlepp- und Abwrackerdienst ganz abgesehen, der mit Blaulicht für die Arbeit bereitstehen sollte, die Fahrbahn freizumachen.
Statt dessen herrschte Ruhe.
Der Wind, der auffrischte, fuhr Joachim durch das kurze Haar. Auf Kleider, zwei Nadelstreifenhosen, graue Regenmäntel, die mitten auf der Teerstraße dalagen, starrte Joachim lange weggetreten.
Ein Einfall erschütterte Joachim. Wie kam er überhaupt an den Ort? Alles war geradezu dicht, links und rechts. Es gab keine Lücken, außer dem freien Plätzchen gegenüber der Apotheke.
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